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Mittwoch, 28. Mai 08

Chris de Burgh  Teheran - Der Klerus im Iran ist defi­nitiv kein Freund von Musik, erst recht nicht von west­licher Musik, die als Ver­schwörung des Westens für „kul­turelle Inva­sion” im Land abge­stem­pelt wird.

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Chris de Burgh plant Konzert im Iran

Teheran - Der Klerus im Iran ist defi­nitiv kein Freund von Musik, erst recht nicht von west­licher Musik, die als Ver­schwörung des Westens für „kul­turelle Inva­sion” im Land abge­stem­pelt wird.

Chris de Burgh

Chris de Burgh in Teheran.

Daher wird der Plan der Musik­firma Taraneh Scharghi (Ori­enta­lische Melodie), ein Live-Konzert des iri­schen Sängers Chris de Burgh in Teheran zu ver­anstal­ten, auch als „Mission Impos­sible” ein­gestuft.

Für Taraneh Scharghi Manager Mohsen Rad­schab­pur ist jedoch schon die Reise de Burghs nach Teheran ein erster Erfolg. Der Sänger und sein Manager haben in der ira­nischen Haupt­stadt Teheran die tech­nischen Ein­rich­tun­gen der mög­lichen Aus­tra­gungs­orte über­prüft und sie als geeig­net bezeich­net. Aber wich­tiger ist die obli­gato­rische Erlaub­nis der Hard­liner im Minis­terium für isla­mische Kultur und Führung (Kul­tus­minis­terium). Falls sie kommen sollte, wäre es ein Novum in der Gesichte der Isla­mischen Repu­blik.

„Es war seit meiner Kind­heit ein Traum in den Iran zu kommen - und heute bin ich endlich da”, sagte de Burgh in Teheran. Der Ire ist äußerst populär im Iran und dies ist auch der Haupt­grund, warum aus­gerech­net er der erste west­liche Sänger sein soll, der seit der isla­mischen Revo­lution von 1979 ein Live-Konzert geben könnte. „Ich fühle mich sehr geschmei­chelt über die vielen Fans hier und hoffe, dass es mit dem Konzert klappen wird”, sagte de Burgh.

Das Konzert soll im Oktober oder Novem­ber in Teheran statt­fin­den, und de Burgh beglei­ten wird die ira­nische Musik­gruppe Arian, mit der er auch den Titel „The Words I Love You” auf­genom­men hat. „Ich ver­suche alles Mög­liche, die Erlaub­nis für das Konzert zu erhal­ten, und bin zuver­sicht­lich, dass ich es schaf­fen werde”, sagte Rad­schab­pur. „Wir sind derzeit in einer deli­katen Phase der Ver­hand­lun­gen”, fügte de Burgh hinzu.

Schon der Gedanke, dass de Burgh im schi­iti­schen Got­tes­staat Iran seinen Hit „Lady in Red” vor­tra­gen und Zehn­tau­sende von ira­nischen Jugend­lichen, ein­sch­ließ­lich ver­schlei­erte Mädchen, dazu tanzen würden, wird von vielen als Utopie ange­sehen. Ande­rer­seits aber glauben Beo­bach­ter, dass die ira­nische Führung grünes Licht für das Konzert geben könnte, um das noto­rische Bild des Landes im Ausland - Atom­pro­gramm oder anti-israe­lische Hass­tira­den von Staats­prä­sident Mahmud Ahma­dined­schad - auf­zupo­lie­ren.

„Wir sind ja politisch nicht naiv, aber ich bin ein Huma­nist und ein gewöhn­licher Typ, der ledig­lich für gewöhn­liche Men­schen singen will”, recht­fer­tigte de Burgh sein mög­liches Konzert im Iran. Er nahm keine Stel­lung zum poli­tischen System im Iran, erklärte jedoch, seine Fans seien keine Anhän­ger des Klerus.

Über die finan­zielle Seite wollte de Burgh keinen Kom­men­tar geben. Er war sich jedoch bewusst, dass im Iran zwar Mil­lio­nen seiner Alben kur­sie­ren, er daran aber wegen eines feh­len­den Urhe­ber­rechts­gesetz­tes kaum etwas ver­die­nen kann. Die Alben werden als Raub­kopien auf dem Schwarz­markt für 70 Cent ver­kauft. Trotz­dem ver­sprach de Burgh seinen ira­nischen Fans ein exklu­sives Stück - Titel: „Ira­nische Nächte”. Von Farshid Mota­hari, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/28/magazin/musik/t/rzo429984.html
Mittwoch, 28. Mai 2008, 16:16 © RZ-Online (NewsDesk)
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