IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Familie

Elterngeld erreicht viele nicht

Berlin/Hamburg Die Fami­lien­poli­tik der Bun­des­regie­rung erreicht nach einer Umfrage unter Führungskräften längst nicht alle Arbeit­neh­mer in Deutsch­land.

So hätten die neu geschaf­fenen Möglich­kei­ten von Eltern­zeit und Eltern­geld nichts ver­bes­sert oder die Situa­tion sogar ver­schlech­tert.

Das antworteten 60 Prozent der rund 1000 Teil­neh­mer einer Befra­gung des Deut­schen Führungskräfte­ver­ban­des unter seinen Mit­glie­dern, über die das Wirt­schafts­maga­zin «Capital» als Auf­trag­geber berich­tet. Zugleich zeigt eine neue Studie, dass Kinder im Leben nicht unbe­dingt erfolg­rei­cher sind, wenn ihre Eltern nach der Geburt länger zu Hause bleiben, wie der «Spiegel» berich­tet.

Laut «Capital» glauben nur 6 Prozent der befrag­ten Führungskräfte, dass es in ihrem Unter­neh­men neu­erdings deut­lich ein­facher ist, Eltern­zeit zu nehmen. Eine leichte Bes­serung sehen 34 Prozent. Die Gründe für die Zurückhal­tung seien vielfältig, sagte Andreas Zim­mer­mann vom Führungskräfte­ver­band dem Magazin. «73 Prozent der Arbeit­neh­mer in geho­benen Posi­tio­nen geben an, dass eine geeig­nete Ver­tre­tung fehlt und 59 Prozent fürchten Kar­riere-Nach­teile.» Daneben würden man­gelnde Akzep­tanz beim Arbeit­geber und finan­zielle Einbußen als wich­tige Hin­der­nisse ange­sehen. Dennoch hielten es 90 Prozent der Führungskräfte für wünschens­wert, befris­tet aus dem Beruf aus­zustei­gen, um sich ganz dem Nach­wuchs zu widmen.

Die in der Vergangenheit mehrfach verlängerte Eltern­zeit hat dem Nach­wuchs fast nichts gebracht, meldet «Der Spiegel» unter Beru­fung auf eine neue Studie der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Chris­tian Dust­mann und Uta Schönberg vom Uni­ver­sity College London. Die länger von einem Eltern­teil betreu­ten Kinder schnit­ten demnach in der Schule und später im Beruf nicht nen­nens­wert besser ab. Die For­scher hatten sich für ihre Studie die Aus­wir­kun­gen dreier deut­scher Refor­men ange­sehen: 1979 wurde die Zeit, die berufstätige Eltern nach der Geburt bei ihren Kindern ver­brin­gen dürfen, von zwei auf sechs Monate verlängert (bezahlt), 1986 von sechs auf zehn Monate (bezahlt), und 1992 schließlich von 18 auf 36 Monate (unbe­zahlt).

Die For­scher ver­gli­chen jeweils die Lebens­wege der Kinder, die kurz vor der Verlängerung zur Welt kamen, mit jenen, die kurz nachher folgten. Ergeb­nis: Weder in der Schullauf­bahn noch im Lohn­niveau übert­rafen die ersten Pro­fiteure der verlängerten Eltern­zeit nen­nens­wert ihre unmit­tel­baren Vorgänger. Die Refor­men führten also bes­ten­falls zu win­zigen Fort­schrit­ten, fol­ger­ten die Autoren der Studie. So gesehen spreche «wenig dafür, in Deutsch­land eine weitere Aus­deh­nung der Eltern­zeit anzu­stre­ben», sagte Dust­mann.

Seit Anfang 2007 wird in Deutschland das Eltern­geld als Loh­ner­satz für Mütter und Väter gezahlt, die nach Geburt eines Kindes die Berufstätigkeit unter­bre­chen oder auf höchstens 30 Stunden in der Woche redu­zie­ren. Gezahlt werden 67 Prozent des letzten Net­toge­halts, höchstens aber 1800 und min­des­tens 300 Euro im Monat. Die staat­liche Leis­tung wird maximal 14 Monate gezahlt. Beim Arbeit­geber besteht ein Anspruch auf unbe­zahlte Frei­stel­lung zur Betreu­ung des Kindes (Eltern­zeit) bis zur Vollen­dung des dritten Lebens­jah­res.

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
nature one
klasse intermedial
rz lexikon