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Herford/Berlin - Nicht nur Arbeit­geber können sich wie im Fall von Lidl Ärger ein­han­deln, wenn sie Beschäf­tigte aus­spio­nie­ren - das­selbe gilt auch für Ange­stellte, die ihrem Chef hin­ter­her­schnüf­feln.

Köln - Die gesetz­liche Rege­lung, dass Arbeit­neh­mer bei Aus­schei­den aus der Firma vor Vollen­dung des 30. Lebens­jah­res ihre Anwart­schaft auf eine betrieb­liche Alters­ver­sor­gung ver­lie­ren, ist recht­mäßig.

Chem­nitz/Berlin - Beein­träch­tigun­gen ihrer Gesund­heit müssen Arbeit­neh­mer nicht akzep­tie­ren. Sie können sich gericht­lich wehren, wenn ihnen Tätig­kei­ten zuge­wie­sen werden, die aus solchen Gründen unzu­mut­bar erschei­nen.

Frank­furt/Main - Die Ver­lage­rung von Betriebs­tei­len auf andere Unter­neh­men, das soge­nannte „Out­sour­cing”, ist grundsätz­lich ein zuläs­siger Grund für betriebs­bedingte Kün­digun­gen.

Erfurt - Bewirbt sich eine schwan­gere Arbeit­neh­merin um eine Stelle und besetzt der Arbeit­geber diese mit einem Mann, liegt mög­licher­weise eine geschlechts­spe­zifi­sche Benach­tei­ligung vor.

Mainz/Berlin - Einem Arbeit­neh­mer kann frist­los gekün­digt werden, wenn er bei der Erfas­sung seiner Arbeits­zeit falsche Angaben macht. Für den Arbeit­geber ist eine Wei­ter­beschäf­tigung wegen des Ver­trau­ens­bru­ches...

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Chef ausspionieren kann zu fristloser Kündigung führen

Herford/Berlin - Nicht nur Arbeit­geber können sich wie im Fall von Lidl Ärger ein­han­deln, wenn sie Beschäf­tigte aus­spio­nie­ren - das­selbe gilt auch für Ange­stellte, die ihrem Chef hin­ter­her­schnüf­feln.

„Wer sich uner­laubt Ein­blick in Unter­lagen seines Vor­gesetz­ten ver­schafft, handelt sich in jedem Fall eine Abmah­nung ein”, sagte Rechts­anwalt Paul-Werner Beck­mann aus Herford. In schwe­ren Fällen drohe Arbeit­neh­mern sogar eine frist­lose Kün­digung, sagte das Vor­stands­mit­glied des Deut­schen Anwalt­ver­eins (DAV) in Berlin.

So verbietet es sich laut Beckmann für Ange­stellte, geöff­nete E-Mails und Doku­mente am PC des Chefs in seiner Abwe­sen­heit zu lesen, um etwa her­aus­zufin­den, wie es um die eigene Beför­derung steht. „Wenn das mut­wil­lig geschieht, indem jemand zum Bei­spiel das PC-Pass­wort des Vor­gesetz­ten knackt oder mit dessen Schlüs­sel den Schrank mit den Per­sonal­akten öffnet, ist das ein Grund für eine sofor­tige Ent­las­sung.”

Anders sehe es dagegen aus, wenn der Chef eine Akte offen auf seinem Schreib­tisch liegen lässt und Ange­stellte eher zufäl­lig einen Blick darauf erha­schen. „Da kann man demje­nigen natür­lich nicht so einen schwe­ren Vorwurf machen und wird es wohl bei einer Ermah­nung belas­sen”, sagte Beck­mann.

Auch die persönlichen Unterlagen der Kol­legen sind für andere Ange­stellte tabu. „Wenn jemand also erwi­scht wird, wie er heim­lich die Gehalts­briefe anderer öffnet, ist das genauso ein Kün­digungs­grund.” Das­selbe gelte, wenn Ange­stellte uner­laubt Fir­men­akten auf dem Schreib­tisch von anderen Mit­arbei­tern lesen und dann Betriebs­interna aus­plau­dern.

Angestellte dürfen sich Beck­mann zufolge auch nicht von ihrer Neu­gierde ver­lei­ten lassen, weil sie glauben, dass sich das Auss­pähen des Chefs oder der Kol­legen nicht nach­wei­sen lasse. „In solchen Fällen kann schon der drin­gende Tat­ver­dacht für eine Kün­digung aus­rei­chen, wenn dadurch das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zu dem Ange­stell­ten zer­stört ist.” Ein solcher Ver­dacht bestehe etwa dann, wenn Mit­arbei­ter mit ver­trau­lichen Infor­matio­nen vor den Kol­legen prahlen oder dabei beob­ach­tet werden, wie sie sich an fremden PCs im Büro zu schaf­fen machen.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/07/service/berufbildung/recht/t/rzo423619.html
Mittwoch, 07. Mai 2008, 13:15 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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