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Dienstag, 10. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Medikamentenabhängigkeit ist schwer zu erkennen

Lipp­stadt - Eine Medi­kamen­tenab­hän­gig­keit macht sich Exper­ten zufolge nur schlei­chend bemerk­bar.

Medikamentenabhängig

Drogen- und Sucht­bericht 2008: Bis zu 1,5 Mil­lio­nen Men­schen sind medi­kamen­tenab­hän­gig. (Bild: dpa)

Für Betrof­fene sei es schwie­rig, die Sucht selbst wahr­zuneh­men, da sie sich langsam über Monate oder Jahre ent­wickelt.

Das sagte Rüdiger Holzbach von der Abtei­lung Sucht­medi­zin der West­fäli­schen Kli­niken War­stein und Lipp­stadt (Nord­rhein-West­falen). Laut dem in Berlin vor­gestell­ten Drogen- und Sucht­bericht 2008 sind bis zu 1,5 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land medi­kamen­tenab­hän­gig - sta­tis­tisch gesehen sind den Angaben nach also mehr Men­schen von dieser Sucht betrof­fen als von Alko­holab­hän­gig­keit.

Holzbach zufolge stehen an erster Stelle Schlaf- und Beru­higungs­mit­tel, soge­nannte Ben­zodia­zepine. Dann folgen Schmerz­mit­tel und eine weitere Gruppe Schlaf­mit­tel, soge­nannte Non-Ben­zodia­zepine. Eine Abhän­gig­keit von Schlaf- und Beru­higungs­mit­teln ver­läuft nach seinen Angaben in drei Stufen. Bei zunächst ein bis zwei Pillen kehre sich all­mäh­lich deren Wirkung um - „mit der Folge von langsam zuneh­men­der Unruhe, Schlafstörun­gen, Stim­mungs­schwan­kun­gen und kör­per­lichen Miss­emp­fin­dun­gen”, erläu­tert der Sucht­experte.

Phase 2 mit zwei bis drei Tabletten führe zu einer „gefühls­mäßi­gen Abstump­fung, dem Verlust kör­per­licher Energie und Gedächt­nis­pro­ble­men”. Im letzten Schritt komme es bei einer „merk­lichen Dosis­stei­gerung” zu „zuneh­men­den Aus­fäl­len bei der Kon­zen­tra­tion, der Wach­heit und einer ein­geschränk­ten Wahr­neh­mung der eigenen Defi­zite”.

Die Süch­tigen schrei­ben den Sub­stan­zen laut Holz­bach eine große Bedeu­tung zu. „Sie gehen nicht mehr ohne Mittel aus dem Haus, sie begin­nen 'Vorräte' anzu­legen, nehmen die Tablet­ten heim­lich ein. Auch ver­mei­den sie das Thema und rea­gie­ren gereizt, wenn man sie darauf anspricht.” Zwei Drittel der Abhän­gigen sind dem Sucht­exper­ten zufolge Frauen und ältere Men­schen.

„Das liegt vermutlich daran, dass diese Gruppe weniger gern Alkohol als 'Selbst­medi­kation' bei Ängsten, Schlafstörun­gen, Pro­ble­men oder Miss­emp­fin­dun­gen ein­setzt.” Außer­dem gingen diese Pati­enten häu­figer zum Arzt - daher sei das Risiko, per Ver­schrei­bung mit den Mitteln in Kontakt zu kommen, größer. Denn die meisten Betrof­fenen erhal­ten die ent­spre­chen­den Medi­kamente durch den nie­der­gelas­senen Arzt, der in der Regel zu wenig über die ersten beiden Stufen der Sucht wisse und erst in der letzten Phase aktiv gegen­steu­ert, so Holz­bach.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/05/service/gesundheit/t/rzo423027.html
Montag, 05. Mai 2008, 15:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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