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Dienstag, 18. Juni 13

Hügel bei AxumHamburg - For­scher der Uni­ver­sität Hamburg haben Geheim­nisse um die legen­den­umwo­bene Königin von Saba gelüf­tet. „Eine Gruppe von Wis­sen­schaft­lern um Prof. Helmut Ziegert hat während ihrer drei­mona­tigen Feld­for­schung...

London - Teils Säu­getier, teils Vogel und teils Reptil: Mit dem Erbgut des Schna­bel­tie­res hat ein inter­natio­nales For­scher­netz nun den Bauplan des wohl unge­wöhn­lichs­ten aller Säu­getiere ent­zif­fert.

Rostock - Elek­tro­autos könnten künftig womög­lich Amei­sensäure tanken: For­scher des Leibniz-Insti­tuts für Kata­lyse in Rostock haben ein prak­tisches Ver­fah­ren zum Spei­chern von Was­ser­stoff ent­wickelt...

Frank­furt/Main - Trotz einiger Erfolge ist der Arten­schwund in Deutsch­land nach Ansicht der Umwelt­stif­tung WWF unge­bremst. See­adler, Kranich, Biber und Seehund seien zwar im Aufwind, und der Wolf sei zurück­gekehrt.

Stutt­gart - Selbst Fußball-Natio­nalstür­mer Mario Gomez hat gegen ihn angeb­lich nur begrenzt eine Chance: Der Torwart-Roboter „Goalias” ist im Elf­meter­schießen beinahe unü­ber­wind­bar - erklären zumin­dest seine Erfin­der.

Karls­ruhe - Mit einer simplen Erklärung haben For­scher das jahr­hun­der­tealte Rätsel um Absinth gelüf­tet: Nicht das Ner­ven­gift Thujon ist für die legen­däre Wirkung des Trunks ver­ant­wort­lich.

Forscher entzaubern die „grüne Fee” Absinth

Karls­ruhe - Mit einer simplen Erklärung haben For­scher das jahr­hun­der­tealte Rätsel um Absinth gelüf­tet: Nicht das Ner­ven­gift Thujon ist für die legen­däre Wirkung des Trunks ver­ant­wort­lich.

Ein Wis­sen­schaft­ler aus Karls­ruhe wies mit seinen Kol­legen nun nach, dass allein hoch­kon­zen­trier­ter Alkohol den Absinth so wir­kungs­voll macht. „Die psy­choak­tive Wirkung ist ein Märchen gewesen”, meinte Dirk Lachen­meier am Diens­tag. Bislang sei die Wis­sen­schaft davon aus­gegan­gen, dass Absinth viel Thujon besitze. „Das stimmt aber nicht”, betont der Experte des Che­mischen und Vete­rinär­unter­suchungs­amts (CVUA) Karls­ruhe, der mit Kol­legen aus den USA und Groß­bri­tan­nien zu diesem Ergeb­nis kam.

Absinth, wegen seiner Farbe auch bekannt als „grüne Fee”, wird aus destil­lier­ten Kräu­tern oder Kräu­ter­extrak­ten her­gestellt. Dazu gehören echter Wermut und grüner Anis, der für den mär­chen­haf­ten Bein­amen ver­ant­wort­lich ist. Absinth sei jedoch weder ein ver­bote­nes Betäu­bungs­mit­tel, noch zeige der Schnaps ähn­liche Wir­kun­gen wie ille­gale Rausch­dro­gen, sagte Lachen­meier. Dem heute wieder in Mode gekom­menen Absinth war auch lange nach­gesagt worden, er ent­halte ein starkes Gift, das Hal­luzi­natio­nen oder epi­lep­tische Anfälle auslöse und unter anderem den Maler Vincent van Gogh dazu gebracht habe, sein Ohr abzu­schnei­den.

Die For­scher ana­lysier­ten erst­mals in his­tori­schen Fla­schen aus der Zeit vor 1915 den Gehalt von Thujon. „Die Ergeb­nisse zeigen schlüs­sig, dass dessen Kon­zen­tra­tion bisher erheb­lich über­schätzt wurde”, erklärt Lachen­meier auch in einem Beitrag im „Journal of Agri­cul­tural and Food Che­mistry”. In frühe­ren Studien aus den 80er und 90er Jahren seien Gehalte bis zu 260 Mil­ligramm pro Liter auf rein theo­reti­scher Basis und ohne che­mische Analyse ermit­telt worden.

Das Team um Lachenmeier hat dagegen sowohl in neuen Ver­suchen mit his­tori­schen Rezep­turen als auch in 13 alten ver­sie­gel­ten Fla­schen wesent­lich weniger Thujon ent­deckt. Das Ergeb­nis: Im Schnitt ent­hiel­ten die Proben nur 25,4 Mil­ligramm Thujon je Liter.

Absinth, oft mit Wasser ver­dünnt getrun­ken, war unter anderem von Künst­lern wie dem Schrift­stel­ler Oscar Wilde und den Malern Paul Gauguin und Henri de Tou­louse-Lautrec in rauen Mengen getrun­ken worden. Deshalb hatte sich die Legende gehal­ten, der Schnaps sti­muliere zu Höchst­leis­tun­gen und ver­ändere das Bewusst­sein. Absinth gebe „dem Leben eine fei­erli­che Färbung” und helle „seine dunklen Tiefen auf”, schrieb zum Bei­spiel der Dichter Charles Bau­delaire.

Wegen der angeblichen Folgen über­mäßi­gen Konsums war Absinth 1915 in Frank­reich ver­boten worden, Deutsch­land folgte 1923. Seit 1998 wird in vielen europäi­schen Staaten wieder Absinth ver­kauft, der laut EU-Richt­linie maximal 35 Mil­ligramm Thujon je Liter ent­hal­ten darf. Als Mode­getränk feiert er eine Renaissance in deut­schen Bars und im Inter­net­han­del.

Online-Absinth-Museum: www.oxy­genee.com

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/06/news/science/t/rzo423359.html
Dienstag, 06. Mai 2008, 16:28 © RZ-Online (NewsDesk)
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