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Unverschämte Gäste richtig in die Schranken weisen

Berlin Bekannte kommen übers Woche­nende zu Besuch - eigent­lich ein Grund zur Freude.

Doch manch­mal reichen zwei bis drei gemein­same Tage, um eine Freund­schaft zu zerstören.

Denn wenn der Gast sich kurzfristig selbst ein­gela­den hat sowie einen vollen Kühlschrank und 24-stündige Dau­erbe­spaßung ver­langt, ist das Maß schnell voll. Der Gast­geber unterdrückt dann oft seine Wut, denn in seinen Ohren tönen noch die Worte der Mutter: «Der Gast ist immer König.» Alles gefal­len lassen muss er sich aber nicht: «Auch der Gast­geber darf Höflich­keit und Wertschätzung erwar­ten», sagte die Benimm-Exper­tin Salka Schwarz aus Berlin.

Der Gast muss wissen, auf welchem Terrain er sich befin­det und sich ent­spre­chend ver­hal­ten. Stellt er unverschämte For­derun­gen und treibt seinen Gegenüber damit zur Weißglut, ist eine Auss­pra­che ange­bracht. «Denn der Gast­geber muss sich selbst und seinen Raum schützen», erklärt Schwarz. Daher sollte er das Problem offen anspre­chen. Sonst staut sich der Ärger an, und der Kontakt bricht nach dem Besuch kom­plett ab.

Was für den Gastgeber gilt, darf aber auch der Besu­cher für sich in Anspruch nehmen: «Auch der Gast kann einen freund­lichen Ton erwar­ten», sagt die Exper­tin. Außerdem sei es wichtig, dass er sich will­kom­men fühlt. Genau in diesem Punkt ver­sag­ten aber oft die gast­gebe­rischen Qualitäten: «Viele putzen noch bis zur letzten Minute und wirken dann hek­tisch und gest­resst, wenn der Besu­cher ankommt.» Das merke auch der Gast, dem dadurch kein gutes Gefühl ver­mit­telt werde. «Viele neigen sogar dazu, noch zu betonen, wie viel Stress sie hatten.» Das sei jedoch falsch - statt­des­sen müsse der Gast­geber zeigen, dass er sich über den Besuch freut.

Der zusätzliche Stress ist oft auch gar nicht nötig: Ist die Wohnung eini­germaßen sauber, muss laut Schwarz für den Gast nicht extra noch einmal geputzt werden. Denn Gast und Gast­geber kennen sich in der Regel ja eini­germaßen. «Ist der Gast­geber gene­rell eher unor­dent­lich, kann der Gast nicht erwar­ten, dass alles pico­bello ist.» Ist der Gast­geber dagegen sehr ordent­lich, sollten Besu­cher darauf Rücksicht nehmen und eben­falls nicht alles liegen lassen.

dpa-infocom