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Samstag, 25. Nov. 17

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„White Edition” - Hyundai-Son­der­serie in limi­tier­ter Auflage Neckar­sulm (dpa/tmn) - Der Hyundai i30 wird jetzt auch als Son­der­modell „White Edition” ange­boten.

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Rüs­sels­heim/Ober­pfaf­fen­hofen - Opel will 2012 seine ersten Elek­tro­fahr­zeuge in Deutsch­land auf den Markt bringen. Das sagte Opel-Spre­cher Manfred Scholz in Rüs­sels­heim.

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Anleitung auf Arabisch gesucht - Alltag im VW-Archiv

Wolfs­burg/Frank­furt/Main - Die Rei­fen­größe, das Tank­volu­men - solche Infor­matio­nen finden sich in jeder Bedie­nungs­anlei­tung.

Gebrauchsanweisungen aus Jahrzehnten

Einen Infor­mati­ons-Pro­spekt eines VW-Trans­por­ters auf Ara­bisch hält Claudia Nieke im Wolfs­bur­ger Volks­wagen-Archiv in der Hand. (Bild: dpa)

Wenn es aber um einen VW-Bulli aus den 70er Jahren geht, die Anlei­tung fehlt und sie auch noch auf Ara­bisch sein soll, ist guter Rat teuer.

Gefragt sind dann die Mitarbeiter im Wolfs­bur­ger Volks­wagen-Archiv. Neben der Betreu­ung von His­tori­kern ist ein guter Teil der Arbeit das Auf­fin­den von Infor­matio­nen über längst ver­ges­sen geglaubte VW-Modelle.

„Wir haben mehrere tausend Anfra­gen nach Bedie­nungs­anlei­tun­gen oder Tech­nik­bro­schüren pro Jahr”, sagt Manfred Grieger. Der 48-Jährige ist Leiter der „His­tori­schen Kom­muni­kation” bei Europas größtem Auto­her­stel­ler. Zur All­tags­arbeit im zehn Jahre alten VW-Archiv gehört das Erfor­schen der Unter­neh­mens­geschichte. Viele Anfra­gen, die die acht Mit­arbei­ter im ehe­mali­gen „gelben Saal”, einem frühe­ren Restau­rant für Führungs­kräfte, erreicht, sind aber ganz prak­tische - von Auto­fah­rern oder auch Old­timer­lieb­habern, die Infor­matio­nen über seltene und alte Volks­wagen benöti­gen.

Die Produktion heutiger Autos ist dabei immer präsent - es vibriert im Archiv, denn direkt dahin­ter liegt das Press­werk der VW-Fabrik. Als die riesige Anlage nach dem Krieg aus­gebaut wurde, erschie­nen auch die ersten Bedie­nungs­anlei­tun­gen. „Wie bei anderen Akten gibt es aber auch bei uns Über­lie­ferungs­lücken”, sagt Grieger. So pro­duzier­ten die Alli­ier­ten nach dem Zweiten Welt­krieg Spe­zialm­odelle, für die keine Unter­lagen her­gestellt wurden. „Bei manchen Anlei­tun­gen aus der Nach­kriegs­zeit ist die Papier­qua­lität so schlecht, dass wir nur mit Kopien arbei­ten”, sagt Claudia Nieke, die gerade ihre Dok­tor­arbeit über VW Süd­afrika abge­geben hat.

Die deut­schen Unter­neh­men sind mit ihren Archi­ven im inter­natio­nalen Ver­gleich frei­gie­big, schätzt Andrea Schnei­der, Geschäfts­füh­rerin der Gesell­schaft für Unter­neh­mens­geschichte in Frank­furt. In den USA oder der Schweiz sei es für His­tori­ker schwie­riger, in die Archive zu gelan­gen. Juris­tisch gesehen seien sie hierzu nicht ver­pflich­tet. „Und bei den meisten Archi­ven ist die Arbeit sehr pra­xis­nah”, sagt Schnei­der, „wenn zum Bei­spiel neue Mit­arbei­ter in die Unter­neh­mens­geschichte ein­geführt werden.”

In alten Luftschutzkellern aus den 30er Jahren lagert das Archiv einen guten Teil seiner rund 3,5 Kilo­meter Doku­mente. Aktuell setzen sich die His­tori­ker mit dem Sport­wagen „Sci­rocco” aus­ein­ander. Im März wurde eine neue Version des Autos prä­sen­tiert. Das Ursprungs­modell stammt von 1974 und war ein Renner, sagt Grieger. Es wurde 800 000 Mal pro­duziert. Anlass genug für die Archi­vare, dessen Geschichte nach­zuvoll­zie­hen. Hierfür können sie auf die in grellen Farben gestal­teten Pro­spekte zurück­grei­fen. Grieger liest aus ihnen etwa die Ölkrise von 1973: „Volks­wagen hat den Wagen auch mit einem sehr kleinen, Sprit spa­ren­den Motor ange­boten.”

Auch für die aktu­elle Auto­ent­wick­lung spiel­ten die Pro­spekte eine Rolle, sagt der His­tori­ker. So gebe es Farb­palet­ten, die heute wieder in Mode sein könnten. „Die Desi­gner stellen dann auch eine Anfrage ans Archiv”, sagt Grieger. Dement­spre­chend wächst der Bestand auch mit jedem neuen Modell. „Und die Abstände zwi­schen neuen Pro­spek­ten werden bei den häu­figen Modell­wech­seln natür­lich immer kürzer”, sagt Nieke. Gerade ist neues Mate­rial im Archiv ange­kom­men. Es sind mehrere tausend Bedie­nungs­anlei­tun­gen. Von Johan­nes Wage­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/14/service/auto/t/rzo417348.html
Montag, 14. April 2008, 13:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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