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Dienstag, 18. Juni 13

FeuchtfröhlichMünchen - Borus­sia Mön­chen­glad­bach ist wieder erst­klas­sig. Der fünf­malige deut­sche Meister machte den direk­ten Wie­der­auf­stieg in die Fußball-Bun­des­liga am dritt­letz­ten Spiel­tag der 2. Liga mit einem sou­ver­änen...

UmstrittenHalifax/Berlin - Erst grünes Licht für Florian Busch, dann eine neue Hiobs­bot­schaft, am Ende aber Erleich­terung bei der deut­schen Eis­hockey-Auswahl: Trotz des unbe­rech­tig­ten Ein­sat­zes von Jason Holland bleibt der...

Berlin - Das neue Hoff­nungs­kind Sabine Lisicki hat in Berlin Lust auf die junge deut­sche Tennis-Gene­ration geweckt - ist aber an den eigenen Nerven geschei­tert. Die 18-jährige Ber­line­rin...

Erleichterung bei DEB-Team: Slowakei-Sieg gültig

Halifax/Berlin - Erst grünes Licht für Florian Busch, dann eine neue Hiobs­bot­schaft, am Ende aber Erleich­terung bei der deut­schen Eis­hockey-Auswahl: Trotz des unbe­rech­tig­ten Ein­sat­zes von Jason Holland bleibt der 4:2-Sieg gegen die Slo­wakei bei der WM beste­hen.

Umstritten

Der Einsatz des Ber­liners Florian Busch bei der WM löst Kritik aus.

Dies ent­schied das Direk­torat des Eis­hockey-Welt­ver­ban­des IIHF in Halifax. Zuvor drohte am „Grünen Tisch” eine 0:5- Nie­der­lage. Die IIHF begrün­dete ihre Ent­schei­dung mit außer­gewöhn­lichen Umstän­den und erklärte, eine Umwand­lung des Ergeb­nis­ses hätte den wei­teren Tur­nier­ver­lauf unfair beein­flusst.

Der gebürtige Kanadier Holland reiste aber noch am Abend ebenso wie Stürmer André Rankel von den Eis­bären Berlin nach Hause. Rankel erlitt gegen die Slo­waken eine Gehirn­erschüt­terung. Aus Berlin kam zudem die schlechte Nach­richt, dass das Bun­desin­nen­minis­terium die För­der­gel­der für den Verband stoppte.

„Ich über­nehme die Verant­wor­tung für diesen unver­zeih­lichen Fehler”, kom­men­tierte Franz Reindl, Sport­direk­tor des Deut­schen Eis­hockey-Bundes (DEB), wenige Stunden vor dem letzten Vor­run­den­spiel gegen Nor­wegen die Unacht­sam­keit im Fall Holland. Der Ver­tei­diger war 1996 bei der Junio­ren-WM für Kanada aktiv und hätte vier Jahre in Deutsch­land spielen müssen, um ein­satz­berech­tigt zu sein. Der Abwehr­spie­ler steht aber erst seit drei Jahren in Ingol­stadt unter Vertrag. Reindl gab zu, die Vier-Jahres-Frist nicht über­prüft zu haben: „Ich kenne die Regeln. Das ist nor­maler­weise ein 5:0 für die anderen.” Nun bleiben jedoch die Chancen auf den Vier­tel­final-Einzug und die direkte Olympia-Qua­lifi­kation beste­hen.

1987 bei der WM in Wien hatte ein ähn­licher Fall der deut­schen Mann­schaft großen Ärger beschert. Der aus Polen stam­mende Miros­lav Sikora hatte bereits eine Junio­ren-WM für sein Geburts­land absol­viert. Dies führte zu Pro­tes­ten und Punktab­zügen. Aller­dings hatte damals die IIHF vorher aus­drück­lich eine Spiel­geneh­migung erteilt, so dass der DEB vor einem ordent­lichen Gericht die Punkte zurück bekam.

