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Rosige Aussichten: Maschinenbauer bleiben begehrt

Berlin/Düs­sel­dorf - Maschi­nen­bauer arbei­ten längst nicht mehr nur in der Auto­indus­trie.

Maschinenbauer

Maschinenbauer sind in der Auto­bran­che genauso gefragt wie in der Luft­fahrt­tech­nik oder der Metall­indus­trie. (Bild: VDMA/dpa/tmn)

Ob Mikro­chips, Inline-Skates oder Wind­kraft­anla­gen - alles wird von Maschi­nen pro­duziert, über­wacht und ange­trie­ben. Nach­wuchs­kräfte werden daher gesucht - auch künftig.

„Der Branche geht es wirklich sehr gut”, kon­sta­tiert Rein­hard Pätz aus Berlin vom Verband Deut­scher Maschi­nen- und Anla­gen­bau (VDMA). „Sowohl im In- als auch im Ausland ver­zeich­nen wir Wachs­tums­raten.” Haupt­pro­blem der Branche seien die Kapa­zität­seng­pässe. „Für Fach­arbei­ter und Inge­nieure sieht es sehr gut aus.” Die Firmen bräuch­ten mehr Exper­ten, als es gibt.

„Es gibt einen Mangel an Inge­nieu­ren”, sagt auch Sven Renkel vom Verein Deut­scher Inge­nieure (VDI) in Düs­sel­dorf. 2007 seien pro Monat durch­schnitt­lich 11 500 Stellen für Maschi­nen­bau­inge­nieure unbe­setzt gewesen. Eine gemein­same Studie mit dem Insti­tut der Deut­schen Wirt­schaft bestätigt: „Rund 35 Prozent der befrag­ten 3000 Unter­neh­men haben Pro­bleme, Fach­kräfte zu finden”, sagt Renkel. Und der Bedarf werde auch in den kom­men­den Jahren bleiben.

Besonders gefragt seien derzeit Maschi­nen­bauer, die sich mit Zukunfts­tech­nolo­gien wie Nano- oder Laser­tech­nik aus­ken­nen. Renkel zufolge gilt das nicht nur für die Groß­indus­trie. Auch der Mit­tel­stand frage ver­stärkt nach diesen Spe­zia­lis­ten. VDMA-Experte Pätz sieht zugleich Inge­nieur­nach­wuchs-Bedarf in den Berei­chen For­schung und Ent­wick­lung, Ver­trieb und Service sowie in der Pro­duk­tion. „Aber auch Fach­arbei­ter werden hän­derin­gend gesucht, bei­spiels­weise Schweißer, Indus­trie­mecha­niker, Mecha­tro­niker und Werk­zeug­mecha­niker.”

Wer von den guten Aus­sich­ten der Branche pro­fitie­ren möchte, sollte ein Studium an einer Uni­ver­sität oder Fach­hoch­schule nicht scheuen. „Schul­abgän­gern würde ich ein all­gemei­nes Maschi­nen­bau­stu­dium emp­feh­len. Das ist der brei­teste beruf­liche Ein­stieg”, sagt Roland Span, Stu­dien­dekan an der Ruhr-Uni-Bochum, Fakul­tät Maschi­nen­bau. Nach zwei Jahren Grund­stu­dium könnten dann ver­schie­dene Ver­tie­fungs­rich­tun­gen gewählt werden.

Wenn man das nicht möchte, gibt es noch andere Mög­lich­kei­ten, erklärt Span: Denkbar sei auch ein Studium zum Wirt­schaft­sin­genieur, das ver­triebs- oder mana­gemen­tori­entiert ange­legt sein kann. Aber auch umwelt­ori­entierte Stu­diengänge, die den Schwer­punkt auf Ver­fah­rens­tech­niken legen, seien ein Ein­stieg in die Branche. Im klas­sischen Maschi­nen­bau haben Stu­den­ten die Wahl zwi­schen Ver­tie­fungs­schwer­punk­ten wie Mikro­tech­nik, Fahr­zeug- oder Flug­zeug­bau, Mecha­nik oder Kon­struk­tions­tech­nik.

Informationen: Verband Deut­scher Maschi­nen- und Anla­gen­bau, Lyoner Straße 18, 60528 Frank­furt; E-Mail: vdma@vdma.org; Verein Deut­scher Inge­nieure, Post­fach 101139, 40002 Düs­sel­dorf; E-Mail: kun­dencen­ter@vdi.de

Verband Deut­scher Maschi­nen- und Anla­gen­bau: www.vdma.org

Verein Deut­sche Inge­nieure: www.vdi.de

Maschinenbau-Fakul­tät an der Ruhr-Uni Bochum: www.mb.ruhr-uni-bochum.de Von Ange­lika Röpcke, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/05/service/berufbildung/t/rzo422905.html
Montag, 05. Mai 2008, 11:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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