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Dienstag, 10. Dez. 19

Wellness und FitnessDüs­sel­dorf/Hamburg - Spaß im Spa, Wohl­fühlen im Whirl­pool - Well­ness wird häufig mit Ent­span­nung und „Abhän­gen” gleich­gesetzt. Fast gerät dabei in Ver­ges­sen­heit, dass die Well­ness-Welle vor mehr als 30 Jahren in den...

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Gesundheit

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Wellness  

Sport statt Spa - Wellness und Fitness verschmelzen

Düs­sel­dorf/Hamburg - Spaß im Spa, Wohl­fühlen im Whirl­pool - Well­ness wird häufig mit Ent­span­nung und „Abhän­gen” gleich­gesetzt.

Wellness und Fitness

Sich mas­sie­ren lassen statt nur Kilos stemmen: Viele Fit­ness­stu­dio-Besu­cher ergän­zen ihr Sport­pro­gramm mit einer Ver­wöhn­runde. (Bild: Fibo 2007/Beh­rendt/dpa/tmn)

Fast gerät dabei in Ver­ges­sen­heit, dass die Well­ness-Welle vor mehr als 30 Jahren in den USA als Gesund­heits­bewe­gung star­tete.

So steht das Wort Wellness vor allem für Stress­ver­mei­dung, aus­gewo­gene Ernährung und Sport. Mitt­ler­weile kehrt die Bewe­gung zu ihren Wurzeln zurück - und so setzen auch Fitness-Studios, Sport­ver­eine und Sola­rien hier­zulande ver­mehrt auf Well­ness.

„Bewe­gung ist eine der Grundsäu­len des Well­ness-Lebens­stils”, heißt es beim Deut­schen Well­ness­ver­band in Düs­sel­dorf. Der Fitness-Gedanke ver­schmilzt dabei langsam mit dem Well­ness-Begriff. Ablesen lässt sich das zum Bei­spiel an der Leit­messe FIBO in Essen. Gest­artet vor mehr als 20 Jahren als „Fitness und Body­buil­ding Messe”, heißt sie inzwi­schen „Inter­natio­nale Leit­messe für Fitness und Well­ness”.

Vor allem in den Fitness-Studios gebe es Well­ness-Ange­bote, die aus­sch­ließ­lich die Bedürf­nisse nach Ent­span­nung bedie­nen, sagt der Gesund­heits­wis­sen­schaft­ler Bern­hard Bres­kewiz aus Düs­sel­dorf. „Eine moderne Fitness-Anlage ohne Well­ness­bereich werden Sie kaum finden”, ergänzt Refit Kam­bero­vic vom Deut­schen Sport­stu­dio Verband (DSSV) in Hamburg. Längst ver­füg­ten die aller­meis­ten der bun­des­weit knapp 6000 Fit­ness­stu­dios über eine Sauna.

Ob klas­sisch fin­nisch oder Bio-Sauna, Erleb­nis­dusche oder Mas­sage­lie­gen: „Ein Cool-Down-Bereich wird inzwi­schen einfach ver­langt.” Ein Grund ist laut Kam­bero­vic auch der gestie­gene Alters­durch­schnitt der Besu­cher. „Vor 25 Jahren lag er bei knapp über 20 Jahren, heute dagegen schon bei 38 Jahren.”

Die älter gewordene Klientel macht sich stärker Gedan­ken über ihre Gesund­heit: „Medi­zini­sche Fitness ist mehr gefragt - und statt Power Aerobic lassen es die älteren Besu­cher lieber etwas sanfter angehen”, erläu­tert Kam­bero­vic. Auch ein Gesund­heits­check und beglei­tetes Trai­ning spiel­ten eine größere Rolle. Dement­spre­chend müsse auch das Per­sonal qua­lifi­zier­ter sein.

Ähnlich sieht es in den Sola­rien aus: Das „Turbo-Bräunen” sei kaum noch gefragt, erläu­tert Leopold Neumann, Spre­cher des Bran­chen­ver­ban­des Pho­tomed in Endin­gen (Baden-Würt­tem­berg). Der Anteil der über 35-Jäh­rigen steige deut­lich. „Denen ist es nicht so wichtig, bei der Party braun aus­zuse­hen, die wollen sich ent­span­nen und suchen die Gesund­heits­wir­kung.” Daher bauten immer mehr Son­nen­stu­dios ihr Angebot aus. „Da gibt es inzwi­schen rich­tige Well­ness-Tempel, die Phy­sio­the­rapie, Mas­sagen oder eine Sauna anbie­ten”, sagt Neumann.

Für die Solarienbranche hat das gestie­gene Gesund­heits­bewusst­sein aller­dings auch eine Schat­ten­seite: Nicht zuletzt wegen der Dis­kus­sion um Haut­krebs und UV-Strah­lung ist die Zahl der Son­nen­stu­dios seit der Jahr­tau­send­wende von rund 8500 auf inzwi­schen nur noch knapp 4800 zurück­gegan­gen - Tendenz weiter fallend. Die ver­blie­benen Studios setzen laut Neumann stärker auf Qua­lität: Ein Prüf­zer­tifi­kat, das nach den Kri­terien des Bun­des­amtes für Strah­len­schutz ent­wickelt wurde, tragen bislang rund 200 Son­nen­stu­dios. Neben den Geräten wird dabei auch auf eine qua­lifi­zierte Bera­tung zu Gesund­heits­fra­gen geach­tet.

In den Sport­ver­einen gebe es deut­lich weniger auf­wen­dige Well­ness-Ange­bote als in den kom­mer­ziel­len Ein­rich­tun­gen, sagt Well­ness-Experte Bres­kewiz. „Dort findet man vor allem Nordic Walking, Gym­nas­tik, aber auch Tai Chi - also eher die ruhigen, ein­fachen Sachen.” Ent­spre­chende Kurse rich­teten sich eher an Men­schen, die bislang wenig Sport getrie­ben haben. Eine Berei­che­rung für den Sport ist der Well­ness-Gedanke laut Bres­kewiz allemal. „Wichtig ist doch der Aspekt 'Geht es mir lang­fris­tig gut dabei?'”, sagt der Experte. Wer sich beim Sport nur abquält, höre bald wieder damit auf.

Mancher warnt allerdings vor einer Veren­gung des Well­ness-Begriffs. Die Kom­mer­zia­lisie­rung sei in manchen Berei­chen weit fort­geschrit­ten, sagt DWV-Geschäfts­füh­rer Lutz Hertel. „Bei Nordic Walking müssen Sie dann gleich ent­spre­chende Schuhe, Stöcke und Hand­schuhe kaufen.” Ein ein­facher Spa­zier­gang im Wald oder am Meer mit fri­scher Luft und viel Bewe­gung bringe aber unter Umstän­den genau­soviel, „ohne dass da gleich das Well­ness-Etikett dran­klebt”.

Deut­scher Well­ness Verband: www.well­ness­ver­band.de

Sport pro Gesund­heit (Deut­scher Sport­bund): www.sport­pro­gesund­heit.de Von Thomas Kärst, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/02/service/gesundheit/wellness/t/rzo422262.html
Freitag, 02. Mai 2008, 10:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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