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Montag, 9. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Zu viel Salz ist ungesund - Bluthochdruck als Folge

Bonn - Ohne Salz fehlt etwas in der Suppe. Weil die weiße Würze Speisen erst richtig schmack­haft macht, ist sie aus vielen Gerich­ten nicht weg­zuden­ken.

Salz

Bitte nicht noch eine Extra-Prise - viele Men­schen über­sal­zen ihr Essen aus Gewohn­heit. (Bild: Schie­ren­beck/dpa/tmn)

Zuviel Salz aber schadet dem Körper: Hoher Blut­druck und Nie­ren­schä­den sind nur zwei der mög­lichen Folgen.

Ab einer bestimmten Menge kann es sogar tödlich sein. Wenn Speisen nach­gesal­zen werden, raten Exper­ten zur Ver­wen­dung von Jodsalz. Salz besteht aus den Mine­ral­stof­fen Natrium und Chlorid. „Sie sind wesent­liche Ele­mente, damit die Zellen im Körper funk­tio­nie­ren”, erläu­tert der Kar­dio­loge Prof. Wolfram Delius vom Berufs­ver­band Deut­scher Inter­nis­ten in Wies­baden. Natrium mache den Trans­port von Stoffen in und aus den ein­zel­nen Kör­per­zel­len erst möglich. Auch der kör­perei­gene Was­ser­haus­halt wird von Salz gere­gelt.

Ein Erwach­sener benötigt für eine gesunde Ernährung bis zu sechs Gramm Salz pro Tag. „Bei unseren heu­tigen Ess­gewohn­hei­ten nehmen wir aber deut­lich mehr zu uns, als wir brau­chen”, sagt Isa­belle Keller von der Deut­schen Gesell­schaft für Ernährung (DGE) in Bonn. Unter­suchun­gen hätten gezeigt, dass der durch­schnitt­liche Ver­brauch pro Person und Tag bei etwa neun Gramm liege. „Bei erhöh­tem Verzehr von Salz kann es zu gesund­heit­lichen Nach­tei­len kommen”, sagt Keller. Zwi­schen 0,5 und 1 Gramm pro Kilo Kör­per­gewicht kann Salz sogar tödlich wirken.

Muss der Körper mit zu viel Salz zurecht­kom­men, schwemmt er den Über­schuss durch die Nieren aus dem Körper. Durch die höhere Bean­spru­chung können sie in Mit­lei­den­schaft gezogen werden. Außer­dem gehen dabei auch andere wich­tige Ele­mente ver­loren. „Kalzium wird bei diesen Vor­gän­gen eben­falls aus­gespült. Dieser Stoff ist für den Kno­chen­stoff­wech­sel wichtig”, erläu­tert Keller. Da in der Folge weniger Kalzium zur Ver­fügung steht, beschleu­nigt sich der Abbau­pro­zess des Ske­letts.

Das weiße Gewürz wirkt sich eben­falls auf das Herz-Kreis­lauf-System des Körpers aus. Unter Blut­hoch­druck lei­dende Men­schen können durch ein Zuviel an Salz die Erkran­kung noch ver­stär­ken, erklärt Delius. Beson­ders gefähr­det sind alle, die zusätz­lich an Herz­pro­ble­men oder an Dia­betes leiden. Sie sollten ihre Speisen auf keinen Fall nach­sal­zen, rät er.

Das meiste Salz wird durch Gebäck , Wurst- und Fleisch­waren sowie Brot und Käse auf­genom­men. Daran lässt sich nicht viel ändern - außer weit­gehend darauf zu ver­zich­ten. Wer selber kocht, kann aber Salz sparen: „Wenn man Gemüse sehr lange in Wasser kochen lässt, schmeckt es ohne Salz schnell lasch”, sagt Sabine Ellin­ger vom Insti­tut für Ernährungs- und Lebens­mit­tel­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­sität Bonn. „Man kann es aber auch in gutem Spei­seöl dünsten und den Geschmack durch Zugabe von ver­schie­denen Gar­ten­kräu­tern und anderen Gewür­zen ver­bes­sern.”

Bei einer mäßig koch­salz­armen Diät seien diäte­tische Lebens­mit­tel hilf­reich, in denen nur wenig Salz zu finden ist. „Es gibt zum Bei­spiel koch­salz­armen Käse oder Koch­sal­zer­satz­mit­tel. Diese findet man aber nicht im Dis­coun­ter - man muss schon in ein Reform­haus gehen”, so Ellin­ger.

Generell rät die Ernährungs­wis­sen­schaft­lerin zu jodier­tem Salz. Die meisten Men­schen in Deutsch­land nähmen von diesem Stoff noch viel zu wenig zu sich. „Die neues­ten Zahlen zeigen, dass im Durch­schnitt nur die Hälfte der emp­foh­lenen Menge an Jod auf­genom­men wird.” In diesem Fall kann sich ein Kropf aus­bil­den, also eine stark ver­größerte Schild­drüse.

Besonders wichtig ist laut Isa­belle Keller salz­spa­ren­des Kochen für Kinder, da sich in den ersten Lebens­jah­ren die Gewöh­nung an den sal­zigen Geschmack aus­bil­det. „Es ist oft schwer, Ess­gewohn­hei­ten, die seit 40 oder 50 Jahren beste­hen, zu ver­ändern. Deshalb sollten Kinder schon zu Beginn ihres Lebens salzarm ernährt werden.”

INFO: Soviel Salz steckt in Lebens­mit­teln

- 100 Gramm Salz­hering = 15 Gramm Salz

- 50 Gramm Roll­mops = 1,5 Gramm Salz

- 150 Gramm Cham­pignons aus der Kon­serve = 1,4 Gramm Salz

- 30 Gramm roher Schin­ken = 1 Gramm Salz

- 25 Gramm Harzer (Magerkäse) = 1 Gramm Salz

- 1 Bröt­chen = 0,6 Gramm Salz

- 1 EL Toma­ten­ketchup = 0,6 Gramm Salz

- 1 Scheibe Pum­per­nickel = 0,4 Gramm Salz

- 1 Scheibe Salami = 0,6 Gramm Salz

- 6 Salz­stan­gen = 0,4 Gramm Salz Von Rebecca Müller, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/16/service/gesundheit/t/rzo417937.html
Mittwoch, 16. April 2008, 11:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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