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Sonntag, 15. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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60 Jahre Weltgesundheitsorganisation

Genf - Seit nunmehr 60 Jahren kämpft die Welt­gesund­heits­orga­nisa­tion (WHO) für das Wohl der Mensch­heit.

60 Jahre WHO

Blick in eine Ver­samm­lung der Welt­gesund­heits­orga­nisa­tion (WHO) im Haupt­quar­tier der UN in Genf. (Bild: dpa)

Am 7. April 1948 trat die Ver­fas­sung der UN-Orga­nisa­tion in Kraft.

Nach sechs Jahrzehnten ziehen die Verant­wort­lichen am Genfer Haupt­quar­tier jetzt zwar eine posi­tive Bilanz, zum Jubeln besteht aber wohl kein Anlass. Die glo­balen Anstren­gun­gen der Orga­nisa­tion selbst spie­geln sich auch in ihren Mit­arbei­ter­zah­len wider: Standen vor zehn Jahren noch 4000 Men­schen im Dienste der Welt­gesund­heit, so hat sich deren Zahl bis heute mehr als ver­dop­pelt. Sie arbei­ten in 147 Ländern.

Die Grün­dung der WHO hatten Bra­silien und China 1945 bei einer UN-Kon­ferenz in San Fran­cisco vor­geschla­gen. Eine inter­natio­nale Gesund­heits­tagung nahm am 22. Juli 1946 in New York die WHO-Satzung an, die fast zwei Jahre später in Kraft trat. Ihr Ziel: Das Errei­chen eines Höchst­maßes an Gesund­heit für alle Völker der Erde. Ihre Auf­fas­sung: „Gesund­heit ist ein Zustand von kom­plet­tem phy­sischem, geis­tigem und sozia­lem Wohl­befin­den und nicht ledig­lich das Fehlen von Krank­heit oder Schwäche.” Mar­garet Chan, seit Novem­ber 2006 Gene­ral­direk­torin der WHO, ergänzt: „Unsere Haupt­für­sorge muss den benach­tei­lig­ten und ver­letz­lichen Gruppen gelten.”

Dafür steht der Organisation in diesem und im nächs­ten Jahr ein Etat von 4,2 Mil­liar­den US-Dollar (2,7 Mil­liar­den Euro) zur Ver­fügung. Die Gesund­heit hängt laut WHO von zahl­rei­chen Fak­toren ab: Wirt­schaft, Land­wirt­schaft, Lebens­mit­tel­sicher­heit, Sozi­alge­füge und Bildung, aber auch Handel, Energie oder Verkehr. Beschäf­tigte sich die WHO in ihren Anfangs­jah­ren noch vor­wie­gend mit dem Kampf gegen Epi­demien, strebt sie nun Ver­bes­serun­gen in allen Berei­chen an.

Damit kommt ihr nach eigenem Ver­ständ­nis eine weitaus größere Rolle zu als nur die Über­wachung der Aus­brei­tung von Krank­hei­ten oder Schutz­imp­fun­gen. Es geht der Orga­nisa­tion auch um die Stär­kung der Gesund­heits­sys­teme in den ein­zel­nen Ländern und Regio­nen. Dieser Stand­punkt findet nicht überall einen gleich posi­tiven Wider­hall, da die WHO damit auch in natio­nale Befind­lich­kei­ten ein­greift.

Mit der Chinesin Chan, die vor ihrem Amt in Genf den ersten Vogel­grip­peaus­bruch 1997 sowie die Lun­gen­krank­heit SARS in Hong­kong 2003 über­wachte, wurden weitere Gesund­heits­pro­gramme gest­artet. Die WHO setzt welt­weite Stan­dards zum Bei­spiel für Medi­kamente oder Trink­was­ser­qua­lität und erforscht die Zusam­men­hänge zwi­schen Umwelt, Kli­mawan­del und Gesund­heit.

Schon Chans Vor­gän­gerin, die Nor­wege­rin Gro Harlem Brundt­land, hatte ver­sucht, das Image der Orga­nisa­tion gründ­lich auf­zupo­lie­ren. Unter der zehn­jäh­rigen Führung des umstrit­tenen Japa­ners Hiroshi Naka­jima war der WHO zuvor vor allem Miss­mana­gement und Inkom­petenz vor­gewor­fen worden. Viele Hilfs­orga­nisa­tio­nen hatten in dieser Zeit ihre eigenen Gesund­heits­pro­gramme auf­gelegt. Anstatt die Führungs­rolle bei der Aids-Bekämp­fung zu bean­spru­chen, ließ Naka­jima die Ein­rich­tung einer neuen Behörde (UNAIDS) zu, an der die WHO bis heute nur als eine von vielen Orga­nisa­tio­nen betei­ligt ist.

Dennoch kann die WHO auf bemerkenswerte Erfolge zurück­bli­cken; der spek­takulärste war die Aus­rot­tung der Pocken 1980. Ohne das umfang­rei­che Impf­pro­gramm wären bis heute weitere 40 Mil­lio­nen Men­schen an Pocken gestor­ben. Bis Ende 2008 sollte die Kin­der­läh­mung aus­gerot­tet sein - ein Ziel, das nicht mehr erreicht werden kann.

Die WHO über­wacht die Mel­depflicht anste­cken­der Krank­hei­ten und initi­iert die Ent­wick­lung neuer Impf­stoffe, wie beim Auftau­chen der Vogel­grippe in Hong­kong. Ihrer Befürch­tung, dass eine welt­weite Epi­demie (Pan­demie) aus­bre­chen könnte, wenn ein neuer Virus-Subtyp auf­träte, der Men­schen infi­zie­ren und sich von Mensch zu Mensch aus­brei­ten kann, setzt sie ihre ganze inter­natio­nale Ver­net­zung - auch mit Phar­makon­zer­nen - ent­gegen. Gegen­wär­tig breitet sich das aggres­sive H5N1-Virus noch nicht von Mensch zu Mensch aus, aber bisher sind schon 238 Men­schen an der Vogel­grippe gestor­ben.

Als großer Erfolg wird das noch von Brundt­land initi­ierte erste WHO-Rah­menü­berein­kom­men zur Gesund­heits­vor­sorge ange­sehen, die 2003 ver­abschie­dete Anti-Tabak-Kon­ven­tion. Die WHO muss aber auch hier ein­räu­men, dass von den bisher 150 Teil­neh­mer­staa­ten nicht ein ein­ziger alle gefor­der­ten Maß­nah­men zur Kon­trolle des Tab­akkon­sums, wie Steu­erer­höhun­gen oder rauch­freie Zonen, erfüllt hat. Von Heinz-Peter Diet­rich, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/07/service/gesundheit/t/rzo415473.html
Montag, 07. April 2008, 12:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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