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Dienstag, 18. Juni 13

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Moskau - Macht­wech­sel im Kreml: In einem prunk­voll insze­nier­ten Festakt hat Dmitri Med­wedew das Amt des rus­sischen Prä­siden­ten über­nom­men und seinen Vor­gän­ger Wla­dimir Putin zum Regie­rungs­chef ernannt.

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Analyse: Wut über Militär in Birma wächst

Sin­gapur/Mae Sot - Brutale Gewalt ist die Sprache der Militär­junta in Birma. Das Volk ist seit Jahr­zehn­ten nichts anderes gewohnt.

Birmas Militärjunta

Birmas Militär­junta beim Tag der Armee (Archiv).

Doch dass die Generäle auch in der Stunde der größten Not kein mensch­liche­res Gesicht gezeigt haben, könnte ihnen jetzt zum Ver­häng­nis werden.

„Die Wut im Land ist groß, und sie wächst”, sagt Aung So, Direk­tor des Büros der Exil­regie­rung im thailän­dischen Mae Sot. Er spricht tag­täg­lich mit Kon­takt­per­sonen im Land. „Die Men­schen sind sauer, weil es keine Warnung gab, obwohl die Schneise des Zyklons 48 Stunden vorher bekannt war, und weil keine Hilfe kommt.”

„Ich frage mich, wo die Truppen sind, die im ver­gan­genen Sep­tem­ber drauf­geknüp­pelt haben”, sagte eine Haus­frau in Rangun dem Inter­net-Magazin „Irra­waddy” in Thai­land. Sie bezog sich auf die brutale Nie­der­schla­gung des Mönchsauf­stands, bei dem Dut­zende ermor­det wurden. „Im Sep­tem­ber waren sie schnell hier, aber jetzt schaf­fen sie es nicht, den Opfern zu helfen.”

Nach Angaben von Aung So versucht das Regime jetzt ver­zwei­felt, sich ins gute Licht zu rücken. „Sie haben die Hilfs­lie­ferun­gen aus China und Thai­land am Flug­hafen umge­packt, um den Anschein zu erwe­cken, dass die Güter vom Regime kommen”, sagt er. „Aber die Leute sind nicht dumm.”

„Die Junta kennt eben nur ein Mittel, um Pro­bleme zu lösen - und das ist Gewalt”, sagt Bo Kyi, der nach sieben Jahren und drei Monaten als poli­tischer Gefan­gener in den Fol­ter­gefäng­nis­sen des Regimes nach Mae Sot flüch­tete. Im berüch­tig­ten Insein-Gefäng­nis in Rangun wurden nach seinen Angaben am Samstag mitten im Orkan 36 poli­tische Gefan­gene erschos­sen. Von ihren Zellen waren die Dächer weg­geflo­gen, und die Männer hatten schon zwölf Stunden durch­nässt und kalt auf Hilfe gewar­tet. Als sie ran­dalier­ten, eröff­neten die Wachen das Feuer. „100 werden seitdem verhört, vier davon sind schon zu Tode gefol­tert worden”, sagt Bo Kyi, dessen Angaben über die Lage der Gefan­genen bislang immer akkurat waren.

Auch Staatsangestellte und Soldaten bekamen jetzt wieder das häss­liche Gesicht des Regimes zu spüren. Tau­sende waren vor zwei Jahren zum Umzug aus Rangun in die 300 Kilo­meter ins Lan­des­innere ver­legte neue Haupt­stadt Nay­pyi­daw gezwun­gen worden, oft ohne Fami­lien. Obwohl sie jetzt um das Leben ihrer Angehö­rigen fürch­ten, gilt Urlaubss­perre, wegen des umstrit­tenen Ver­fas­sungs­refe­ren­dums, das die Junta unge­ach­tet der natio­nalen Kata­stro­phe an diesem Samstag in weiten Lan­des­zei­len durch­zie­hen will. Nur in den beson­ders betrof­fenen Gebie­ten soll in zwei Wochen nach­gewählt werden.

Viele Minis­teri­ums­mit­arbei­ter seien einfach trotz­dem gefah­ren, berich­tet „Irra­waddy”. „Wir mussten unsere Kinder in Rangun lassen, wir sollten jetzt bei ihnen sein”, sagte einer dem Magazin. Und Sol­daten ver­ließen auch ihre Posten, um ihren Fami­lien im Kri­sen­gebiet zu Hilfe zu eilen.

Aung So ist überzeugt, dass sich der Frust schon bei der Stimm­abgabe an diesem Samstag zeigt. Die Junta will mit der Ver­fas­sung ihren Macht­anspruch zemen­tie­ren. „Wer kann und nicht ein­geschüch­tert wird, stimmt mit Nein”, sagt er voraus. „Aber sie haben das Ergeb­nis natür­lich längst fest­gelegt und werden einen großen Erfolg ver­kün­den”, meint er. Die auf­gestaute Wut über den Betrug werde sich früher oder später ent­laden.

Kommt hinzu, dass die Bir­manen höchst aber­gläu­bisch sind. Wenn das Land von einem schlech­ten König regiert wird, brechen Natur­kata­stro­phen herein, hieß es früher - also ein Zeichen, dass der Tyrann bei Seite geschafft werden muss. Gleich­zei­tig könnten die Astro­logie hörigen Junta-Generäle aber anneh­men, dass die Götter ihnen gnädig gestimmt sind, weil sie selbst an ihrem abge­lege­nen Regie­rungs­sitz ver­schont blieben. Von Chris­tiane Oelrich, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/07/tt/t/rzo423793.html
Mittwoch, 07. Mai 2008, 23:41 © RZ-Online (NewsDesk)
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