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Wacken-Gründer Thomas Jensen im Interview

Wacken Das Wacken Open Air (W:O:A) ist das weltgrößte Heavy Metal-Fes­tival und findet in diesem Jahr zum 19. Mal in dem schles­wig-hol­stei­nischen Dorf Wacken statt. Wacken-Gründer Thomas Jensen erzählt in einem dpa-Inter­view, wie das Fes­tival ent­stand.

Gemeinsam mit ihrem Freund Holger Hübner haben sie vor fast 20 Jahren das erste Wacken-Open-Air orga­nisiert. Wie kam es dazu?

Jensen: «Das Festival entstand aus einer Bier-Laune heraus. Ich trat mit meiner Band Skyline immer in irgend­wel­chen Pleite-Kneipen auf und Holger legte im Anschluss als DJ auf. Irgend­wann hatten wir die Idee, ein Open-Air-Konzert zu orga­nisie­ren. Im ersten Jahr kamen 800 Gäste. Ich spielte mit meiner Band, zapfte neben­bei Bier und konnte die Ein­nah­men noch in meine Hosen­tasche stecken. 1996 schaff­ten wir dann den Durch­bruch. Die Böhsen Onkelz spiel­ten und es kamen über 10 000 Fans. Heute leben wir nicht schlecht von dem Fes­tival, aber wir sind keine Millionäre.»

In diesem Jahr werden 72 500 Teil­neh­mer zum 19. Wacken-Open-Air erwar­tet. Erschre­cken Sie manch­mal vor dieser Ent­wick­lung?

Jensen: «In einer einsamen Nacht bekomme ich schon mal Angst. Aber wir machen gar nicht soviel anders, als vor 19 Jahren. Wir sind genauso beknackt wie damals, nur ist alles etwas größer. Vieles ist nur mit der Hilfe der Wacke­ner möglich, wir pro­fitie­ren von der Ver­eins­meie­rei, jeder kennt jeden und alle packen mit an. Und macht sein Geschäft: Die einen ver­kau­fen im Vor­gar­ten selbst­geba­cke­nen Kuchen, ein anderer hat auf dem Fes­tival einen Bier­gar­ten für 4 500 Leute. Als Dank dürfen alle Wacke­ner und die Bewoh­ner aus den umlie­gen­den Dörfern einen Tag gratis zum Open Air. Wir wollen zeigen, was wir hier machen und keinen elitären, sek­ten­haf­ten Geheim­cha­rak­ter.»

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Jensen: «Es wäre schon ein Traum , zur 20. Auflage im kom­men­den Jahr Metal­lica oder AC/DC zu bekom­men. Außerdem wollen wir das Fes­tival expor­tie­ren und im Mai 2009 das erste W:O:A: fern von Wacken im bra­silia­nischen Sao Paolo orga­nisie­ren. Lang­fris­tig hoffe ich, dass die familiäre Atmosphäre bleibt. Bei uns haben schon Fans auf der Bühne gehei­ratet. Oder jedes Jahr kommen die 'Head­ban­ker', eine Gruppe Ban­kan­gestell­ter aus dem Raum Lever­kusen. Außerdem wünsche ich mir, dass die Soli­darität bleibt: Als vor drei Jahren ein Fes­tival-Besu­cher nach einem Zusam­men­prall mit einem Kran­ken­wagen tödlich verunglückte, haben zahl­rei­che Gäste 25 000 Euro gespen­det. Einige haben bis heute Dau­eraufträge, um die Frau und die drei Kinder zu unterstützen.»

W:O:A 2008: www.wacken.com

W:O:A 2008: Ein ganzes Dorf im Metal-Fieber

Wacken Open Air: Viel Bier und ein Son­der­zug

dpa-infocom


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