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Samstag, 7. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Was tun im Notfall? Nachholbedarf bei Erster Hilfe

Mainz - Ohn­machts­anfall in der S-Bahn, Herz­infarkt auf dem Fami­lien­fest, Auto­unfall auf einer ein­samen Land­straße: Bei einem Notfall ist zwar eine schnelle Erste Hilfe gefragt - was zu tun ist, wissen jedoch nur die Wenigs­ten.

DRK-Übungseinsatz

DRK-Helfer ver­sor­gen bei einer Übung zwei Schau­spie­ler, die Opfer eines Zug­unfal­les dar­stel­len. (Bild: dpa)

Nach den Erfah­run­gen von Ralph Huth, Ober­arzt der Kinder- und Jugen­din­ten­sivsta­tion des Kli­nikums der Johan­nes Guten­berg-Uni­ver­sität Mainz, halten sich viele Men­schen in einem Notfall eher zurück, meist aus Unsi­cher­heit. Das kann fatale Folgen haben, denn: „Je schnel­ler und effek­tiver gehol­fen wird, desto besser sind die Über­lebenschan­cen”, sagt der Medi­ziner.

Im Bundesland Rheinland-Pfalz bei­spiels­weise sind 2006 nach Zahlen des Sta­tis­tischen Lan­des­amtes allein am plötz­lichen Herztod mehr als 130 Men­schen gestor­ben. Dies scheint ver­hee­rend, wenn man sich vor Augen führt, was rich­tige Erste Hilfe bewir­ken kann. Sie muss aller­dings auch schnell erfol­gen. Denn laut dem Deut­schen Roten Kreuz sinkt die Über­lebenschance von Men­schen mit Herz-Kreis­lauf-Still­stand mit jeder Minute um 20 Prozent. Oft ist es dann zu spät, wenn der Kran­ken­wagen da ist.

Tatsächlich sind es in den sel­tens­ten Fällen die spek­takulären Ver­kehrs­unfälle, bei denen Erste Hilfe geleis­tet werden muss. Roland Lipp vom Deut­schen Roten Kreuz Rhein­land-Pfalz erklärt, dass 60 Prozent der Not­fälle inter­nis­tischer Art sind, also bei­spiels­weise Herz­infarkte: Die Opfer werden bewusst­los, die Zunge rutscht zurück oder die Atem­wege werden von Erbro­che­nem blo­ckiert.

Hier sind vor allem jene Menschen gefragt, die einen Partner mit Herz­pro­ble­men haben. Eine Unter­suchung der Ber­liner Charité zeigt, dass mehr als 70 Prozent der Pati­enten zu Hause einen Herz-Kreis­lauf-Still­stand erlit­ten. Und bei 80 Prozent der Fälle war den Erst­hel­fern das Opfer bekannt, in der Hälfte der Fälle war es sogar der Leben­spart­ner.

Die Unter­suchung der Charité hat auch gezeigt, wie schlecht Men­schen in Unfall­situa­tio­nen rea­gie­ren und dass sie meist über­haupt nicht rea­gie­ren. Laut Sta­tis­tik helfen im Falle eines Herz-Kreis­lauf-Still­stan­des in Europa nur zwi­schen 10 und 40 Prozent der umste­hen­den Zeugen dem Opfer.

Das erklärt sich Herbert Fuss vom ADAC Mit­tel­rhein mit der Angst, etwas falsch zu machen. Dabei gehe es nicht immer darum, gleich schlimme Blu­tun­gen zu stillen. Erste Hilfe bedeute auch schon, dem Opfer gut zuzu­reden. Außer­dem emp­fiehlt er, Auf­fri­schungs­kurse für einen mög­lichen Einsatz im Notfall in gerin­geren Abstän­den zu wie­der­holen. Dabei solle jeder selbst ent­schei­den, ob es „mal wieder Zeit” wird und sich fragen: „Bin ich noch in der Lage, jeman­den in die stabile Sei­ten­lage zu drehen?” Oder: „Könnte ich einen Arm fach­gerecht ban­dagie­ren?”

Im Jahr 2007 hat das Deut­sche Rote Kreuz in Rhein­land-Pfalz 76 000 Men­schen aus­gebil­det, das ent­spricht knapp zwei Prozent der Gesamt­bevöl­kerung. Für Roland Lipp vom Deut­schen Roten Kreuz ist dies viel zu wenig. Und ein Groß­teil der Teil­neh­mer geht auch nur dann zu den Kursen, wenn er muss - also etwa wegen der bevor­ste­hen­den Füh­rer­schein­prü­fung. Dies bestätigt auch die Studie der Charité. Demnach lag der Erste-Hilfe-Kurs bei den meisten Men­schen, die Zeuge eines Herz-Kreis­lauf-Still­stan­des wurden, mehr als zehn Jahre zurück.

Allerdings steht auch das Angebot der Erste-Hilfe-Kurse bei einigen Exper­ten in der Kritik: zu lang, zu viele Teil­neh­mer, zu theo­retisch, heißt es etwa. Nach der Meinung von Herbert Fuss bringen die Kurse trotz­dem etwas. Sie machen zumin­dest ver­traut mit den Maß­nah­men, die nötig sind, um Leben zu retten bis der Arzt kommt.

Deutsches Rotes Kreuz: www.drk.de/erste­hilfe/ehon­line/index.htm Von Meike Uhrig, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/06/service/gesundheit/t/rzo423236.html
Dienstag, 06. Mai 2008, 12:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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