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Dienstag, 10. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Patienten in XXL: Neue Probleme für Krankenhäuser

Halle/Hamburg - Pati­enten, unter denen sich die OP-Tische biegen, sind für Oliver Mann fast Alltag.

Schwergewichtige Patienten

Stark über­gewich­tige Men­schen berei­ten als Pati­enten zuneh­mend auch den Kran­ken­häu­sern Sorge. (Bild: dpa)

Doch diese Pati­entin war selbst für den auf Fett­lei­big­keit spe­zia­lisier­ten Chir­urgen am Ham­bur­ger Uni­ver­sitäts­kli­nikum Eppen­dorf Rekord.

350 Kilogramm brachte die Frau auf die Waage. „Vor einigen Jahren war das noch die abso­lute Aus­nahme. Dieses Jahr hatten wir aber schon fünf, sechs Pati­enten über 200 Kilo.” Und Hamburg ist kein Ein­zel­fall. „Das ist ein Trend, der den Kran­ken­häu­sern zuneh­mend Sorge macht”, sagt Daniel Wos­nitzka von der Deut­schen Kran­ken­haus­gesell­schaft in Berlin.

Ein Blick in die Sta­tis­tiken zeigt, vor welch schwer­wie­gen­den Pro­ble­men das Gesund­heits­sys­tem steht. Nach Angaben des Sta­tis­tischen Bun­des­amts hat jeder zweite Erwach­sene in Deutsch­land Über­gewicht, davon gilt ein Fünftel als fett­lei­big. Vor allem Men­schen in den neuen Bun­des­län­dern haben zu viel Speck auf den Rippen - was die Sanitäter vom Deut­schen Roten Kreuz in Sachsen-Anhalt mit voller Wucht zu spüren bekom­men. „Das muss man sich wie bei einem Umzug vor­stel­len, manche Pati­enten wiegen ja so viel wie ein Klavier”, sagt der Spre­cher des DRK-Lan­des­ver­ban­des in Halle, Dirk Rohra.

Regelmäßig müssen die Rettungsteams die Feu­erwehr als Ver­stär­kung rufen, die in beson­ders schwe­ren Fällen auch mal Dreh­lei­ter oder Kran ein­setzt. „Das Haupt­pro­blem ist aber die Zeit”, betont Rohra. Der Trans­port der Schwer­gewich­tigen dauere viel länger, was in Not­fäl­len kri­tisch werden könne. Die Erste Hilfe ist bei fett­lei­bigen Kranken nicht einfach: Oft schei­tern die Helfer schon beim Messen des Blut­drucks, weil die Man­schette des Geräts nicht um die breiten Arme passt. Oder sie können Infu­sio­nen nicht setzen, weil die Venen unauf­find­bar sind.

Die Spe­zia­lis­ten im Kran­ken­haus behel­fen sich daher mit feinen Schnit­ten ins Fleisch. Während zwei Assis­ten­ten die Fett­mas­sen zur Seite drücken, sticht ein Arzt die Nadel in die frei­gelegte Vene. Für Oliver Mann sind die Ope­ratio­nen an den XXL-Pati­enten Schwerst­arbeit - nicht nur kör­per­lich. „Ich bin viel ange­spann­ter, weil ich immer daran denken muss, was theo­retisch pas­sie­ren könnte.” Bei Ein­grif­fen im Bauch­raum ver­sperrt ihm eine dicke Speck­schicht die Sicht auf Organe und Haupt­schlag­adern. Um diese nicht ver­sehent­lich zu ver­let­zen, muss er äußerst vor­sich­tig vor­gehen.

Bildgebende Verfahren sind den Ärzten dabei keine Hilfe. Ab einem gewis­sen Umfang passen die Pati­enten nicht mehr in die Röhren von Com­puter- oder Kern­spin­tomo­gra­phen, herkömm­licher Ultra­schall dringt nicht tief genug in das Gewebe. Siemens Medical Solu­tions in Erlan­gen ent­wickelt deshalb brei­tere Röhren und Ultra­schall­geräte mit einer tiefe­ren Reich­weite. Die Nach­frage nach der Spe­zial­aus­rüs­tung ist dem Unter­neh­men zufolge stei­gend, vor allem in den USA.

Dass sich mit der über­gewich­tigen Bevöl­kerung Geschäft machen lässt, haben Unter­neh­men wie Size­wise Rentals im west­fäli­schen Senden längt erkannt. Nach ame­rika­nischem Vorbild ver­mie­tet die Firma extra breite und stabile Betten, Geh­hil­fen, Rollstühle und Lift­sys­teme an Kran­ken­häu­ser. Um 40 Prozent sei der Umsatz im ver­gan­genen Jahr gestie­gen, berich­tet Geschäfts­füh­rer Uwe Gabler.

Für Manns Rekord-Patientin musste die Ham­bur­ger Uni­kli­nik noch ein Bett mieten. Künftig wird das nicht mehr nötig sein: Ende dieses Jahres will das Kran­ken­haus in einen Neubau umzie­hen, in dem Betten und OP-Tische auf Über­größe aus­gelegt sind. Bis zu 350 Kilo­gramm werden die Tische nach Angaben von Mann ver­kraf­ten - einer davon sogar 500 Kilo­gramm. Von Irena Güttel, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/09/service/gesundheit/t/rzo416045.html
Mittwoch, 09. April 2008, 11:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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