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Freitag, 24. Nov. 17
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Stutt­gart - Viele sind längst drin in der vir­tuel­len Welt und wissen nicht um die Gefah­ren: Bei Kindern und Jugend­lichen herrscht nach Poli­zei­anga­ben inzwi­schen „Voll­ver­sor­gung” bei Mobil­tele­fonen und beim Zugang zu...

Kassel - Private Job­ver­mitt­ler haben grundsätz­lich auch in dem Fall das Recht auf eine Pro­vision, wenn sie einen Arbeits­losen an ihren eigenen Arbeit­geber ver­mit­teln.

Bochum/Hamburg - Haus­män­ner sind unter Stu­den­tin­nen schein­bar beliebt: Jede Zweite kann sich vor­stel­len, dass ihr Partner sich um den Haus­halt kümmert, während sie arbei­tet.

Stutt­gart - Bevor sie einen Betrieb über­neh­men, können sich Frauen in einer Hospi­tation den Alltag von Unter­neh­mern anschauen. Als Chefin auf Zeit können sie für zwei bis drei Wochen in eine andere Firma gehen.

Güters­loh/Erfurt - Nach Ein­schät­zung von Stu­den­ten und Pro­fes­soren lassen sich Medien- und Kom­muni­kati­ons­wis­sen­schaf­ten im deutsch­spra­chi­gen Raum am besten an den Uni­ver­sitäten Erfurt und Münster stu­die­ren.

Hamburg - Männer und Frauen unter­schei­den sich in ihren Erwar­tun­gen an den Beruf: Bei einer reprä­sen­tati­ven Umfrage gaben 49 Prozent der Frauen an, an der Arbeit den Umgang mit Men­schen zu schät­zen. 42 Prozent der...

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Jeder dritte bis vierte Schüler nimmt Nachhilfe

Berlin - Jeder dritte bis vierte Schüler hat bis zum Ende seiner Schullauf­bahn eine Zeit lang kom­mer­ziel­len Nach­hil­feun­ter­richt in Anspruch genom­men.

Besonders häufig greifen die Eltern von Gym­nasias­ten und Real­schü­lern zu dieser bezahl­ten Lern­hilfe.

Die Schüler sind dabei häufig im klas­sischen Puber­täts­alter zwi­schen 12 und 16 Jahren. Die gefrag­tes­ten Nach­hil­fefächer sind Mathe­matik und Eng­lisch, zum Teil auch Deutsch. Das zeigt eine noch unver­öffent­lichte Studie des Ber­liner Bil­dungs­öko­nomen Dieter Dohmen für das Bun­des­bil­dungs­minis­terium. Die Studie liegt der Deut­schen Presse-Agentur dpa vor.

Akademikerkinder gut ver­die­nen­der Eltern seien unter den Nach­hil­feschü­lern beson­ders häufig ver­tre­ten - im Westen aber weitaus stärker als in den neuen Bun­des­län­dern. Grundsätz­lich gelte: „Je besser die Ein­kom­mens­situa­tion ist, desto eher wird Nach­hilfe bean­sprucht.” Dabei wird nicht nur dann zur Nach­hilfe gegrif­fen, wenn die Ver­set­zung gefähr­det ist oder eine Rückü­ber­wei­sung vom Gym­nasium zur Haupt­schule. Immer häu­figer nutzten ohnehin schon gute Schüler Nach­hil­feun­ter­richt, um für die Bewer­bung um eine Lehr­stelle oder einen Stu­dien­platz den Noten­schnitt noch weiter zu stei­gern.

Den jährlichen Umsatz des wachsenden Nach­hil­femark­tes bezif­fert Dohmen zwi­schen 0,9 bis 1,2 Mil­liar­den Euro jähr­lich - wobei er wegen des „Grau­bereichs zwi­schen Nach­bar­schafts­hilfe und Schwarz­arbeit” bei ein­zel­nen pri­vaten Anbie­tern auch auf höhere Schät­zun­gen ver­weist. Neben der kaum erfass­baren Zahl von Lehrern, Stu­den­ten oder älteren Schü­lern, die ihre Dienste wie immer schon als „Neben­job” anbie­ten, haben sich in Deutsch­land laut Studie inzwi­schen gut 3000 kom­mer­zielle Nach­hil­feschu­len eta­bliert. Jeweils etwa 1000 davon sind unter dem Dach der beiden Markt­füh­rer „Stu­dien­kreis” und „Schü­ler­hilfe” orga­nisiert - meist als „Fran­chise-Filia­len” von Pri­vat­unter­neh­mern mit Kon­zes­sion.

Bei vier Stunden pro Woche und ein­jäh­riger Bean­spru­chung von Nach­hil­feschu­len ent­stün­den den Eltern im Schnitt Kosten zwi­schen 1200 und 1750 Euro, schreibt Dohmen. Unter der Über­schrift „Zwei­fel­hafte Anbie­ter am Nach­hil­femarkt” ver­weist die Studie darauf, dass bun­des­weit etwa 30 Nach­hil­feschu­len mit der Scien­tology-Sekte in Ver­bin­dung gebracht werden. „Auch die NPD ver­brei­tet in Sachsen unter dem Deck­man­tel kos­ten­loser Schü­ler­nach­hilfe ihre Ideo­logien”, heißt es in der Unter­suchung.

Kritisiert wird in der Studie, dass zum Betrieb einer Nach­hil­feschule ledig­lich eine Gewer­bean­mel­dung nötig ist - und kein Qua­lifi­kati­ons­nach­weis des Betrei­bers oder der Lehr­kräfte. Auch können sich die Schulen leicht von der Umsatz­steuer befreien lassen. Dohmen ver­weist darauf, dass einige Großun­ter­neh­men inzwi­schen zwar Güte­sie­gel oder TÜV-Pla­ket­ten haben. Bun­des­weit ein­heit­liche Qua­litäts­stan­dards gebe es aber nicht.

Die Vize-Vor­sit­zende der Gewerk­schaft Erzie­hung und Wis­sen­schaft (GEW), Mari­anne Demmer, for­derte eine Qua­litäts­kon­trolle der pri­vaten Insti­tute durch die Schulauf­sicht des Staates. „Jeder Wirt muss bestimmte Voraus­set­zun­gen erfül­len, bevor er im Lokal Gäste bedie­nen darf. Auch für Nach­hilfe­insti­tute müssen selbst­ver­ständ­lich ver­bind­liche Qua­litäts­kri­terien gelten”, sagte sie. Gute Schul­poli­tik müsse kom­mer­ziel­len Nach­hil­feun­ter­richt auf Dauer über­flüs­sig machen. Die indi­vidu­elle För­derung des ein­zel­nen jungen Men­schen sei am besten in einer „Ganz­tags­schule für alle Schüler” zu gewähr­leis­ten.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/05/service/berufbildung/t/rzo423028.html
Montag, 05. Mai 2008, 15:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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