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Donnerstag, 23. Nov. 17
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Top-Job NautikerHamburg - Die boo­mende See­fahrt macht den Beruf des Nau­tikers zum Top-Job. „Diese Fach­leute sind gefragt wie nie”, sagt Alex­andra Pohl vom Verband Deut­scher Reeder (VDR) in Hamburg.

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Wie werde ich...? Nautiker

Hamburg - Die boo­mende See­fahrt macht den Beruf des Nau­tikers zum Top-Job.

Top-Job Nautiker

Navigation muss jeder ange­hende nau­tische Offi­zier lernen. (Bild: Nord­capi­tal/Vielmo/dpa/tmn)

„Diese Fach­leute sind gefragt wie nie”, sagt Alex­andra Pohl vom Verband Deut­scher Reeder (VDR) in Hamburg.

Kapitän Karlheinz Follert , Geschäfts­füh­rer des Ver­ban­des Deut­scher Kapitäne und Schiff­sof­fiziere, kann dies nur bestäti­gen. Ree­dereien bieten Nau­tikern großzü­gig aus­gestat­tete Heu­erver­träge. Und auch an Land finden sie gute Arbeitsplätze.

Die See­fahrt ist dabei keine reine Män­ner­domäne mehr: Einige Dutzend Frauen haben es bereits in die mari­timen Führungs­posi­tio­nen geschafft, einige fahren als „Kapitä­nin”. Doch das Inter­esse an einer Lauf­bahn als Seemann reicht nicht aus. Frank Ziemer, Pro­fes­sor im Fach­bereich See­fahrt an der Hoch­schule Wismar/War­nemünde, weist darauf hin, dass „außer der Liebe zum Beruf Durch­set­zungs­ver­mögen, Ein­füh­lungs­ver­mögen und Team­geist gefor­dert sind. An Bord leben die Men­schen ständig auf engem Raum zusam­men.”

Nach erfolgreichem Realschulabschluss müssen die ange­hen­den Nau­tiker zwei Jahre eine Berufs­fach­schule besu­chen und Prak­tika an Bord von Schif­fen absol­vie­ren, um Schiffs­betriebs­tech­nischer Assis­tent (SBTA) zu werden. Nach zwölf Monaten Fahrt beginnt an einer der Fach­schu­len in Cux­haven, Leer, Flens­burg oder War­nemünde der auf zwei Jahre ange­legte Bil­dungs­gang Nautik. „Absol­ven­ten erhal­ten dann das Befähi­gungs­zeug­nis zum Nau­tischen Wach­offi­zier”, erklärt Pohl.

Ein Jahr kürzer ist die Aus­bil­dung bei Fach­hoch­schul­reife oder Abitur. Zwei Aus­bil­dungs­zweige sind hier vor­gese­hen: Nach einem Jahr Prak­tikum an Bord als Nau­tischer Offi­zier­sas­sis­tent folgen sechs Semes­ter Fach­hoch­schul­stu­dium. „Dann gibt es das Befähi­gungs­zeug­nis. Oder man ent­schei­det sich für acht Semes­ter Fach­hoch­schul­stu­dium, von denen zwei im Dienst an Deck zu absol­vie­ren sind.”

„Alle angehenden Offiziere erwartet ein stram­mes Lern­pen­sum”, so Follert. Den größten Zei­tauf­wand erfor­dert der Bereich Schiffs­führung. Außer Navi­gation werden auch Meteo­rolo­gie und mari­times Eng­lisch unter­rich­tet. See­fahrt­bezo­gene Natur­wis­sen­schaf­ten, Mathe­matik, Physik, Schiffs­tech­nik, Umwelt­schutz und Sicher­heit nehmen breiten Raum ein, ebenso Ladungs­umschlag und Stauung. Offi­ziere müssen auf hoher See aber auch in der Lage sein, medi­zini­sche Not­ver­sor­gung zu leisten.

Mit dem Befähi­gungs­zeug­nis zum Wach­offi­zier beginnt die Lauf­bahn an Bord. Nach min­des­tens einem Jahr See­fahrt­zeit besteht nach den Bestim­mun­gen die Mög­lich­keit des Auf­stiegs zum Ersten Nau­tischen Offi­zier, dem Stell­ver­tre­ter des Kapitäns. Welcher „Erste” mit der Schiffs­führung beauf­tragt wird, ent­schei­det nach Angaben von Ziemer immer die Ree­derei. In der Regel fahren die „Ersten” mehrere Jahre in dieser Posi­tion.

Die Einstiegsgehälter für Nautische Wach­offi­ziere liegen nach den Heu­erver­trag bei knapp 4000 Euro. Erste Offi­ziere können tarif­lich mit fast 5000 Euro rechnen, Kapitäne erhal­ten ent­spre­chend mehr. Roman­tische Kli­schees treffen auf die moderne See­fahrt nicht zu. Durch den schnel­len Güter­umschlag bleibt in den Häfen selten Zeit für einen aus­gedehn­teren Land­gang. Manche Offi­ziere suchen sich deshalb nach einigen Jahren mit Erfolg einen Job an Land. „In Schiff­fahrtsäm­tern und anderen Behör­den arbei­ten auch Männer, die früher zur See fuhren”, nennt Follert als Bei­spiel.

Wer an Land leben und trotz­dem auf Schif­fen arbei­ten möchte, ist bei den Lotsen gut auf­geho­ben. „Wir haben einen hohen Bedarf an nau­tischem Führungs­per­sonal”, erklärt Kapitän Dieter Blöchl, Vor­sit­zen­der der Bun­des­lot­sen­kam­mer in Hamburg. Dieses Problem trifft auf die gesamte deut­sche See­schiff­fahrt zu.

Informationen: Verband Deutscher Reeder (VDR), Espla­nade 6, 20354 Hamburg, Telefon: 040/35 09 70; Berufs­bil­dungs­stelle See­schiff­fahrt, Brei­ten­weg 57, 28195 Bremen, Telefon: 0421/17 36 70

INFO: Voraus­set­zung ist See­dienst­taug­lich­keit

Die Grund­vor­aus­set­zung für eine Kar­riere als Nau­tiker ist die See­dienst­taug­lich­keit. Dazu gehören nach Angaben der See-Berufs­genos­sen­schaft in Hamburg ein „gutes Hör- und Seh- und intak­tes Far­bun­ter­schei­dungs­ver­mögen”. Außer­dem dürfen keine chro­nischen Krank­hei­ten vor­han­den sein. Ein Ver­trau­ens­arzt checkt nach einer Grund­unter­suchung den Gesund­heits­zustand etwa alle zwei Jahre. Erwar­tet werden von Bewer­bern außer­dem ein guter Real­schul­abschluss, Fach­hoch­schul­reife oder Abitur.

Verband Deut­scher Reeder: www.ree­der­ver­band.de

Berufs­bil­dungs­stelle See­schiff­fahrt: www.berufs­bil­dung-see.de Von Horst Heinz Grimm, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/05/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo422902.html
Montag, 05. Mai 2008, 11:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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