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StraßenbauerBonn/Schwe­rin - Die Straßen­bau-Unter­neh­men suchen Nach­wuchs - doch sie haben ein Image-Problem: Nach jah­relan­gem Stel­lenab­bau zögern viele Jugend­liche, eine Lehre in der Branche anzu­fan­gen.

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Wie werde ich...? Straßenbauer

Bonn/Schwe­rin - Die Straßen­bau-Unter­neh­men suchen Nach­wuchs - doch sie haben ein Image-Problem: Nach jah­relan­gem Stel­lenab­bau zögern viele Jugend­liche, eine Lehre in der Branche anzu­fan­gen. Dabei sind die Zukunfts­aus­sich­ten nicht schlecht.

Straßenbauer

Eine neue Decke für die Bun­dess­traße: Straßen­bauer setzen Maschi­nen ein, die ihnen viel Arbeit abneh­men. (Bild: dpa/tmn)

Das „Bau-ABC Rostrup” in Bad Zwi­sche­nahn bekommt regel­mäßig eine frisch asphal­tierte Zufahrt. Aus­zubil­dende im Straßen­bau zeigen auf diese Weise, was sie gelernt haben. „Asphalt ist ein fas­zinie­ren­des Mate­rial”, sagt Hein­rich Els. Der Geschäfts­füh­rer Technik beim Deut­schen Asphalt­ver­band in Bonn hofft, dass wieder mehr junge Leute seine Fas­zina­tion teilen und sich für den Beruf des Straßen-/Tief­bau­ers ent­schei­den.

Das „Bau-ABC Rostrup” ist eines von meh­reren über­betrieb­lichen Aus- und Fort­bil­dungs­zen­tren einer Branche mit Nach­wuchs­sor­gen. Ins­beson­dere im Straßen-/Tiefbau wurden im vorigen Aus­bil­dungs­jahr hän­derin­gend Lehr­linge gesucht. „Die Bau­wirt­schaft hat ein großes Ima­gepro­blem”, sagt Helmut Sch­gei­ner vom Zen­tral­ver­band Deut­sches Bau­gewerbe (ZDB) in Berlin. Seit einem guten Jahr­zehnt gebe es einen deut­lichen Stel­lenab­bau. „Das setzt sich fest in den Köpfen.”

Hinzu kommt man­cher­orts ein demo­gra­fisches Problem: Es gebe einfach weniger Schul­abgän­ger, sagt Bernd Rachow, Geschäfts­füh­rer für Bil­dungs­poli­tik beim Bau­indus­trie­ver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern in Schwe­rin. Das mache sich auch bei den Bewer­ber­zah­len bemerk­bar. Dennoch hofft er auf wach­sen­des Inter­esse an einer Lehre, die hoch­inter­essant sei und gute Chancen biete. Hein­rich Els vom Asphalt­ver­band ist sogar über­zeugt, dass es „auf Jahr­zehnte hin genug Arbeit” im Straßen­bau gebe - schon wegen des wach­sen­den Ver­kehrs.

Der Beruf des Straßen-/Tiefbauers bleibe zwar eine hand­werk­liche Tätig­keit, sagt Rachow. Aber er bestehe längst nicht mehr aus ein­fachen Hand­lan­ger­arbei­ten. Tech­nische Hilfs­mit­tel wie Mini-Bagger, Stamp­fer, Vibra­tions­geräte und Walzen würden wo immer möglich ein­gesetzt. Die Aus­bil­dung zum Straßen-/Tief­bauer ist breit ange­legt: „Sie lernen nicht nur Pflas­tern”, betont Rachow. Neben dem Straßen­bau stehe in der drei­jäh­rigen Lehr­zeit auch der Kanal-, Rohr- und Brun­nen­bau auf dem Pro­gramm.

Ausgebildet wird in ent­spre­chen­den Schulen oder in Lehr­fir­men und auch in über­betrieb­lichen Lehr­gän­gen. Über 90 Prozent der aus­bil­den­den Betriebe sind laut Rachow kleine Mit­telständ­ler und können die von der Branche ange­strebte Breite allein nicht ver­mit­teln. In der Regel haben die Azubis einen Haupt­schul­abschluss, Rachow zufolge sind aber auch Real­schul­absol­ven­ten gern gese­hene Bewer­ber.

Vergütet wird die Lehre in Betrieben laut dem Bun­des­insti­tut für Berufs­bil­dung im ersten Jahr mit durch­schnitt­lich 490 Euro in Ost- und 571 Euro in West­deutsch­land. Im zweiten sind es rund 684 bezie­hungs­weise 887 Euro, im dritten im Schnitt 864 oder 1120 Euro. Gefragt sei ein gutes mathe­matisch-natur­wis­sen­schaft­liches sowie tech­nisches Ver­ständ­nis. „Auch eine Straße ist ein High-Tech-Bauwerk”, sagt Hein­rich Els. Ver­mes­sen werde via GPS oder per Laser. Die Ver­dich­tung, also Was­ser­durch­läs­sig­keit, wird elek­tro­nisch kon­trol­liert.

Internet: www.bau­berufe.net

Internet: www.bau-abc-rostrup.de Von Nina C. Zim­mer­mann, dpa

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/26/service/berufbildung/wiewerdeich/t/rzo428328.html
Montag, 26. Mai 2008, 10:21 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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