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Dienstag, 10. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

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Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Oft keine leichte Geburt: Kaiserschnitt auf Wunsch

Düs­sel­dorf/Karls­ruhe - Eine Geburt beginnt nor­maler­weise spontan.

 Kaiserschnitt auf Wunsch

Viele wer­dende Mütter haben Angst vor stun­den­lan­gen Wehen­schmer­zen - ein Wunsch-Kai­ser­schnitt ist aber meist nicht die Lösung. (Bild: Tech­niker Kran­ken­kasse/dpa/tmn)

Manchmal kommt der Nach­wuchs zum berech­neten Stich­tag, meis­tens aller­dings nicht. Ganz anders ist das bei einem Kai­ser­schnitt auf Wunsch.

Da weiß die werdende Mutter schon Wochen im Voraus, an welchem Tag sie ihr Baby endlich in den Armen halten wird. Die Risiken einer solchen Ope­ration sind in den ver­gan­genen Jahren stark gesun­ken, die Ent­schei­dung sollte dennoch gut über­legt werden.

„Kon­flikte und Kom­pli­katio­nen kann es sowohl bei der vagi­nalen als auch bei der Kai­ser­schnitt­geburt geben”, sagt Edith Wolber vom Bund Deut­scher Heb­ammen in Karls­ruhe. „Bei einem geplan­ten Kai­ser­schnitt wird das Kind in der Regel zwei bis drei Wochen vor der eigent­lichen Geburt geholt”, nennt sie einen Nach­teil.

Ein weiterer sind die Kosten: Ein Kai­ser­schnitt ist doppelt so teuer wie eine normale Geburt und wird als Wunsch­kai­ser­schnitt nor­maler­weise nicht von den Kran­ken­kas­sen bezahlt. Eine Indi­kation wird jedoch meist gefun­den. „Die Kassen tun sich schwer, die Indi­katio­nen der Ärzte anzu­zwei­feln”, so Wolbers Erfah­rung.

Stundenlang in den Wehen zu liegen, scheint für viele wer­dende Mütter heute eine unan­geneh­mere Vor­stel­lung, als die einer Ope­ration mit Bauch­schnitt. „Dabei wird der Schmerz nur zeit­lich ver­scho­ben”, sagt Wolber. „Der Geburts­schmerz wird ein­getauscht gegen Schmer­zen nach der Geburt.” Angst sei eine völlig normale Reak­tion die zu jeder Lebens­ver­ände­rung gehöre. „Die Angst mit Mitteln der Technik zu umgehen, kann nicht unbe­dingt die Lösung sein.”

Bei einem Kaiserschnitt bleiben die übli­chen Risiken einer großen Ope­ration: Narkose, Throm­bose­gefahr oder Infek­tio­nen. „Das Todes­fall­risiko der Mutter ist weit­gehend ver­gleich­bar mit dem bei einer nor­malen Geburt”, sagt Pro­fes­sor Klaus Vetter von der Deut­schen Gesell­schaft für Gynä­kolo­gie und Geburts­hilfe in Berlin.

Für den Säug­ling besteht beim Kai­ser­schnitt vor allem das Risiko einer gestör­ten Anpas­sung der Atmung. „Da der Säug­ling nicht durch den Geburts­kanal gezwängt wird, kann das Frucht­was­ser unge­nügend aus der Lunge gepresst werden”, erklärt Vetter. Hier kann es zu vor­über­gehen­den „Anpas­sungs­störun­gen” kommen. Stillen könne man sein Kind aber auch nach einem Kai­ser­schnitt schon am Tag der Geburt.

Schwierigkeiten kann es allerdings geben, wenn bei wei­teren Schwan­ger­schaf­ten die Geburt vaginal erfol­gen soll. „Nach dem Ein­griff hat die Frau natür­lich ein Loch in der Gebär­mut­ter und diese Narbe kann bei der nächs­ten Schwan­ger­schaft unter den Wehen platzen”, erklärt Vetter. Bei einer erneu­ten Schwan­ger­schaft könne auch die Pla­zenta vor den Ausgang der Gebär­mut­ter rut­schen oder mit deren Mus­kula­tur ver­wach­sen. „Will die Frau also mehrere Kinder haben, sollte sie sich solcher schwer­wie­gen­der Pro­bleme bewusst sein.”

Dennoch ist die Option auf einen Kai­ser­schnitt als Alter­native zur vagi­nalen Geburt für viele Frauen eine enorme Ent­las­tung. „Viele Frauen werden erst schwan­ger, wenn der Druck vaginal gebären zu müssen, nicht auf ihnen lastet”, sagt Wolf­gang Cremer, Lan­des­vor­sit­zen­der des Berufs­ver­ban­des der Frau­enärzte in Hamburg. „Oft tun dann die Hormone in der Schwan­ger­schaft ihr übriges und die Frauen wollen letzt­end­lich doch lieber eine natür­liche Geburt.”

„Jede werdende Mutter sollte indi­vidu­ell betreut und achtsam über die Folgen eines Kai­ser­schnit­tes auf­geklärt werden”, rät Katrin Miko­litch, Ärztin und Grün­derin des Kai­ser­schnitt-Netz­wer­kes in Düs­sel­dorf. Sie emp­fiehlt, die indi­vidu­elle Angst vor einer vagi­nalen Geburt zu ergrün­den und ihr einen Raum zu geben: „Die Angst muss erst einmal da sein dürfen, damit sie sich auch ver­ändern kann.”

Dann könne her­aus­gefun­den werden, woher die Angst kommt und wie man sie bear­bei­ten kann. „Die Geburt ist Spiegel der eigenen Bio­gra­fie”, sagt Miko­litch. „Manch­mal kommt die Angst daher, dass bei der Frau das Ver­trauen in den eigenen Körper abhan­den gekom­men ist.” Ärzte, Heb­ammen und Müt­ter­grup­pen können bei der Aus­ein­ander­set­zung mit der Angst helfen - je früher und inten­siver die Beglei­tung ist, desto besser.

INFO: Bade­rituale fördern Mutter-Kind-Bindung

Sowohl nach einem gewünsch­ten als auch nach einem medi­zinisch not­wen­digem Kai­ser­schnitt kann die Mutter-Kind-Bindung durch Bade­rituale gestärkt werden. Wird der Säug­ling nach einem Bad noch nackt und nass auf den nackten Oberkör­per der Mutter gelegt, erin­nert das an die ersten unge­stör­ten Minuten nach einer Geburt. So wird wich­tige Nähe her­gestellt. Von Miriam Braun, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/26/service/gesundheit/t/rzo412282.html
Mittwoch, 26. März 2008, 10:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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