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Wie werde ich...? Drechsler

Fürth/Anna­berg-Buch­holz - Drechs­ler sind Fein­moto­riker, bei ihrer Arbeit mit Holz muss buchstäb­lich alles rund laufen. Lehr­stel­len gibt es aber nicht im Über­fluss.

Drechsler

Zur Aus­bil­dung gehört auch, das Drech­seln einer Holz­schale zu lernen. (Bild: dpa/tmn)

„Es ist eher ein kleines Hand­werk”, sagt Bun­desin­nungs­meis­ter Gerhard Preick aus Springe bei Han­nover. „Viele Betriebe haben nur zwei oder drei Mit­arbei­ter.” „Ich werde oft gefragt, was Drechs­ler eigent­lich machen”, sagt die 24-jährige Julia Buß aus Darm­stadt, die das Hand­werk an der Berufs­fach­schule in Michel­stadt gelernt hat. Der Vorteil dort sei gewesen, „dass man sich ganz aufs Lernen kon­zen­trie­ren kann”.

Am Anfang lerne man, einfache Formen zu drech­seln. „Ich musste als erstes ein Vier­kant­holz rund­machen.” Ansch­ließend durfte sie sich an Kugeln, Ker­zenstän­dern, Schalen und Tee­lich­tern pro­bie­ren. „Richtig schwie­rig wird es, wenn man etwas Großes drehen muss.” Hand­werk­liches Geschick ist unver­zicht­bar, „es kommt auf feinste Bewe­gun­gen an”.

Klassisch für die Drechs­ler­aus­bil­dung ist der Weg, für den sich Julia Buß ent­schie­den hat, aller­dings nicht. Üblich ist eine Kom­bina­tion aus Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufs­schule. In diesem Fall wird er als Blo­ckun­ter­richt erteilt, Schul­stand­orte sind Seiffen in Sachsen und Bad Kis­sin­gen in Franken.

Wie viele Azubis nach den klassischen Hand­werks­tech­niken arbei­ten, hängt sehr vom Betrieb ab, erläu­tert Preick: Wo nach indi­vidu­ellen Vor­gaben gefer­tigt wird, spielt die Arbeit von Hand eine größere Rolle. Für größere Stück­zah­len bietet sich dagegen die maschi­nelle Her­stel­lung an, etwa für Trep­penstäbe oder Deko-Artikel für Lampen. „Dafür haben wir inzwi­schen eine CNC-Dreh­bank”, sagt Preick. Bedie­nen könne die com­puter­gesteu­erte Anlage jeder Geselle. Viel wich­tiger als der Umgang mit der Maschine sei aber, das Drehen von Hand zu lernen.

Traditionell großes Gewicht hat das Drechs­ler­hand­werk in Sachsen. Das gilt vor allem für das Erz­gebirge. Jens König zum Bei­spiel hat seinen Betrieb in Anna­berg-Buch­holz. Schon sein Vater war Drechs­ler - seitdem hat sich aller­dings einiges ver­ändert. Die Holz­pyra­miden, für die die Region berühmt ist, lassen sich immer schwe­rer ver­kau­fen. Wenn jedes Ein­zel­teil auf tra­ditio­nelle Weise her­gestellt wird, sind die Preise kaum kon­kur­renz­fähig. Also wird gespart: „Die Figuren für die Pyra­miden werden kaum noch per Hand bemalt”, bedau­ert König. Er hat sich daher schon vor einigen Jahren nach Alter­nati­ven umge­sehen.

Eine ist der Schiffsinnenausbau , etwa für Aida Cruises. „Treppen, Gelän­der­stäbe, Parkett, Intar­sien”, zählt König auf. „Wir arbei­ten aber auch viel mit Archi­tek­ten­büros und Desi­gnern zusam­men.” Mit der Hand zu drech­seln, bleibt für König etwas, auf das er nicht ver­zich­ten möchte - manch­mal nur „aus Spaß an der Freude”. Ver­die­nen lässt sich damit kaum etwas, „aber es sieht einfach toll aus”.

Informationen: Verband des Deut­schen Drechs­ler- und Holz­spiel­zeug­macher-Hand­werks, Post­fach 19 64, 90709 Fürth, Telefon: 0911/74 08 50, E-Mail: KHSFu­erth@t-online.de

INFO: Bezah­lung ori­entiert sich am Schreiner­hand­werk

Die Zahl der Aus­zubil­den­den im Drechs­ler­hand­werk ist über­schau­bar - in den ver­gan­genen Jahren waren es in Deutsch­land ins­gesamt um die 50. Die Bezah­lung der Azubis lehnt sich dabei an die im Schreiner­hand­werk an: Die Aus­zubil­den­den können nach Angaben des Ver­ban­des des Deut­schen Drechs­ler- und Holz­spiel­zeug­macher-Hand­werks in Fürth monat­lich zwi­schen 375 im ersten und 605 Euro im dritten Lehr­jahr erwar­ten. Von Andreas Heimann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/03/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo406325.html
Montag, 03. März 2008, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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