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Suzuki: „Talent ist kein Zufall der Geburt”

Köln - Wer die Augen schließt und Lucia Gatz­wei­ler beim Gei­gen­spiel zuhört, ver­gisst schnell, dass sie gerade einmal zehn Jahre alt ist. Mal sanft, mal dyna­misch und immer mit viel Gefühl.

Suzuki-Geigenschülerin Lucia

Die Gei­gen­schü­lerin Lucia Gatz­wei­ler (10) spielt häufig ganz ohne Noten: Frei nach der Suzuki-Methode. (Bild: dpa)

So ent­lockt die junge Köl­nerin den Saiten ihrer Kin­der­geige Kom­posi­tio­nen von Bach, Vivaldi, Paga­nini und Sibe­lius - und zwar ohne Noten­heft. Doch Lucia ist kein Wun­der­kind. Ihr musi­kali­sches Können ver­dankt sie vor allem der soge­nann­ten Suzuki-Methode. Denn für den japa­nischen Geiger und Päd­ago­gen Suzuki Shi­nichi (1898-1998) stand eines immer fest: „Talent ist kein Zufall der Geburt”.

„Nachdem ich einmal wusste wo 'A' ist , wusste ich auch, wo alle anderen Töne sind”, erklärt Lucia ihre unver­krampft und spie­lerisch anmu­tende Art des Musi­zie­rens. „Die meisten Stücke, die ich spiele, kenne ich aus­wen­dig.” Was so einfach klingt, ist das Ergeb­nis eines langen und dis­zipli­nier­ten Lern­pro­zes­ses. Denn getreu dem Motto „von nichts kommt nichts” müssen sich auch die Suzuki-Schüler ihr Können mit viel Fleiß und gedul­digem Proben erar­bei­ten.

Dennoch unter­schei­det sich die Methode deut­lich von herkömm­lichen Formen des Musik­unter­rich­tes. „Die 'Suzuki-Methode' geht davon aus, dass jeder Mensch, egal ob alt oder jung, ein Instru­ment genauso erler­nen kann, wie ein Kind seine Mut­ter­spra­che”, beschreibt Musik­leh­rerin Michaela Zirn­bauer das Konzept. „Die Instru­men­tal­aus­bil­dung ist auf­gebaut auf dem Prinzip der Nach­ahmung von zuvor auf CD vor­gespiel­ten Stücken im Einzel- und Grup­pen­unter­richt. Auf diese Weise ver­bes­sern die Musik­schü­ler sehr schnell ihre Technik und bekom­men zugleich ein Gefühl für die Musik.”

Vor und nach jeder Übungseinheit ver­beu­gen sich die Schüler vor­ein­ander - auch dies geht auf den Namens­geber Suzuki Shi­nichi zurück. Der Musiker und Lehrer hatte sich als Auto­didakt im Alter von 17 Jahren das Gei­gen­spiel durch die Nach­ahmung von Schall­plat­ten­auf­nah­men selbst bei­gebracht. Seine eigenen Erfah­run­gen und seine Beo­bach­tun­gen bei Kindern brach­ten ihn zu der Über­zeu­gung, dass Talent erlern­bar ist. So wie jedes Kind die eigene Sprache durch bloßes Zuhören und „sich-daran-erin­nern” erlernt, kann es auch die Fähig­kei­ten an einem Instru­ment erwer­ben.

Trotz posi­tiver Ler­ner­folge stehen tra­ditio­nelle Musik­schu­len in Deutsch­land der „Suzuki-Methode” viel­fach ableh­nend gegenü­ber. „Im Gegen­satz zu den USA hat die Methode hier in Deutsch­land leider noch nicht den Stel­len­wert, den sie ver­dient”, bedau­ert Michaela Zirn­bauer. „Die Schüler werden belächelt und ihnen wird vor­gewor­fen, musi­kali­sche Anal­pha­beten zu sein, die noch nicht einmal Noten lesen können. Aber das ist falsch, denn sobald die Kinder das Lese­alter erreicht haben, inten­sivie­ren wir im Unter­richt auch das Noten­lesen.”

Genau wie Suzuki seinerzeit gehe es auch den heu­tigen Suzuki-Lehrern nicht darum, „Vir­tuo­sen am Musik­instru­ment” her­anzu­züch­ten. „Mein Ziel ist es, dass die Kinder irgend­wann das Können haben, um im Jugend­sym­pho­nie­orche­ster oder bei Musik­wett­bewer­ben wie 'Jugend musi­ziert' mit­zuspie­len”, sagt Zirn­bauer. Bei Lucia Gatz­wei­ler ist dieses Ziel bereits erreicht: Sie landete jüngst beim 45. Lan­des­wett­bewerb von „Jugend musi­ziert” gemein­sam mit zwei anderen Suzuki-Schü­lern, der neun­jäh­rigen Mena (Geige) und dem elf­jäh­rigen Michael (Brat­sche), in der Kate­gorie „gemischte Strei­cher-Ensem­ble” auf dem ersten Platz. Von Marco Hadem, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/01/service/berufbildung/t/rzo413846.html
Dienstag, 01. April 2008, 15:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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