Selbst die weitere Spiel­berech­tigung für Busch nach dessen ver­wei­ger­ter Doping­probe rückte durch die neuen Ereig­nisse plötz­lich in den Hin­ter­grund. „Wir sind natür­lich froh, dass das so gekom­men ist”, sagte Reindl zur Spiel­geneh­migung für den Ber­liner. Wie die IIHF mit­teilte, steht der 23 Jahre alte Angrei­fer weiter zur Ver­fügung, weil erst alle Rechts­mit­tel in Deutsch­land gegen das DEB- Urteil aus­geschöpft werden müssten. Bislang liege jedoch kein Ein­spruch vor. Der DEB hatte statt einer Sperre nur eine Ver­war­nung und eine Geld­strafe in Höhe von 5000 Euro aus­gespro­chen. Die Welt- Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte eine vor­läu­fige Sperre von Busch gefor­dert und erklärt, sie habe vor der WM keine Spiel­geneh­migung erteilt.

Das Bundesinnenministerium setzte unter­des­sen wegen der causa Busch einen För­der­stopp für Bun­des­mit­tel an den DEB durch. „Wir haben am 18. April das Bun­des­ver­wal­tungs­amt beauf­tragt, wegen Ver­stoßes gegen die Anti-Doping-Rege­lun­gen einen För­der­stopp zu ver­hän­gen und ein Rück­for­derungs­ver­fah­ren ein­zulei­ten”, sagte der Par­lamen­tari­sche Staats­sekretär Chri­stoph Bergner im Sportaus­schuss des Deut­schen Bun­des­tages, „die lau­fen­den Zah­lun­gen an den DEB sind gesperrt.”

Bevor der DEB bereits in diesem Jahr gezahlte Bun­des­mit­tel zurück­erstat­ten müsse, habe dieser jedoch „Anspruch auf recht­liches Gehör”. Danach werde von der Bun­des­ver­wal­tung das Ver­fah­ren abge­schlos­sen. „Der DEB muss jetzt die harten Kon­sequen­zen hin­neh­men. Er hat mit dem falschen Urteil im Fall Florian Busch sich diese Situa­tion selbst ein­gebrockt”, meinte Bergner.

Der DEB erhält in diesem Jahr Sport­för­der­mit­tel aus dem Haus­halt des Bun­desin­nen­minis­teri­ums von etwa 600 000 Euro. Um den Verstoß gegen die Anti­doping-Regeln abzu­stel­len, werde die Sport­dach­orga­nisa­tion DOSB gemein­sam mit der NADA am 16. Mai ein Gespräch mit den Eis­hockey-Funk­tionären führen. „Ein­gefro­ren heißt nicht ent­zogen”, sagte DEB-Vize­prä­sident Uwe Harnos am Rande der WM. Sollte dies jedoch pas­sie­ren, werde man sich dagegen ver­wah­ren.

Der Verband war in Berlin nicht ver­tre­ten, die DEB-Spitze mit Prä­sident Hans-Ulrich Esken und Harnos weilt bei der WM. Harnos verwies darauf, dass er zum Rück­flug bereit gewesen wäre, obwohl der DEB gar nicht offi­ziell ein­gela­den gewesen sei. DOSB- Gene­ral­direk­tor Michael Vesper habe nach Rück­spra­che mit dem Sportaus­schuss- Vor­sit­zen­den Peter Dan­ckert mit­geteilt, dass auf ein Erschei­nen ver­zich­tet werden könne. „Beide sind sich einig gewesen, dass es ein Wahn­sinn gewesen wäre, für viel Geld drei Tage durch die Welt­geschichte zu fliegen. Wir sind ein gemeinnüt­ziger Verband und=können die Kohle nicht zum Fenster raus­schmeißen”, sagte Harnos. Aus dem Nicht-Erschei­nen einen Vorwurf zu machen, sei boden­los.

NADA-Geschäftsführer Christoph Niessen machte deut­lich, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA die Ein­schät­zung der in Bonn ansäs­sigen Stif­tung unein­geschränkt teile, Busch wegen Ver­wei­gerung einer Doping­probe mit einer Regel­sperre von zwei Jahren zu belegen. Für den Deut­schen Olym­pischen Sport­bund (DOSB) erklärte Jus­tiziar Holger Niese, zumin­dest hätte Busch für min­des­tens ein Jahr gesperrt werden müssen.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/08/05/07/sport/t/rzo423675.html
Mittwoch, 07. Mai 2008, 22:49 © RZ-Online (NewsDesk)
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