IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Freitag, 13. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

Gesundheit

News  

Wellness  

Fitness-Tipps  

Schmerzen beim Gehen: Oft hilft neues Hüftgelenk

Dresden - Es war nur ein ein­ziger unvor­sich­tiger Schritt, doch Bertha Kauf­mann knickte um und stürzte auf den Gehweg.

Hüftgelenk

Knochenersatz aus Metall - pro Jahr werden bun­des­weit rund 200 000 künst­liche Hüft­gelenke ein­gesetzt. (Bild: dpa/tmn)

„Der Ober­schen­kel­hals war so ungüns­tig gebro­chen, dass auch noch das Hüft­gelenk geschä­digt war”, erin­nert sie sich an den Sturz vor neun Jahren.

Wie die heute 83-Jährige leiden jähr­lich hun­dert­tau­sende Bun­des­bür­ger unter Pro­ble­men ihrer Hüft­gelenke. Mit schmerz­haf­ten Folgen, handelt es sich doch um das zweit­größte Gelenk im mensch­lichen Körper. Häufig kann ein künst­liches Gelenk helfen - so wie Bertha Kauf­mann am Ende auch eines bekam.

„Die Ursa­chen für Hüft­pro­bleme sind viel­fäl­tig”, erklärt der Orthopäde und Unfall­chir­urg Klaus-Peter Günther vom Kli­nikum der Tech­nischen Uni­ver­sität Dresden. Am häu­figs­ten sei die Hüftar­throse, immer­hin seien bis zu 20 Prozent aller Über-60-Jäh­rigen in Deutsch­land davon betrof­fen. „Das Gelenk nutzt sich im Laufe der Jahre schlicht­weg ab und ver­schleißt, so dass irgend­wann jede Bewe­gung weh tut.”

Bei der Hüftgelenksarthrose (Coxar­throse) ist die Knor­pel­schicht des Gelen­kes durch die starke Bean­spru­chung abge­rie­ben und wird dünner. Der unter dem Knorpel gele­gene Knochen bemerkt dies und rea­giert mit einer Ver­dich­tung seiner Struk­tur. Das ist zwar als Schutz­mecha­nis­mus gedacht, führt aber tatsäch­lich zu einer Gelenk­ver­for­mung - und damit zu Hüft­pro­ble­men, die häufig durch Medi­kamente oder ein künst­liches Gelenk behoben werden können.

Eine weitere, weniger bekannte Ursache für Hüft­gelenks­pro­bleme sind Ver­for­mun­gen des Kno­chens im Kin­desal­ter. „Hüft­dys­pla­sien sind eine der häu­figs­ten Störun­gen beim Neu­gebo­renen”, erklärt Günther. Dabei ist die Hüft­pfanne schon vor der Geburt nicht voll oder nur schlecht aus­gebil­det und kann in schwe­ren Fällen ohne Behand­lung zu blei­ben­den Schäden mit Hinken und Gehstörun­gen führen.

Wird eine solche Hüftdysplasie nicht behan­delt, kann sie sich im Erwach­senen­alter zu größe­ren Pro­ble­men des Hüft­gelenks ent­wickeln und mög­licher­weise den Einsatz eines Kunst­gelenks erfor­dern. „Auch andere Kin­der­krank­hei­ten wie Durch­blu­tungs­störun­gen des Hüft­kop­fes sollten früh­zei­tig behan­delt werden, da sie über die Jahre hinweg sonst eben­falls zum Problem werden können”, sagt Günther, der auch Vor­stands­mit­glied der Deut­schen Gesell­schaft für Orthopä­die und Orthopä­dische Chir­urgie ist.

Kunstgelenke bilden das natür­liche Gelenk so genau nach, wie es geht, heißt es beim Deut­schen Verband für Phy­sio­the­rapie in Köln. Beim Hüft­gelenk muss daher bei­spiels­weise neben den Knochen auch die Knor­pel­schicht nach­emp­fun­den werden, damit das Kunst­gelenk mög­lichst natür­lich funk­tio­niert. Eine Beson­der­heit des Hüft­gelenks ist außer­dem, dass es wie die Schul­ter ein Kugel­gelenk ist, also ziem­lich frei rotie­ren kann - auch das kann ein moder­nes Kunst­gelenk.

Angst muss man vor einem künstlichen Hüft­gelenk als Ersatz seiner arthro­sege­plag­ten oder gebro­che­nen Hüfte nicht haben. „Es ist der erfolg­reichste ope­rative Ein­griff der moder­nen Medizin”, beru­higt Günther. Tatsäch­lich bekom­men allein in Deutsch­land jedes Jahr rund 140 000 Men­schen wegen einer Hüftar­throse ein künst­liches Gelenk ein­gesetzt, bei wei­teren 70 000 Männern und Frauen werden so hüft­nahe Ober­schen­kel­hals­brüche the­rapiert.

Deutsche Gesell­schaft für Orthopä­die und Orthopä­dische Chir­urgie: www.dgooc.de Von Aliki Nas­sou­fis, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/23/service/gesundheit/t/rzo419836.html
Mittwoch, 23. April 2008, 11:23 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion