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Dienstag, 18. Juni 13

JubelMonte Carlo - Party-Time mit Promi-Faktor im sil­ber­nen Motor­home, nüch­terne Feh­ler­ana­lyse bei den Roten: Während McLaren- Mer­cedes auf die Rück­kehr des „Kron­prin­zen” Lewis Hamil­ton und dessen „phäno­menale Leis­tung”...

PechvogelMonte Carlo - Monaco-Sieger Lewis Hamil­ton leis­tete psy­cho­logi­sche Auf­bau­hilfe, und Chef Vijay Mallya war nach dem Schock voll des Lobes: Pech-Pilot Adrian Sutil konnte sich nach seinem tra­gischen Unfall-Aus über...

Monte Carlo - Sil­ber­pfeil-Pilot Lewis Hamil­ton hat bei der Regen­lot­terie von Monte Carlo das große Los gezogen und mit dem Ende der roten Sie­ges­serie auch die WM-Führung über­nom­men.

Lewis Hamilton gewinnt Großen Preis von Monaco

Monte Carlo - Sil­ber­pfeil-Pilot Lewis Hamil­ton hat bei der Regen­lot­terie von Monte Carlo das große Los gezogen und mit dem Ende der roten Sie­ges­serie auch die WM-Führung über­nom­men.

Kuss

Lewis Hamil­ton küsst seinen Pokal.

Robert Kubica konnte die Erfolgs­strähne von BMW-Sauber fort­setz­ten während Pech­vogel Adrian Sutil eine Sen­sation ver­passte. Während Hamil­ton beim chao­tischen Großen Preis von Monaco mit dem sechs­ten McLaren-Mer­cedes-Sieg im Glückss­piel­para­dies in den ver­gan­genen elf Jahren die WM-Führung über­nahm, durfte sich der Pole Kubica im BMW-Sauber über Platz zwei vor Pole-Mann Felipe Massa im Ferrari freuen. Sutil lag beim Cha­osren­nen bis kurz vor Ende im zweit­klas­sigen Force India auf dem vierten Rang, musste aber nach einem Auf­fahr­unfall durch Welt­meis­ter Kimi Räik­könen auf­geben - Pro­fiteur war Lands­mann Sebas­tian Vettel, der als Fünfter im Toro Rosso bester Deut­scher wurde.

Jubelstimmung war aber besonders bei Hamil­ton ange­sagt, der vor einem Jahr den Sieg beim „Rennen der Rennen” noch seinem dama­ligen Team­kol­legen Fer­nando Alonso hatte über­las­sen müssen. „Das wird immer ein High­light meiner Kar­riere sein. Ein unglaub­liches Gefühl, es ist sehr emo­tio­nal”, meinte Hamil­ton, der nach der Sie­ger­ehrung in der Fürs­ten­loge von Prinz Albert mit dem Scham­pus in der Hand auf sein Team zustürzte. „Das war der größte Spaß, den ich jemals in einem Rennen hatte”, sagte Hamil­ton, dessen „gran­diose” und „sen­satio­nelle” Leis­tung auch Mer­cedes-Motor­sport­chef Norbert Haug ver­zückte. „Die beste Stra­tegie, der beste Speed und bestimmt auch ein biss­chen Rennglück - für mich ist unser sechs­ter Sieg in Monaco der bisher großar­tigste”, sagte er nach dem zweitem Sai­son­erfolg des Englän­ders und dem sechs­ten Grand-Prix-Sieg seiner Kar­riere.

Feld

Das Feld fährt beim GP von Monte Carlo dicht zusam­men in eine Kurve.

Hamiltons bester Formel-1-Freund Sutil war dagegen untröst­lich: Nach einer über­ragen­den Leis­tung lag er zehn Minuten vor Ablauf der Renn­zeit auf den vierten Platz noch vor Räik­könen. Doch dann raste der Ferrari-Pilot dem Grä­felin­ger in den Wagen. Sutil musste auf­geben, Räik­könen wurde nur Neunter, blieb ohne Punkte und verlor seine WM-Spit­zen­posi­tion. Kein Trost für Sutil: „Ich konnte es einfach nicht glauben. Das war wie ein Alp­traum”, meinte er. Vor­würfe machte er dem Finnen nicht. Räik­könen ent­schul­digte sich: „Natür­lich ist das hart für ihn. Es tut mir sehr leid.”

