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Freitag, 13. Dez. 19

München - Medi­ziner haben zur Impfung gegen die Menin­gokok­ken-Bak­terien auf­geru­fen. Die Erreger würden unter­schätzt, warnte die Baye­rische Gesell­schaft für Immun-...

Dresden/Köln - Wer Zah­ner­satz bekommt, muss Nach­bes­serun­gen in Kauf nehmen. Ein Patient kann diese nicht einfach ver­wei­gern und seinen Arzt statt­des­sen wegen einer schlecht sit­zen­den Pro­these auf Scha­denser­satz und...

Weil der Stadt - Ver­hal­ten sich Kinder über längere Zeit wie­der­holt aggres­siv und anti­sozial, kann das ein Anzei­chen für eine Störung des Sozi­alver­hal­tens sein.

München - Kinder sollten spie­lerisch auf einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt vor­berei­tet werden. Wenn sie wissen, was dort geschieht, würden die Erfah­run­gen weniger unheim­lich, erläu­tert Prof.

Salz­git­ter - Der Gang ins Sola­rium schützt nicht vor schäd­lichen UV-Strah­len. Darauf weist das Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter (Nie­der­sach­sen) hin.

Berlin - Sollte trotz aller Vor­sichts­maß­nah­men beim Grillen im Sommer ein Unfall gesche­hen, sollten die Flammen mit Sand oder einer Decke erstickt werden. Auch das Löschen mit Wasser sei möglich.

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Alkohol - Teufelszeug oder Lebenselixier?

Hamburg/Ulm - Rotwein schützt vor Herz­infarkt? Wein trinken ist gesün­der als Bier trinken? Ein Glas am Abend hat noch keinem gescha­det? Um die gesund­heit­lichen Aus­wir­kun­gen von Alkohol hat wahr­schein­lich schon jeder gestrit­ten. Und sich ergeb­nis­los vertagt.

Alkoholgenuss

Maßvoll trinken - Alko­hol­genuss in gerin­gen Mengen kann Herz­kreis­lau­fer­kran­kun­gen vor­beu­gen. (Bild: Deut­sches Wein­insti­tut/dpa/tmn)

Was ist dran an den Behaup­tun­gen - macht ein Glä­schen wirk­lich nichts? „Man kann nicht grundsätz­lich sagen, dass es eine Grenze für unschäd­lichen Alko­hol­kon­sum gibt”, sagt der Arzt Jens Reimer aus Hamburg von der Deut­schen Gesell­schaft für Sucht­medi­zin. Die Che­mika­lie Ethanol - nichts anderes ist der berau­schende Stoff in Bier und Wein - sei ein Ner­ven­gift. Mit jedem Schluck opfern wir einige unserer Mil­liar­den Ner­ven­zel­len. Und dass auch die Kör­per­organe durch die toxi­schen Effekte des Alko­hols und seiner Stoff­wech­sel­pro­dukte ange­grif­fen werden, ist kein Geheim­nis. Unbe­strit­tene Lang­zeit­fol­gen sind Leber­schä­den und ein erhöh­tes Krebs­risiko. Nicht zu ver­ges­sen die Gefahr, durch regel­mäßi­ges Trinken abhän­gig zu werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO emp­fiehlt, dass Frauen täglich nicht mehr als 20 Gramm Alkohol zu sich nehmen sollten. Männer dürfen mit 30 Gramm etwas mehr trinken. Den WHO-Grenz­wert haben Frauen nach rund einem halben Liter Bier erreicht. Bei Wein ist schon nach einem Glas Schluss. Männern gesteht die WHO etwa 0,75 Liter Bier und 0,3 Liter Wein zu. Wer die Emp­feh­lung der WHO beher­zigt, frönt dem soge­nann­ten risi­koar­men Alko­hol­kon­sum. „Einen völlig risi­kofreien Alko­hol­kon­sum gibt es nicht”, warnt die Deut­sche Haupt­stelle für Sucht­fra­gen (DHS) in Hamm in einer Broschüre zum Thema. Außer­dem ist der Grat schmal, auf dem sich mode­rate Trinker bewegen: Ab 40 Gramm bezie­hungs­weise 60 Gramm beginnt für Frauen und Männer bereits der gefähr­liche Konsum.

