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Junge Deutsche lernen mit wachsender Begeisterung im Ausland

Brüssel/Ant­wer­pen (dpa) - Die EU will Arbeit­neh­mer mobiler machen, damit sie leich­ter bessere Jobs finden.

Ausbildung in Antwerpen

Schwarz-Gelb-Rot statt Schwarz-Rot-Gold: Denise Pächnatz absol­viert eine Station ihrer Aus­bil­dung bei der Deut­schen Telekom in Ant­wer­pen. (Bild: dpa)

Wer in Zukunft auf dem europäi­schen Arbeits­markt eine Chance haben will, muss über die Grenzen hin­aus­schauen.

Acht Auszubildende der Deutschen Telekom machen das derzeit in Ant­wer­pen vor. Eine von ihnen ist die 22-jährige Denise Pächnatz. Sie hilft Pro­jekt­lei­ter Koen Bas­tiaens seit Januar, junge Europäer auf Betriebe in der bel­gischen Hafen­stadt zu ver­tei­len. „Ich hatte nie die Gele­gen­heit, ins Ausland zu gehen”, sagt Bas­tiaens. Aber ein Aus­lands­auf­ent­halt während der Aus­bil­dung und mög­lichst viele Fremd­spra­chen­kennt­nisse seien heut­zutage einfach unum­gäng­lich.

Ein europäi­sches Pilot­pro­jekt gibt den Azubis für Büro­kom­muni­kation aus Berlin diese Chance: Sie bleiben drei Monate lang in Belgien. Die Arbeitss­pra­che von Denise Pächnatz ist dort Eng­lisch. Der Auf­ent­halt bein­hal­tet zudem einen Nie­der­län­disch-Kurs. Privat lernt sie noch Spa­nisch. Sorgen um die beruf­liche Zukunft hat sie nicht. „Wenn ich fließend Eng­lisch und Spa­nisch kann, bin ich zufrie­den”, sagt sie.

Wie Pächnatz kommt die Mehrzahl der Pro­jekt­teil­neh­mer aus Deutsch­land. Die Antrags­zah­len über­stei­gen in diesem Jahr bei weitem die Erwar­tun­gen. Ver­gli­chen mit dem Vorjahr ist die deut­sche Nach­frage um 40 Prozent gestie­gen.

In Brüssel gelten junge Deut­sche wegen ihrer Offen­heit für Aus­lands­auf­ent­halte als Mus­ter­bei­spiele für die zukünf­tigen Her­aus­for­derun­gen des europäi­schen Arbeits­mark­tes. Beim EU-Pro­gramm Erasmus, das Stu­den­ten Sti­pen­dien für ein oder zwei Semes­ter im Ausland gewährt, kommen die meisten Teil­neh­mer stets aus Deutsch­land. Zuletzt waren es 23 000 pro Jahr.

Wie Studenten sollen auch Azubis regel­mäßig die Mög­lich­keit bekom­men, andere Kul­turen, Spra­chen und Men­talitäten ken­nen­zuler­nen und somit wich­tige Erfah­run­gen zu sammeln. Mit einem euro­paweit ein­heit­lichen Leis­tungs­punk­tesys­tem für die beruf­liche Bildung (ECVET) sollen sie dann in der Lage sein, einen Teil ihrer Aus­bil­dung im Ausland zu absol­vie­ren. Die EU-Ini­tia­tive, die das Ant­wer­pener Pilot­pro­jekt auf ganz Europa aus­wei­tet, soll zudem die unter­schied­lichen Aus­bil­dungs­sys­teme in Europa auf einen gemein­samen Stan­dard setzen und für Unter­neh­men ver­gleich­barer machen.

In diesem Jahr wird die Kom­mis­sion einen ent­spre­chen­den Vor­schlag machen. Fach­leute rechnen damit, dass das Projekt 2012 startet. „Das ist wirk­lich großar­tig. Das bedeu­tet eine große Zukunft für das europäi­sche Bil­dungs­sys­tem”, urteilt Bas­tiaens über ECVET.

„Wir wollen die Mehrsprachigkeit fördern, um etwas für die Wett­bewerbs­fähig­keit der europäi­schen Unter­neh­men zu tun”, sagt der EU-Bil­dungs­kom­missar Jan Figel. Die wich­tigste Bot­schaft lautet: Neben Eng­lisch sollen Stu­den­ten oder junge Arbeit­neh­mer min­des­tens noch eine weitere Sprache lernen.

Auch Pächnatz hat das erkannt. Die junge Frau denkt bereits an weitere Aus­lands­auf­ent­halte. „Ich habe schon regis­triert, dass man hier in Ant­wer­pen bessere Mög­lich­kei­ten hat”, sagt Pächnatz. Für sie steht bereits fest, dass sie nach dem Aus­bil­dungs­ende 2009 Inter­natio­nal Busi­ness stu­die­ren will. Ein Erasmus-Semes­ter in Spanien ist bereits ein­geplant.

Doch deutsche Experten sehen bei den EU-Plänen zum europäi­schen Arbeits­markt auch Pro­bleme. Brüs­seler Diplo­maten sind sich sicher, dass Unter­neh­men wie Nokia irgend­wann kom­plett außer­halb der EU  pro­duzie­ren werden, weil die Kosten auch in Rumä­nien zu hoch werden. Sie fragen daher zuge­spitzt: „Was will die EU mit einem europäi­schen Arbeits­markt, wenn sie keine Indus­trie mehr hat?”

Infor­matio­nen zum ein­heit­lichen Leis­tungs­punk­tesys­tem ECVET: www.bibb.de/de/wlk18242.htm Von Carsten Lappe, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/03/14/service/berufbildung/t/rzo409062.html
Freitag, 14. März 2008, 14:22 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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