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Samstag, 18. Nov. 17

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Nach geplatztem Yahoo!-Kauf sucht Microsoft neue Ziele

New York - Am Ende ging alles ganz schnell: Drei Monate lang geschah im Mega-Über­nah­mekampf zwi­schen Micro­soft und Yahoo! außer Säbel­ras­seln wenig.

Dann legte der Soft­ware­riese am Samstag mal eben fünf Mil­liar­den Dollar mehr auf den Tisch.

Als sich Yahoo! immer noch zierte , stand der als Stur­kopf bekannte Micro­soft-Chef Steve Ballmer auf, ging und ließ den für fast 50 Mil­liar­den Dollar geplan­ten Deal platzen. Viele Exper­ten spre­chen von einem Sieg der Ver­nunft und erwar­ten nun rasch andere, klei­nere Zukäufe Micro­softs. Lachen­der Dritter sei zunächst in jedem Fall der Erz­rivale Google - und Yahoo! der dro­hende große Ver­lie­rer.

Ballmer ließ noch am Woche­nende keinen Zweifel daran, dass er nun im Kampf gegen den bei Such­anzei­gen domi­nan­ten Google-Konzern nach neuen Über­nah­mezie­len Aus­schau halten werde. Mit etwas anderem als dem Spit­zen­platz bei Suche, Werbung und Netz­wer­ken im Inter­net gibt sich ein Gigant wie Micro­soft nicht zufrie­den: „Unser klares Ziel ist es, auf jedem dieser Felder führend zu sein”, kün­digte der 52-Jährige in einer inter­nen E-Mail an die Mit­arbei­ter an. Ein paar Mil­liar­den Dollar mehr hätte er sich mit der prallen Micro­soft-Kriegs­kasse leicht leisten können. Aber der Wider­stand von Großak­tionären und auch aus dem eigenen Haus war am Ende wohl zu groß gewor­den.

Ballmer weiß aber auch, dass die Web-Akti­vitäten des Windows-Kon­zerns drin­gend einen Schub von außen benöti­gen. Der Onli­nedienst MSN hinkt weit hinter Ange­boten wie Yahoo! hin­ter­her. Die Micro­soft-Suche „Live Search” kann nicht mit Google mit­hal­ten. Und auch die im „adCen­ter” ver­ein­ten Bemühun­gen um den Online-Wer­bemarkt können Google samt DoubleClick nicht wirk­lich in Ver­legen­heit bringen. Hier liegt Micro­soft abge­schla­gen auf Platz drei noch hinter Yahoo!.

Den größten Schaden sehen Exper­ten aber bei Yahoo!, dessen Chef und Gründer Jerry Yang (39) die Micro­soft-Mil­liar­den als zu wenig ablehnte. Das emo­tio­nale Fest­hal­ten an seinem „Baby” Yahoo! könnte den ratio­nalen Blick aufs Geld etwas getrübt haben. Am Ende hätten Yahoo!-Aktionäre 70 Prozent Auf­schlag auf den Kurs vor dem Micro­soft- Werben bekom­men. Dem werden manche viel­leicht noch nach­wei­nen - oder auch gegen Yang auf die Bar­rika­den gehen, meinen Ana­lys­ten. Yang habe „ganz schön Geld auf dem Tisch liegen lassen”, hieb Ballmer in einem Brief an den Kon­kur­ren­ten denn auch gleich in die Kerbe. Yahoo! bleiben jetzt nur die während des Tau­zie­hens par­allel ver­han­del­ten Bünd­nisse etwa mit Ball­mers Erz­feind, Google-Chef Eric Schmidt (53).

Für Microsoft werden sich als Alter­native zum wider­spens­tigen Über­nah­meziel Yahoo! nun etliche Web-Firmen ins Ram­pen­licht drängen. Beim Medien­gigan­ten Time-Warner in New York wittern die Manager jetzt eine neue Chance, die unge­liebte Online-Tochter AOL als Braut für Micro­soft her­aus­zuput­zen. Aller­dings ist ein Gutteil der jüngs­ten AOL-Erfolge der Zusam­men­arbeit mit Google geschul­det. Der Rivale hält zudem fünf Prozent an AOL. Das macht ein Geschäft mit Micro­soft nicht ein­facher. Auch Yahoo! ver­han­delte zuletzt mit AOL über eine Allianz.

Auf dem Feld der boo­men­den Online-Netz­werke hat Micro­soft bereits bei Face­book mit einem kleinen Anteil und Koope­ratio­nen einen Fuß in der Tür. Daneben dürften vor allem klei­nere Web-2.0-Firmen ins Visier von Ballmer gelan­gen. Ein junger Star der Web-Com­munity wie der Mikro-Blog­ging­dienst Twitter ist nach Schät­zun­gen schon für 150 Mil­lio­nen Dollar zu haben. In ähn­lichen Dimen­sio­nen bewegen sich populäre Web-2.0-Ange­bote wie Digg, Fri­endFeed, Meebo oder Ning.

Kleinere Häuser dürften auch leichter in Micro­softs Fir­men­kul­tur zu inte­grie­ren sein als große Player. Bei Yahoo! kam erschwe­rend hinzu, dass das kali­for­nische Unter­neh­men quasi alle Akti­vitäten auf dem tech­nischen Fun­dament einer quell-offenen Soft­ware („Open Source”) auf­gesetzt hatte, während Micro­soft fast aus­sch­ließ­lich Tech­nolo­gien aus dem eigenen Hause ver­wen­det. Ent­spre­chend groß war der Wider­stand inner­halb von Micro­soft. Und der Blog „Mini-Micro­soft”, in dem ein anony­mer Micro­soft-Mit­arbei­ter oft hoch­ran­gige Interna aus­plau­dert, jubi­lierte: „Zwar hat Ver­nunft das ver­rückte Angebot nicht ver­hin­dert, aber dafür jetzt wenigs­tens seine Umset­zung.”

Doch zu sicher dürfen sich die Gegner des Geschäfts bei Micro­soft und Yahoo! nicht fühlen. Sollte am Montag der Yahoo!-Kurs wie erwar­tet an der Börse in den Keller rau­schen, könnte eine Revolte der ent­täusch­ten Aktionäre die Yahoo!-Spitze zu einem Kurs­wech­sel zwingen und das Unter­neh­men doch noch in Ball­mers Arme treiben. Viel­leicht nicht ohne Hin­ter­gedan­ken schrieb er im „Abschieds­brief” an Yang bit­ter­süß: „Vielen Dank noch einmal für die Zeit, die wir mit der Dis­kus­sion über die Sache ver­bracht haben.”

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/04/service/computer/t/rzo422703.html
Sonntag, 04. Mai 2008, 14:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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