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Dienstag, 18. Juni 13

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Ferrari auch am Bosporus der Maßstab

Istan­bul - Alle gegen Rot: Auch beim Großen Preis der Türkei jagt die Formel-1-Meute die Fer­raris von Kimi Räik­könen und Felipe Massa.

An der Spitze

Die Ferrari-Piloten Kimi Räik­könen (l) und Felipe Massa rasen über die Strecke.

Nach drei Siegen in vier Sai­son­ren­nen ist die Scu­deria das Maß in der „Königs­klasse”.

Zudem liegt den Ferraris die Strecke am Bos­porus: 2006 und 2007 gewann Massa dort. Erste Ver­fol­ger am kom­men­den Woche­nende sind erneut BMW-Sauber und Erz­rivale McLaren-Mer­cedes. Vor allem die Sil­ber­nen wollen das Kräf­tever­hält­nis wieder drehen. Mer­cedes-Motor­sport­chef Norbert Haug gibt sich aber vor­sich­tig: „Wenn man nicht Erster und Zweiter werden kann, dann sollte man ver­suchen, Dritter und Vierter zu werden. Dann ist man punk­temäßig nicht zu weit weg.”

Abwarten muss das bri­tisch-schwä­bische Team noch, ob der vor rund zwei Wochen ver­unglückte Heikki Kovalai­nen von den Ärzten des Inter­natio­nalen Auto­mobil­ver­ban­des FIA Grünes Licht für den fünften Grand Prix der Saison erhält. „Er selbst fühlt sich wohl”, berich­tete Haug in einer Tele­fon­kon­ferenz. Er müsse aber „nicht unbe­dingt das nächste Rennen fahren”. Als Ersatz­fah­rer für den Finnen stünde der spa­nische Test­pilot Pedro de la Rosa bereit.

Für das deutsche Fahrer-Quintett geht es, den schlech­ten Ein­druck beim Großen Preis von Spanien zu kor­rigie­ren, als keiner der fünf Kenn­zei­chen-D-Piloten einen Punkte holte. Zudem droht außer Wil­liams-Toyota-Pilot Nico Rosberg aus Wies­baden den anderen vier Mit­glie­dern der schwarz-rot- gol­denen Frak­tion die Kon­kur­renz im eigenen Team den Rang abzu­lau­fen.

Bei BMW-Sauber liegt Robert Kubica derzeit vor Nick Heid­feld in der Fah­rer­wer­tung (5./16). Toyota-Neuling Timo Glock musste bisher seinem erfah­rene­ren Kol­legen Jarno Trulli den Vor­tritt lassen und wartet auf seinen ersten Punkt. Ähnlich ist die Situa­tion für Adrian Sutil bei Force India im Duell mit Gian­carlo Fisi­chella. Jung-Talent Sebas­tian Vettel wäre froh, wenn er seinen Toro Rosso über­haupt einmal ins Ziel brächte.

Derlei Sorgen sind Ferrari derzeit fremd. Auch die Tat­sache, dass der Platz im Fahr­erla­ger des Istan­bul Speed Parks von Super Aguri frei­bleibt, nachdem der finan­ziell ange­schla­gene Renn­stall seinen Rückzug hatte bekannt­geben müssen, spielt in den Stra­tegien der Scu­deria keine Rolle. Zu groß scheint derzeit ihre Domi­nanz. „Wir führen in der Welt­meis­ter­schaft, aber das ist im Moment nicht wichtig”, sagt Welt­meis­ter Spit­zen­rei­ter Räik­könen. Er gibt sich aber zurück­hal­tend, was die WM-Aus­sich­ten angeht: „Es ist noch zu früh, um über mehr als den Sieg nach­zuden­ken.”

Der 28-Jährige, der die Türkei-Pre­miere 2005 damals im Sil­ber­pfeil gewon­nen hatte, führt die Fah­rer­wer­tung mit 29 Punkten vor Vize- Welt­meis­ter Lewis Hamil­ton (20 Punkte) im McLaren-Mer­cedes und dem Polen Kubica (19) im BMW-Sauber an. Bei den Kon­struk­teu­ren ist Ferrari mit 47 Zählern eben­falls klar vorn vor BMW-Sauber (35) und McLaren-Mer­cedes (34).

Für BMW-Motorsportdirektor Mario Theis­sen stellt Ferrari derzeit „die Mess­latte” dar. Und auch Amts­kol­lege Haug weist der Scu­deria die Favo­riten­rolle zu - frei­lich in der Hoff­nung, nach drei schwie­rigen Grand Prix für die Sil­ber­nen wieder in die Erfolgs­spur zurück­zukeh­ren. „Wir hatten drei durch­aus pro­ble­mati­sche Rennen hinter uns gebracht, wo Ferrari den Speed dik­tiert hat und wir Punkte haben liegen gelas­sen”, meinte Haug. „Das wollen wir mög­lichst umdre­hen. Von Claas Hennig, dpa

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/08/05/07/sport/t/rzo423631.html
Mittwoch, 07. Mai 2008, 13:55 © RZ-Online (NewsDesk)
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