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„Latein zum Anfassen” als Schlüssel zu Asterix

München - Stolz drehen sich Hen­riette und Nadja um sich selbst.

Latein

Passend geklei­det erleben Schüler im Münch­ner „Museum für Abgüsse klas­sischer Bild­werke” die Ver­anstal­tung „Latein zum Anfas­sen”. (Bild: dpa)

Über schlichte weiße Tunikas haben sie grüne Togen dra­piert, in ihre auf­gesteck­ten Haare sind bunte Bänder gefloch­ten.

Die beiden fühlen sich wunderschön als Röme­rin­nen. „Römer haben mich schon immer inter­essiert”, sagt die elf Jahre alte Nadja aus der 5. Klasse des Gym­nasi­ums Unter­haching. „Latein zum Anfas­sen” nennt sich die Ver­anstal­tung im Museum für Abgüsse klas­sischer Bild­werke in München, mit der der Arbeits­kreis Huma­nis­tisches Gym­nasium Schü­lern das Leben in der Antike nahe­brin­gen will. Dabei hätte die soge­nannte tote Sprache nicht viel Werbung nötig. Der Zuwachs an Schü­lern, die Latein als erste Fremd­spra­che wählten, sei gewal­tig, sagt der Arbeits­kreis-Vor­sit­zende Peter Römisch.

180 000 Kinder büffeln derzeit im Frei­staat Bayern nach Angaben der Orga­nisa­tion latei­nische Voka­beln und Gram­matik und setzen sich mit den Werken Ovids oder Caesars aus­ein­ander. „Das Inter­esse an einer Bildung ohne Ver­falls­datum ist groß”, ver­mutet Römisch. Latein sei die Grund­lage der europäi­schen Welt - von England bis Rumä­nien und von Spanien bis Skan­dina­vien. „Das hält Europa zusam­men.”

Die Zeiten, als der Wortschatz stur ein­getrich­tert wurde, sind längst vorbei. Mit Pro­jek­ten ver­suchen die Lehrer, die Kinder für das Fach zu begeis­tern. Latein­leh­rerin Michaela Weigl vom Münch­ner Maxi­milians­gym­nasium ent­wickelte mit ihren Schü­lern zwei Spiele aus der Römer­zeit. „Ludus Lat­run­culo­rum” - Sol­daten­spiel - nennt sich eines davon, bei dem auf einem Brett die Spieler mit roten und weißen Bohnen gegen­ein­ander antre­ten. „Ich finde, das ist eine schöne Abwechs­lung”, sagt die 15-jährige Luise, während sie anderen Kindern bei „Latein zum Anfas­sen” zeigt, wie es geht.

Die acht­jäh­rige Hannah freut sich schon darauf, wenn sie ab Herbst in der 5. Klasse Latein lernen darf. „Ich kann schon ein paar Worte”, ver­kün­det sie stolz. „Mare - das Meer und Saltus - der Sprung.” Auch die elf­jäh­rige Vic­toria findet Latein gar nicht so schwer. „Das meiste hat ja auch was mit deut­schen Worten zu tun”, hat sie fest­gestellt. „Flama - Flamme”, „Video - ich sehe” und „Crimen - Ver­bre­chen” hat sie auf einen Zettel geschrie­ben.

Latein sei eben auch im Alltag nütz­lich, da sind sich die meisten Kinder einig. „Wenn man Arzt oder Apo­the­ker werden will, muss man das wissen”, sagt Moritz (12). Andere Kinder wollen die Sprache eher in der Frei­zeit ein­set­zen. Die einen wollen Asterix und Obelix besser ver­ste­hen oder die Zau­ber­sprüche auf Harry Potter ent­rät­seln können. Hannah hat einen ganz beson­deren Antrieb, warum sie vom kom­men­den Schul­jahr an in die Geheim­nisse der latei­nischen Sprache ein­tau­chen will: „Da kann ich eine Geheim­spra­che haben mit meiner besten Freun­din.”

Weitere Infor­matio­nen: www.klas­sische-bildung.de Von Cordula Dieck­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/02/service/berufbildung/t/rzo414335.html
Mittwoch, 02. April 2008, 17:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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