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Dienstag, 10. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Brustkrebs wird oft nicht optimal behandelt

Köln/Ulm - Dia­gnose Brust­krebs - jede achte Frau in Deutsch­land muss sich mit diesem Schick­sal aus­ein­ander­set­zen.

Brustkrebs-Untersuchung

Untersuchungsmethoden müssen auf dem neues­ten Stand sein: Genaue Leit­linien geben die Brust­krebs-Behand­lung vor. (Bild: dpa/tmn)

Mit jähr­lich rund 57 000 Neu­erkran­kun­gen ist das Mamm­akar­zinom damit die bei Frauen häu­figste Krebser­kran­kung.

Und immer noch sterben laut Statistik vier von zehn Pati­entin­nen an den Folgen des Tumors. Doch allein durch die Anwen­dung der neusten medi­zini­schen Erkennt­nisse und die bessere fachü­ber­grei­fende Zusam­men­arbeit von Ärzten könnten viele Pati­entin­nen wirk­samer behan­delt werden - und länger leben.

Im Gegen­satz zu vielen anderen Ländern werde Brust­krebs in Deutsch­land meist hei­mat­nah außer­halb von spe­zia­lisier­ten Krebs­zen­tren behan­delt, sagt Prof. Peter Mall­mann von der Uni­ver­sitäts­frau­enkli­nik Köln. Die Folge: Pati­entin­nen sterben, weil sie nicht so behan­delt werden, wie es den evi­denz­basier­ten Leit­linien ent­spricht. Diese The­rapie­emp­feh­lun­gen bauen auf gesi­cher­ten wis­sen­schaft­lichen Kennt­nis­sen auf.

Solche Missstände belegen auch Ergeb­nisse des vom Bun­des­for­schungs­minis­terium (BMBF) geför­der­ten BRENDA-Pro­jek­tes: Nur rund die Hälfte aller Brust­kreb­spa­tien­tin­nen in Deutsch­land wird den Leit­linien gemäß behan­delt. Ins­beson­dere sehr junge Pati­entin­nen unter 35 Jahren und Frauen über 75 bekom­men ver­gleichs­weise selten eine The­rapie, die aktu­ellen Emp­feh­lun­gen ent­spricht.

Dabei steht der Nutzen einer leit­lini­enge­rech­ten The­rapie außer Zweifel: Die gemäß dem Ideal behan­del­ten Pati­entin­nen über­leb­ten nicht nur länger. Bei ihnen dauere es auch länger, bis nach einer erfolg­rei­chen The­rapie erneut ein Tumor auf­tritt, erläu­tert Prof. Rolf Krei­enberg von der Uni­ver­sitäts­frau­enkli­nik Ulm, der lei­tende Wis­sen­schaft­ler des Pro­jek­tes.

Eine komplette Brustkrebstherapie setzt sich aus ver­schie­denen Abschnit­ten zusam­men: Neben der Brust-OP sind dies die Ent­fer­nung der Lymph­kno­ten aus der Ach­sel­höhle und die Strah­len-, Chemo- und Hor­mon­the­rapie. Jedes Mal sind Ent­schei­dun­gen gefragt - und jedes Mal sind Fehler möglich. Je mehr Abwei­chun­gen von der Ide­althe­rapie, desto schlech­ter sind die Über­lebenschan­cen: Acht von zehn leit­lini­enge­recht behan­del­ten Pati­entin­nen haben den BRENDA-Daten zufolge auch nach fünf Jahren keinen erneu­ten Tumor. Bei den nicht leit­lini­enge­recht the­rapier­ten Frauen sind es nur sechs von zehn.

Damit alle Brust­kreb­spa­tien­tin­nen in Deutsch­land in den Genuss der best­mög­lichen The­rapie kommen, sind mehr als die bisher rund 160 zer­tifi­zier­ten Brust­krebs­zen­tren in Deutsch­land not­wen­dig. Der Onko­loge Krei­enberg, selbst Leiter eines solchen Zen­trums, schätzt den bun­des­wei­ten Bedarf auf 250.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer opti­malen The­rapie bei Brust­krebs und anderen Krebs­arten ist die fachü­ber­grei­fende Zusam­men­arbeit von Ärzten. Wie die aus­sehen kann, zeigt sich bei der inter­dis­ziplinären Tumor­sprech­stunde des Cen­trums für Inte­grierte Onko­logie (CIO) der Uni­kli­nik Köln. In einem Arbeits­zim­mer des Kli­nik­hoch­hau­ses sitzen einer Pati­entin drei Ärzte gegenü­ber: ein Chirurg, ein Strah­len­the­rapeut und ein inter­nis­tischer Onko­loge. Sie ent­wer­fen gemein­sam mit der Pati­entin den ange­mes­senen The­rapie­plan.

Das Angebot der inter­dis­ziplinären Tumor­sprech­stunde steht nicht nur Pati­enten der Kölner Uni­kli­nik zur Ver­fügung. Jeder Krebs­kranke, der bei­spiels­weise nach der Dia­gnose eines Tumors eine zweite Meinung von Fach­leu­ten ein­holen will, könne das Angebot des CIO nutzen, sagt Prof. Jürgen Wolf, ärzt­licher Leiter des Cen­trums. Ange­boten wird die Tumor­sprech­stunde zum Bei­spiel bei Bauch­spei­cheldrü­sen-, Leber-, Lungen- oder Darm­krebs. Von Arnd Petry, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/02/service/gesundheit/t/rzo414094.html
Mittwoch, 02. April 2008, 10:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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