IVWPixel Zählpixel
Nachrichten Sport Magazin Service
Anzeigen Verlag im Netz Kevag Telekom Service & Kontakt
Auto Computer Multimedia Wirtschaft Freizeit Gesundheit Beruf Lexikon
Samstag, 7. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

Gesundheit

News  

Wellness  

Fitness-Tipps  

Klinikclows lassen kleine Patienten Sorgen vergessen

Halle/Leipzig - „Lachen hilft heilen” lautet das Motto: In Leipzig schickt ein Verein Kli­nik­clowns los, um kleine Pati­enten den Kran­ken­haus-Alltag zu erleich­tern. Die Wirkung bei den Kindern ist oft enorm.

Kinderstation

Spaß im Kran­ken­zim­mer: Die Clowns des Vereins „Lachen hilft heilen” wollen kleine Pati­enten ablen­ken. (Bild: ZB-Fun­kre­gio Ost)

„Jetzt geht das Theater wieder los”, quietscht Clown Telli Morelli und han­tiert mit einer vio­let­ten Tel­ler­scheibe, die er rasant auf einem Stab rotie­ren lässt. Fast wäre sie ihm her­unter­gefal­len und der Witz­bold mit der roten Nase ver­zieht sein Gesicht. Nun kann sich die fünf­jäh­rige Tomma nicht mehr halten und lacht aus vollem Herzen. Dabei ist der kleinen Pati­entin des hal­leschen Kran­ken­hau­ses St. Eli­sabeth und St. Barbara eigent­lich gar nicht zum Lachen zumute: Ein Unter­arm­bruch berei­tet ihr Schmer­zen. Als ihr auch noch Clown Erika mit der Rie­sen­schleife im Haar eine bunte Figur aus model­lier­ten Luft­bal­lons über­reicht, freut sie sich noch mehr.

Genau das ist es, was die Klinikclowns des Leip­ziger Vereins „Lachen hilft heilen” nach eigenen Angaben seit sieben Jahren antreibt: die Freude der Kinder. Sie möchten den kleinen Pati­enten mit ihren Auf­trit­ten den Auf­ent­halt im Kran­ken­haus erleich­tern, etwas Abwechs­lung in den Kli­nikall­tag bringen. „Wenn die Kinder lachen, ist das ein großes Geschenk”, sagt Clown Erika alias Erika Rüde, die früher als Kran­ken­gym­nas­tin gear­bei­tet hat. In acht Kran­ken­häu­sern in der Region Halle-Leipzig sind die ehren­amt­lichen Kli­nik­clowns regel­mäßig zu Gast.

„Kannst du zaubern?”, fragt Clown Erika dabei zum Bei­spiel die sechs­jäh­rige Vir­ginia, die nach einem Sturz behan­delt wird. Das zwar nicht - doch einen Zau­ber­spruch kennt die junge Hal­len­serin: „Abr­akada­bra”. Und siehe da: Im Zau­ber­beu­tel, eben noch leer, finden sich plötz­lich Bunt­stifte. Dass die Kli­nik­clowns einmal im Monat drei Kin­der­sta­tio­nen besu­chen, freut auch die Abtei­lungs­lei­terin des Kin­der­zen­trums am Kran­ken­haus St. Eli­sabeth und St. Barbara, Eli­sabeth Rüdiger: „Das ist enorm, was das für die Kinder aus­macht. Das ist eine sagen­hafte Ablen­kung, die zur Gene­sung bei­trägt.” Die Kinder seien nach den Auf­trit­ten offener und unbe­schwer­ter.

Nicht immer haben es die Klinikclowns leicht. „Manch­mal sind die Kinder auch gnatzig oder so”, sagt Erika Rüde. Sch­ließ­lich seien sie krank. Doch meis­tens ver­fehl­ten die Albern­hei­ten, Gesangs-, Jonglier- und Zau­berkünste der Clowns ihre Wirkung nicht. „Man muss sich da her­antas­ten”, sagt Clown Telli Morelli, der Gerald Ruppert heißt und Vor­sit­zen­der des Vereins „Lachen hilft heilen” ist. „Man muss mit kleinen Gesten begin­nen und die Kinder dabei beob­ach­ten.” Kran­ken­schwes­tern und Eltern werden in die kleine Show ein­bezo­gen, manch­mal auch Ärzte. Als Zau­ber­clown ist Ruppert seit mehr als 30 Jahren auch haupt­beruf­lich unter­wegs und leitet einen Mäu­sezir­kus.

Wie er sind die meisten der acht aktiven Ver­eins­mit­glie­der, die als Kli­nik­clowns Pati­enten erfreuen, auch im Beruf als Kin­der­unter­hal­ter oder Zau­berer tätig - abge­sehen von einem Pfarrer und einem Anwalt, die immer wieder mit­machen. Meist sind die Clowns zu zweit in den Kran­ken­häu­sern. „Viele Ein­rich­tun­gen wün­schen sich heute, dass sie von Kli­nik­clowns besucht werden”, sagt Michaela Schäff­ner, Vor­sit­zende von HumorCare Deutsch­land aus Tutt­lin­gen in Baden-Würt­tem­berg, der Gesell­schaft zur För­derung von Humor in The­rapie, Pflege, Päd­ago­gik und Bera­tung. Kli­nik­clowns könnten Lebens­freude geben und Ängste nehmen. „Pati­enten können für einen Moment ihre Sorgen ver­ges­sen, weil sie gelacht haben.” Lachen sei mit seinem posi­tiven Ein­fluss zum Bei­spiel auf die Psyche eben gesund.

Leipziger Verein „Lachen hilft heilen”: www.lachen­hilft­hei­len.de

Verein HumorCare: www.humor­care.com Von Antonie Städter, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/04/24/service/gesundheit/t/rzo420188.html
Donnerstag, 24. April 2008, 12:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
Druckversion