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Mainz 05

Der Kapitän vertraut den Jungen

Mainz Die Frage, ob der FSV Mainz 05 noch einen zusätzli­chen Innen­ver­tei­diger ver­pflich­tet, ist immer noch nicht ent­schie­den.

Kapitän Dimo Wache hätte keine Pro­bleme damit, wenn der Zweit­ligist auf­grund der guten Erfah­run­gen aus den ver­gan­genen Jahre auf die jungen Profis im Kader setzen würde.

Die Verantwortlichen des FSV Mainz 05 lie­fer­ten gestern keine Ant­wor­ten auf die Frage, die beim Fußball-Zweit­ligis­ten derzeit inten­siv dis­kutiert wird. Brau­chen die 05er noch einen zusätzli­chen Innen­ver­tei­diger oder ver­trauen Trainer und Manager auf den vor­han­denen Kader? Wie sich Chris­tian Heidel und Jörn Ander­sen in dieser Ange­legen­heit ent­schie­den haben, wird wahr­schein­lich heute auf den Tisch kommen.

"Ich ver­traue den jungen Spie­lern", sagt jeden­falls der 05-Kapitän im Rahmen eines Gesprächs mit der MRZ über den Verlauf der Sai­son­vor­berei­tung. "Wir haben sehr gute Erfah­run­gen mit anderen jungen Ver­tei­digern auf dieser Posi­tion gemacht. Bisher hat uns noch niemand enttäuscht." Dimo Wache erin­nert an Neven Subotic, der sich in der abge­lau­fenen Saison als 19-Jähriger, kom­plett ohne Zweit­ligae­rfah­rung, zum her­aus­ragen­den Stopper der Liga ent­wickelte und nun in Dort­mund Bun­des­liga spielt. Oder Manuel Fried­rich (heute Bayer Lever­kusen), der sich anfangs einige haarsträubende Fehler leis­tete, sich aber schnell ori­entierte und es bis zum Natio­nal­spie­ler brachte. "Wenn der Verein der Meinung ist, etwas tun zu müssen, das ist das okay, aber ich glaube, man muss den Jungs Zeit geben und auch Fehler machen lassen, dafür sind es junge Kerle, die aber genau wissen, was sie wollen", sag Wache.

Hinter allen Überlegungen steht jedoch der Druck, der in der kom­men­den Saison in der Liga ent­steht. Die 05er haben den Auf­stieg zum Ziel. Das heißt, sie müssen Zweiter werden. Kann der Zweit­ligist es also wagen, unter diesen Voraus­set­zun­gen mit dem 21-Jährigen Niko Bungert und dem ein Jahr jüngeren Roman Neustädter an der Seite von Nikolce Noveski in die Runde zu starten? "Wer sagt denn, dass ein neuer, erfah­rener Ver­tei­diger keine Fehler machen würde?", erklärt der 05-Kapitän. "Man sollte nicht in Panik ver­fal­len. Bungert traue ich viel zu. Er strahlt für sein Alter schon richtig viel Ruhe aus. Und wenn er dazwi­schen funkt, da pas­siert schon etwas." Neustädter habe sich stetig weiter ent­wickelt. "Roman hat einen großen Schritt gemacht. Er ist ein ver­bis­sener Arbei­ter. Er weiß, um was es geht. Man muss ihm die Zeit geben", sagt Wache.

Beim Test­spiel in Offen­bach bil­deten Bungert und Neustädter zusam­men die Mainzer Innen­ver­tei­digung. Ein rich­tiger Test war dies nicht gegen die OFC-Nach­wuch­self, obwohl die beiden zen­tra­len Abwehrmänner oft nach Außen helfen mussten, wo die OFC-Kicker einige Male durch­kamen. Das erle­dig­ten beide souverän, ohne Indi­vidu­alfeh­ler. Was dem Duo sicher­lich fehlt, ist die über­zeu­gende Auss­trah­lung eines Noveski, der drei schnelle Schritte nach vorne macht und vor dem Ball ist, eher der Stürmer merkt, dass über­haupt etwas gehen könnte. Neustädter bril­lierte aller­dings mit zwei über­ragen­den Tref­fern.

Insgesamt sieht Wache seine Mannschaft auf dem rich­tigen Weg. "Ich glaube, dass wir schon gezeigt haben, dass bei uns viel Poten­zial drin steckt", sagte der Torhüter. "Wir sind aber sicher noch längst nicht am Ende der Fah­nen­stange ange­kom­men." In zwei­ein­halb Wochen geht"s los mit dem Pokal­spiel in Babels­berg. Die bis­herige Trai­nings­phase sei eine äußerst inten­sive Zeit gewesen. Die neuen Spieler sind laut Wache gut inte­griert. "Jetzt geht es bei uns um das Fein­tuning. Wir wollen sehr offen­siv spielen, ohne dabei die Defen­siv­arbeit zu ver­ges­sen", erklärt der Kapitän. Das zu errei­chen, sei in der noch aus­ste­hen­den Vor­berei­tungs­zeit durch­aus machbar. "Schon das Spiel gegen die starken Spanier aus San­tan­der hat gezeigt, dass wir richtig liegen", betont Wache.

Ab Freitag spielen die 05er in Bah­lin­gen beim Kai­ser­stuhl-Cup. Erster Gegner ist der Bah­lin­ger SC (17 Uhr). Einen Tag später (18 Uhr) kommt es dort zum Test gegen den SC Frei­burg, einen der Mit­favo­riten um den Auf­stieg. "Das ist die Gene­ral­probe", sagt Wache. "Da müssen wir alle Kräfte auf­bie­ten. Ich will dieses Turnier gewin­nen." Dimo Wache selbst hat in dieser Vor­berei­tung positiv über­rascht mit seiner Fitness, Sicher­heit und einer Auss­trah­lung, wie er sie früher hatte. "Ich habe dieses letzte Drecks­jahr genutzt, um ver­schie­dene Dinge auf­zuar­bei­ten. Ich glaube, ich ernte jetzt die Früchte", betont der 05-Kapitän. (Jörg Schnei­der)

RZO