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Montag, 26. Mai 08

-Gre­ven­krug/Flint­bek - In Sekun­den­schnelle Becher oder Würfel auf­ein­ander­sta­peln - für den 15-jäh­rigen Yannick Zittlau aus Gre­ven­krug bei Kiel und viele andere Men­schen in ganz Deutsch­land sind Speed-Stacking und...

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Becher oder Würfel stapeln: Neuer Trendsport

Gre­ven­krug/Flint­bek - In Sekun­den­schnelle Becher oder Würfel auf­ein­ander­sta­peln - für den 15-jäh­rigen Yannick Zittlau aus Gre­ven­krug bei Kiel und viele andere Men­schen in ganz Deutsch­land sind Speed-Stacking und Dice-Stacking die neuen Trend­sport­arten.

Speed-Stacking

Schneller als es ein ungeüb­tes Auge erken­nen kann, wird beim Speed-Stacking gesta­pelt. (Bild: dpa)

Yannick „stackt” seit gut zwei­ein­halb Jahren mit voller Begeis­terung. Ange­fan­gen hat der 15-jährige Schüler aus Gre­ven­krug bei Kiel mit dem Cup-Stacking. Bei einer Meis­ter­schaft vor ein­ein­halb Jahren dann kam der Gym­nasi­ast mit dem Dice-Stacking in Kontakt. „Auf einem Wett­bewerb haben mir andere Mit­strei­ter diesen neuen Trend gezeigt und ich war begeis­tert”, sagt Yannick.

Beim Speed-Stacking werden aus zwölf bezie­hungs­weise neun Bechern Pyra­miden in einer bestimm­ten Rei­hen­folge mög­lichst schnell auf und wieder abge­baut. Für das Dice-Stacking werden ein zylin­der­för­miger Becher und vier scharf­kan­tige Würfel benötigt. Mit Hilfe der Flieh­kraft müssen die Würfel von einer Matte oder einem Bein, einer Hand oder auch der Stirn auf­genom­men werden. Wichtig dabei ist, dass der Stacker den Becher so abstellt, dass die Würfel ansch­ließend auf­ein­ander­ste­hen bleiben, also einen Turm bilden.

Das „Würfel-Stapeln” wurde von US-ame­rika­nischen Zau­berern erfun­den, die neue Tricks für ihre Zau­bers­hows suchten. In den 1980er Jahren wurde der Sport durch Bob Fox, einem Lehrer aus den USA, wie­der­belebt und gelang über Kon­takte nach Deutsch­land. Über Mund­pro­paganda und ver­schie­dene Work­shops fand das Stacking Einzug in viele deut­sche Schulen. Denn Stacking ist nicht nur ein Zau­ber­trick, sondern fördert Fin­ger­fer­tig­keit, Schnel­lig­keit und Kon­zen­tra­tions­fähig­keit - Eigen­schaf­ten, die jedem Schüler zugu­tekom­men.

Bei Kindern mit motorischen Schwie­rig­kei­ten erzielte das Stacking schnell Erfolge. Oliver Wulf, Sport- und Mathe­leh­rer aus Flint­bek (Kreis Rends­burg-Eckern­förde) hatte schon selber Kinder mit moto­rischen Fehlern in seiner Schul­klasse. „Schnell konnte ich bei diesen Kindern Erfolge in ihrer Motorik erken­nen. Aber das wich­tigste ist doch, dass es den Kindern Spaß bringt.”

Der 40-Jährige stieß vor drei Jahren im Inter­net gemein­sam mit seiner Frau auf das Thema. „Das wäre auch etwas für dich und deine Schüler”, hatte seine Frau ihm gesagt. Also meldete sich der Sport- und Mathe­mati­kleh­rer zu einem Stacking-Work­shop in Flens­burg an. Dort lernte er das Hand­werk und war sofort begeis­tert. „Nach nur kurzer Zeit hatte ich die ganze Familie mit diesem Hobby ange­steckt. Es ent­stand unter­ein­ander ein kleiner Wett­bewerb: Wer in der Familie stapelt schnel­ler”, erzählt er.

In Zusammenarbeit mit dem Rektor seiner Schule in Flint­bek wurde das Equip­ment gekauft, das aus zwölf Bechern und einer Stack-Matte mit Timer besteht. „Viele meiner Kol­legen fragten mich immer wieder, wie ich den Lärm aus­halte, wenn über zwanzig Kinder sich im Stacken ver­suchen. Meine Antwort war: Einfach auf Durch­zug schal­ten, dann klappt das schon”, sagt Wulf.

An diesem Samstag und Sonntag finden die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Speed- und im Dice-Stacking in Essen statt. Für alle teil­neh­men­den Dice-Stacker ist dieser Wett­kampf eine Pre­miere. Auch Yannick Zittlau fährt in die Ruhr­metro­pole. „Ich hoffe, in beiden Kate­gorien, also im Speed- und im Dice-Stacking einen Titel zu holen.” Als ein­mali­ger Welt­meis­ter und vier­mali­ger Vize­welt­meis­ter im Cup-Stacking ist der 15-Jährige - was Wett­kämpfe angeht - schon ein alter Hase, aber dennoch ist er immer wieder auf­geregt. „Beim Wett­bewerb dann, wenn man sich am Warm­mach­tisch vor­berei­tet, fängt es schon an, im Bauch zu krib­beln. Bin ich dann an der Reihe zu stacken, dann zittern mir immer die Hände.”

Die Rekorde werden in den Altersgruppen und in den ver­schie­denen For­matio­nen gemes­sen. Bei­spiel: Wenn der Wett­kämp­fer eine 3-3-3 stacken soll, muss er mög­lichst schnell und feh­ler­frei drei Mal drei Becher hin­ter­ein­ander zu einer Pyra­mide auf und wieder abbauen. In dieser Kate­gorie hält der zehn­jäh­rige Ame­rika­ner Steven Purug­ganan den Wel­tre­kord über alle Alter­sstu­fen hinaus. Bisher war niemand in der 3-3-3 For­mation schnel­ler als der kleine Junge, der mit 1,86 Sekun­den die Spitze anführt. „Das ist unglaub­lich, was der Kleine für Zeiten stackt”, kom­men­tiert Oliver Wulf diesen Rekord.

Rund ums Stapeln: www.sport­sta­cker.de Von Sabrina Panknin, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/23/magazin/szene/t/rzo427810.html
Freitag, 23. Mai 2008, 13:16 © RZ-Online (NewsDesk)
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