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Schichtarbeit gesund gestalten

Schwar­zen­bek - Am anstren­gends­ten ist die Nacht - obwohl es dann am wenigs­ten zu tun gibt.

Schichtarbeit gesund gestalten

Arbeiten, wenn andere längst im Bett liegen - auch im ICE-Werk der Deut­schen Bahn in Berlin sind Nacht­schich­ten nichts Unge­wöhn­liches. (Bild: dpa/tmn)

Der Körper ist auf Schla­fen ein­gestellt, doch Ullrich Grubig steht an den Maschi­nen. Der Zer­spa­nungs­mecha­niker muss bis 5.00 Uhr durch­hal­ten. Erst dann kann er ins Bett.

„Am Tag ist man dann schon gereizter und ange­spann­ter”, sagt er. Erfah­run­gen, die andere Schicht­arbei­ter teilen. Ullrich Grubig hat Glück, dass die Nacht­schicht in seiner Firma in Schwar­zen­bek bei Hamburg so früh endet. „Ist zum Bei­spiel erst um 8.00 Uhr Schluss, ist es meis­tens schon hell, bis man ins Bett kommt, und man kann noch schlech­ter schla­fen”, sagt Daniel Hicklin von der Klinik für Schlaf­medi­zin in Bad Zurzach in der Schweiz, die eine Schicht­arbeits­bera­tung anbie­tet. Der Körper ist dann auf Akti­vität aus­gerich­tet - nicht auf Schlaf.

Viele Firmen wech­seln sich Früh-, Spät- und Nacht­schich­ten ab. „Heute wird emp­foh­len, alle zwei bis drei Tage zu rotie­ren”, erklärt Ingo Fietze von der Deut­schen Gesell­schaft für Schlaf­medi­zin und Schlaf­for­schung in Berlin. Dann kann sich der Körper besser umstel­len. Ideal ist ein Wechsel von der Früh- in die Spät- und dann in die Nacht­schicht mit einem Tag frei.

„Besonders anstrengend ist die Nacht­schicht”, sagt Fietze. Die Kör­per­tem­pera­tur sinkt nachts ab, und der Schlaf­drang ist höher. „Man ist dann viel müder und macht Fehler.” Doch auch die Früh­schicht kann in die Knochen gehen. „Je früher es losgeht, desto weniger Schlaf bekommt man”, sagt Hicklin. Fängt eine Schicht zum Bei­spiel um 4.00 Uhr an, stehen die Mit­arbei­ter mitten in der Nacht auf und fahren zur Arbeit. Damit sie das durch­hal­ten, müssten sie abends früh ins Bett. „Aber oft ist man noch nicht müde und setzt sich unter Druck, mög­lichst schnell ein­zuschla­fen.”

Ein paar Regeln helfen, die Schich­ten besser zu über­ste­hen. „Wenn ich in die Nacht­schicht gehe, trinke ich am Anfang eine Kanne Kaffee”, erzählt Ullrich Grubig. Kaffee braucht rund 20 Minuten, bis er wirkt, „deshalb bringt es nichts, ihn zu trinken, wenn man schon müde ist”, sagt Fietze. Das Koffein habe eine Wirk­dauer von vier bis sieben Stunden im Blut - wer also um 2.00 Uhr noch Kaffee trinkt, kann mög­licher­weise um 7.00 Uhr nicht ein­schla­fen.

Menschen mit Einschlafproblemen können sich auf der Fahrt nach Hause eine Son­nen­brille auf­set­zen. „Denn Licht ist ein Wach­macher”, erklärt Fietze. Die Nacht­arbei­ter gehen am besten sofort ins Bett und schla­fen, so lange sie können. Bei der Früh­schicht kann es hin­gegen sinn­voll sein, nach der Schicht nur kurz zu schla­fen, um abends wieder wie gewohnt zur Ruhe zu kommen. Auch wenn es schwer­fällt, müssen Schicht­arbei­ter auf aus­rei­chend Schlaf achten.

Es gibt Men­schen, die mit den wech­seln­den Arbeits­zei­ten nicht zurecht­kom­men. Bei ihnen treten Schlafstörun­gen, Magen-Darm- und Kreis­lauf­pro­bleme auf. „Man kann davon aus­gehen, dass 20 bis 25 Prozent der Schicht­arbei­ter Schlaf­pro­bleme haben, 4 Prozent müssten eigent­lich aus dem Dienst genom­men werden”, sagt Fietze. Spätes­tens wenn die Müdig­keit zum Dau­erzu­stand wird und auch am Woche­nende Schlaf­pro­bleme auf­tre­ten, sollte der Arzt auf­gesucht werden.

Informationen: Klinik für Schlaf­medi­zin KSM Zurzach, Schicht­arbeits­bera­tung; Telefon von Deutsch­land: 0041/56/269/6020.

Informationen zum Thema Schicht­arbeit von der Klinik für Schlaf­medi­zin Zurzach: www.schicht­arbeit.ch

Deutsche Gesell­schaft für Schlaf­for­schung und Schlaf­medi­zin: www.charite.de/dgsm/dgsm/ Von Carina Frey, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/19/service/berufbildung/t/rzo426506.html
Montag, 19. Mai 2008, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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