Auch für die anderen Mitglieder der schwarz-rot-gol­denen Fahr- Gemein­schaft verlief die Auf-und-Ab-Hatz durch die engen Straßen mit Höhen und Tiefen: Vettel holte bei der Pre­miere des neuen Toro Rosso STR 3 völlig über­raschend vier Punkte. Für Nico Rosberg - nach einer tollen Qua­lifi­kation von Platz sechs gest­artet - war das Rennen in seiner Wahl­hei­mat 17 Runden vor Schluss nach einem Unfall beendet. Timo Glock im Toyota musste nach einigen Drehern und Zwangs- Boxen­stopps sich mit dem zwölf­ten Rang zufrie­den­geben.

Safety Car

Das Safety Car fährt von Felipe Massa.

Während sein Team­kol­lege Kubica sich als Zweiter feiern lassen durfte, hatte Nick Heid­feld großes Pech - Alonso krachte ihm ins Auto - und wurde am Ende 14. „Es ist offen­sicht­lich, dass ich im Moment nicht zurecht komme, dass ich nicht die Pace fahren kann, die das Auto hat”, gestand Heid­feld. BMW-Motor­sport­direk­tor Mario Theis­sen lobte ihn dennoch. „Das war eine ganz andere Leis­tung als in der Qua­lifi­kation. Er ist aggres­siv gefah­ren. So wollen wir ihn sehen.”

Beim ersten Rennen unter feuchten Bedin­gun­gen seit dem Verbot der Trak­tions­kon­trolle zu Beginn der Saison blieben Berührun­gen, Rut­scher und Kol­lisio­nen nicht aus. Selbst Hamil­ton hatte nach einem Ein­schlag in die Stre­cken­begren­zung inklu­sive Rei­fen­scha­den bereits in der fünften Runde an die Box fahren müssen und wurde auf­getankt.

Bremser

Robert Kubica ver­bremst sich beim GP von Monte Carlo.

Trotz des Miss­geschicks ließ sich der Brite nicht stoppen und arbei­tete sich bis knapp zur Hälfte des Rennens wieder nach vorn. Nach zwei Stunden auf dem 3,34 Kilo­meter langen Kurs-Klas­siker siegte Hamil­ton mit drei Sekun­den vor Kubica. In der Fah­rer­wer­tung führt er nun nach sechs Rennen mit 38 Zählern vor Räik­könen (35 Punkte). Haug: „Der Kampf um den WM-Titel ist offen und jetzt wollen wir dran­blei­ben.” Massa (34) und Kubica (32) sind Dritter und Vierter. Heid­feld ist als bester Deut­scher (20) Fünfter.

Massa erwischte den besten Start und ver­tei­digte seine Pole Posi­tion sou­verän. Dagegen musste Räik­könen Hamil­ton bereits vor der ersten Kurve an sich vor­bei­zie­hen lassen und fiel auf den dritten Rang zurück. Pech hatte schon da Rosberg. Der 22-Jährige rutschte in Alonsos Renault, musste wegen eines beschä­dig­ten Front­flü­gels an die Box und ver­spielte seinen sechs­ten Start­platz.

Siegerehrung

Lewis Hamil­ton (m), Robert Kubica (l) und Felipe Massa stehen auf dem Podest.

Dagegen zeigte Heid­feld nach seiner ent­täu­schen­den Qua­lifi­kation eine starke Vor­stel­lung. Von Platz zwölf ins Rennen gegan­gen, arbei­tete er sich bis auf den fünften Rang vor. Doch dann hatte er großes Pech: Im Duell mit dem zwei­mali­gen Monaco-Sieger Fer­nando Alonso wurde Heid­feld nach einem zu opti­mis­tischen Manöver des Spa­niers im Renault in der 14. Runde berührt.

Zunächst blieb Heidfeld auf Position fünf, musste dann an die Box zur Repa­ratur. „Er hat mir mein Auto kom­plett kaputt gemacht und danach ging nichts mehr”, ärgerte er sich. Der BMW-Sauber-Pilot fiel auf den letzten Rang zurück und wurde in der 19. Runde von seinem Team­kol­legen Kubica über­run­det. Der Pole hatte im 15. Durch­gang die Spit­zen­posi­tion über­nom­men, als Massa sich ver­bremst hatte. Die Führung verlor Kubica erst nach seinem regulären Boxen­stopp in der 26. Runde wieder an Massa. Als der Bra­silia­ner in der 33. Runde zum Tanken kam, rückte Hamil­ton auf den ersten Platz vor.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/25/sport/formel1/t/rzo428243.html
Sonntag, 25. Mai 2008, 17:56 © RZ-Online (NewsDesk)
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