Allerdings gibt es auch gesund­heits­för­dernde Wir­kun­gen. „Der Alkohol sorgt für drei Effekte, die günstig für die Vor­beu­gung von Herz­kreis­lau­fer­kran­kun­gen sind”, erklärt der Kar­dio­loge Armin Imhof von der Uni­kli­nik Ulm. Alkohol ver­ändere die Fett­werte im Blut. Vor allem die HDL-Werte - das gute Cho­les­terin - würden ange­hoben. Zudem ver­dünne Alkohol das Blut und habe eine ent­zün­dungs­hem­mende Wirkung.

Auf Studien, die belegen, dass typische Wein­trin­ker gesün­der sind als typi­sche Bier­trin­ker, ist dagegen nicht viel zu geben. Wein­trin­ker ernähren sich laut Jens Reimer von der Deut­schen Gesell­schaft für Sucht­medi­zin medi­ter­raner - mehr Salate, mehr Fisch und unge­sät­tigte Fettsäu­ren - und treiben auch meist mehr Sport. „Das eine Glas Wein gehört eher mit am Rande dazu.”

„Die güns­tigen Effekte sind unab­hän­gig von der Art des Geträn­kes”, sagt Kar­dio­loge Imhof. Zwar gebe es Hin­weise darauf, dass Zusatz­stoffe im Wein oder Bier - etwa Poly­phe­nole - auch einen mög­licher­weise schüt­zen­den Effekt haben. „Ich bin aber der Ansicht, dass der deut­lichste Effekt am Alkohol liegt.”

Welche Schlüsse sollten Herzkranke daraus ziehen? „Es ist völlig klar, dass wir nie­man­dem sagen, trinken Sie Alkohol für Ihr Herz”, sagt Imhof. Die Risiken, eine andere Krank­heit zu erlei­den oder abhän­gig zu werden, seien unver­gleich­lich höher, warnt auch die DHS. Und schließ­lich kommt es auch hier auf die Dosis an. Der beste schüt­zende Effekt für das Herz sei bei einem Alko­hol­kon­sum von sechs Gramm pro Tag fest­gestellt worden, sagt Armin Imhof. Dafür lohnt sich das Öffnen einer Flasche eigent­lich nicht.

INFO: Wein­trin­ker leben nicht gesün­der als Bier­trin­ker

Auf Studien, die belegen, dass typische Wein­trin­ker gesün­der sind als typi­sche Bier­trin­ker, ist nicht viel zu geben. „Wein­trin­ker haben in der Regel einen anderen Lebens­stil als Bier­trin­ker”, erklärt Jens Reimer von der Deut­schen Gesell­schaft für Sucht­medi­zin. Sie ernähr­ten sich medi­ter­raner - mehr Salate, mehr Fisch und unge­sät­tigte Fettsäu­ren - und würden auch meist mehr Sport treiben. „Das eine Glas Wein gehört eher mit am Rande dazu.” Eine däni­sche Studie unter­mau­ert dies: Die Wis­sen­schaft­ler haben 3,5 Mil­lio­nen Kas­sen­bons von Super­märk­ten aus­gewer­tet und fest­gestellt, dass Wein­käu­fer auch häu­figer Gemüse, Salate und weniger Butter in ihren Ein­kaufs­wagen legen. Bier wird oft zusam­men mit Chips, Würst­chen und Eiern gekauft.

Deutsche Haupt­stelle für Sucht­fra­gen: www.dhs.de Von Arnd Petry, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/07/service/gesundheit/t/rzo423534.html
Mittwoch, 07. Mai 2008, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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