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Montag, 18. Dez. 17

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Schwere Vorwürfe gegen Ricke und Zumwinkel

Bonn - In der Bespit­zelungs­affäre bei der Deut­schen Telekom geraten der ehe­malige Kon­zern­chef Kai-Uwe Ricke und der Ex-Auf­sichts­rats­vor­sit­zende Klaus Zum­win­kel zuneh­mend unter Druck.

Ricke und Zumwinkel

Schwere Vor­würfe gegen Klaus Zum­win­kel (l.) und Kai-Uwe Ricke.

Der frühere Per­sonal­vor­stand der Deut­schen Telekom, Heinz Klink­ham­mer, sagte dem „Han­dels­blatt”, der Auftrag, die Lücken für Indis­kre­tio­nen im Unter­neh­men zu finden, sei „aus dem Umfeld Ricke und Zum­win­kel erteilt” worden. Die Zeitung zitierte am Mitt­woch auch den Chef der Ber­liner network.deutsch­land GmbH, Ralph Kühn, mit den Worten, der Auftrag zur Aus­wer­tung von Ver­bin­dungs­daten sei von „ganz oben” gekom­men und mit dem Vor­stand abge­stimmt worden.

Kühn distanzierte sich von dem Bericht. Von ihm geäußerte Ver­mutun­gen seien zu Tat­sachen gemacht worden, teilte er mit. Die Rolle seiner Firma sei „falsch geschil­dert und über­höht” worden. Die auf Kom­muni­kati­ons­sicher­heit in Unter­neh­men spe­zia­lisierte Firma soll im Auftrag der Telekom nach undich­ten Stellen im Konzern gesucht und Ver­bin­dungs­daten von Tele­fona­ten aus­gewer­tet haben.

Klinkhammer sagte laut „Han­dels­blatt” weiter: „Der Mit­arbei­ter der Kon­zern­sicher­heit, der diesen Auftrag bekom­men hat, hat mir ver­sichert, dass Ricke und Zum­win­kel ihm in der Ange­legen­heit einen Maul­korb erteilt haben.”

Ricke wies die erhobenen Vorwürfe als „haltlos und unwahr” zurück. Ein Spre­cher von Zum­win­kel erklärte, der ehe­malige Telekom- Auf­sichts­rat habe keinen per­sön­lichen Auftrag erteilt. Die Geschäfte eines Unter­neh­mens führe der Vor­stand. Ein Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der könne Mit­arbei­tern des Unter­neh­mens keine Anwei­sun­gen geben.

Die Telekom wollte den Bericht auf Anfrage nicht kom­men­tie­ren und verwies auf die Bonner Staats­anwalt­schaft, die derzeit die Auf­nahme von Ermitt­lun­gen in der Affäre prüft.

Der Aufsichtsrat des Unternehmens stärkte Vor­stands­chef René Ober­mann den Rücken. Das Kon­troll­gre­mium habe aus­drück­lich die von ihm ein­gelei­teten Maß­nah­men begrüßt und seinen Kurs unter­stützt, um künftig einen Daten­miss­brauch in dem Unter­neh­men zu ver­hin­dern, sagte Kon­zern­spre­cher Philipp Schin­dera am Mitt­wocha­bend in Bonn.

Schindera bestätigte Berichte, dass der Vor­stand bereits im Sommer ver­gan­genen Jahres von einem Fall von Daten­miss­brauch erfah­ren habe. Darauf­hin habe Ober­mann zügig gehan­delt und den Bereich Unter­neh­mens­sicher­heit kom­plett umge­baut. Spe­kula­tio­nen über eine mög­liche Ver­stri­ckung von Ober­mann in die Affäre wies das Unter­neh­men am Abend in einer Pres­semit­tei­lung zurück.

Der Vorstandsvorsitzende habe mit den Vor­gän­gen aus dem Jahr 2005 nichts zu tun. Zu dieser Zeit war Kai-Uwe Ricke Telekom-Chef, der im Novem­ber 2006 den Posten räumen musste. Durch die unver­züg­lichen inter­nen Ermitt­lun­gen der mit einem Ex-Staats­anwalt besetz­ten Stab­sstelle Wirt­schaftss­traf­recht sei es möglich gewesen, kurz­fris­tig noch 2007 weit­rei­chende per­sonelle und orga­nisa­tori­sche Maß­nah­men zu ergrei­fen, hieß es weiter. Ober­mann habe nichts zu ver­ber­gen gehabt.

Am ver­gan­genen Woche­nende hatte Telekom-Vor­stands­chef René Ober­mann ein­geräumt, dass der Konzern in Jahren 2005 und teil­weise auch 2006 Telefon-Ver­bin­dungs­daten miss­brauch­lich benutzt habe. Zuvor hatte das Ham­bur­ger Nach­rich­ten­maga­zin „Der Spiegel” die Affäre ans Licht gebracht. Ziel der Ope­ration war es, her­aus­zufin­den, wann und wie lange Auf­sichts­räte und Telekom-Manager mit Jour­nalis­ten tele­foniert haben. Auf diesem Wege wollte die Telekom her­aus­fin­den, wer die Presse mit inter­nen Infor­matio­nen ver­sorgte. Zu der frag­lichen Zeit war Ricke Vor­stands­chef und Zum­win­kel Auf­sichts­rat des Bonner Tele­kom­muni­kati­ons­unter­neh­mens.

Dem „Handelsblatt” zufolge verlief der Kontakt zwi­schen Kühn und der Telekom über die Abtei­lung Kon­zern­sicher­heit. Die erste Auss­pähak­tion habe 2005 statt­gefun­den. Als Ende 2006 der Wechsel von Kai-Uwe Ricke zu René Ober­mann an der Tele­kom­spitze voll­zogen wurde, seien neue Auf­träge aus­geblie­ben. Da Kühn dem Bericht zufolge noch For­derun­gen von über 400 000 Euro gegen die Telekom hatte, habe er dem Konzern per Fax „mit Kon­sequen­zen” gedroht. Sein Fax sei später zum „Spiegel” gelangt.

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/on/08/05/28/service/computer/t/rzo429793.html
Mittwoch, 28. Mai 2008, 23:16 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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