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Handystrahlung: Risiken für Kinder weiter unklar

Berlin Handys und Mobil­funk­mas­ten sorgen oft für große Auf­regung.

Mehrere hundert Bürger­initia­tiven wehren sich in ganz Deutsch­land gegen beste­hende und neue Masten. Sie warnen vor möglichen gesund­heit­lichen Risiken durch den Elek­tros­mog.

Auswirkungen auf den Menschen sind bisher wis­sen­schaft­lich nicht beleg­bar. Viele Fragen bleiben jedoch offen. Gibt es gesund­heit­liche Gefah­ren für die­jeni­gen, die viele Jahre mit dem Handy tele­fonie­ren? Wie groß ist das Risiko für Kinder? Woher stammen Beschwer­den, wenn sich kein Zusam­men­hang mit Mobil­funk belegen lässt? Das nährt die Unsi­cher­heit.

«Es gibt eine Menge an Sorgen und Ängsten», sagt Bun­desum­welt­minis­ter Sigmar Gabriel (SPD). «Es wird uns berich­tet, dass es Schlafstörungen gibt, dass beson­ders Kinder anders rea­gie­ren.» Hun­derte E-Mails kamen bisher im Bun­desum­welt­minis­terium an, die sich um mögliche Risiken von Mobil­funk­anla­gen - vor allem UMTS-Masten - drehen. Eva Weber aus München gehört zu denen, die eine Mobil­funk­antenne als Bedro­hung für die Gesund­heit sehen. «Ich habe Herz-Rhyth­mus-Störungen», sagt sie und klagt auch über Kopf­schmer­zen. Die Sym­ptome führt sie auf einen UMTS-Mast zurück. Trotz einer Ärzteo­dys­see seien die Beschwer­den nicht ver­schwun­den.

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Eine Untersuchung des Bundesamts für Strah­len­schutz mit mehr als 50 Ein­zel­stu­dien gab zumin­dest teil­weise Ent­war­nung: Die gel­ten­den Grenz­werte schützten aus­rei­chend vor Gefah­ren der Mobil­funk­strah­len, ist die Quint­essenz des Deut­schen Mobil­funk­for­schungs­pro­gramms. Die Krebs­gefahr sei nicht erhöht, und ein ursächli­cher Zusam­men­hang zwi­schen der Strah­lung unter­halb der Grenz­werte und Beschwer­den wie Kopf­schmer­zen und Schlafstörungen habe nicht nach­gewie­sen werden können. Doch die Unter­suchung star­tete erst im Jahr 2002.

Experten sehen viele ungeklärten Fragen bei der Lang­zeit­wir­kung von Handys und bei Kindern. «Wir wissen es einfach nicht», sagt Fach­bereichs­lei­ter Wolf­gang Weiss vom Bun­des­amt für Strah­len­schutz hierzu. Es gibt bisher nur Ver­mutun­gen, dass Kinder auf die Strah­lung anders rea­gie­ren. «Kinder sind etwas stärker expo­niert, weil die Strah­len stärker absor­biert werden», sagt der Grazer For­scher Norbert Leitgeb, stell­ver­tre­ten­der Leiter der Strah­len­schutz­kom­mis­sion, die Gabriel berät. Bisher wird in Studien der Wert von Erwach­senen für Kinder her­unter­gerech­net. Durch unter­schied­liche Wech­sel­wir­kun­gen im Gehirn könnte es sein, dass ein Kin­der­kopf mehr Energie auf­nimmt und die Tem­pera­tur etwas höher ist.

«Gebt Kleinkindern kein Handy!» , sagt Gabriel vor­sichts­hal­ber. Der Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutsch­land (BUND) will Handys für Kinder gleich ganz ver­bie­ten, sofern es keine bes­seren Schutz­stan­dards gibt. Das Bun­des­amt für Strah­len­schutz emp­fiehlt, möglichst nicht bei schlech­tem Empfang zu tele­fonie­ren, wenn möglich Fest­netz­tele­fone zu nutzen und auf den SAR-Wert eines Handys zu achten. Die Spe­zifi­sche Absorp­tions­rate (SAR) gibt an, wie viel Sen­deleis­tung der Körper beim Tele­fonie­ren maximal auf­neh­men kann.

«Alle Endgeräte erfüllen die EU-Grenz­werte», sagt Günther Otten­dor­fer, Geschäftsführer Technik von T-Mobile. Eine Unter­suchung für das Infor­mati­ons­zen­trum Mobil­funk ergab aller­dings: Der Anteil der Mobil­funk­geräte mit einem SAR-Wert von bis zu 0,6 Watt/Kilo­gramm, der dem «Blauen Engel» ent­spricht, sta­gniert seit einigen Jahren bei etwa 30 Prozent. Dagegen wuchs der Anteil der Geräte mit beson­ders hohen SAR-Werten. Von Marc-Oliver von Riegen, dpa

dpa-infocom


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