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Für jede Haarfarbe ein spezielles Shampoo

Stuttgart/Köln (dpa/tmn) - Im Sommer leiden sie ganz beson­ders: Die Haare werden fast täglich gewa­schen, und Sonne, Chlor- und Meer­was­ser setzen ihnen zu. Dennoch werden sie in Sachen Pflege oft sträflich ver­nachlässigt.

Shampoo wird eher im Vor­bei­gehen gekauft, dabei ist eines nicht wie das andere. Und auch die rich­tige Kur, Maske oder Spülung sollte mit Sorg­falt ausgewählt werden. Dabei kommt es vor allem darauf an, welche Struk­tur das Haar hat und in welchem Zustand es ist.

Zunächst einmal ist es wichtig , dem Haar genügend Feuch­tig­keit und UV-Schutz zu gönnen, sagt Ste­fanie Köhn vom Bund Deut­scher Haar­for­mer in Stutt­gart. «Das sind Dinge, die für uns in der Haut­pflege ganz normal sind - aber beim Haar ver­gisst man das oft.» Um die rich­tige Pflege für das eigene Haar zu finden, sollte jeder seinen Haar- und Hauttyp kennen, sagt Franz-Josef Küveler, Art­direk­tor des Zen­tral­ver­bands des Deut­schen Fri­suren­hand­werks in Köln. Außerdem spiele es eine ent­schei­dende Rolle, ob das Haar bereits mit Farbe oder Dau­erwel­lenflüssig­keit che­misch vor­behan­delt wurde.

Negativ beein­flus­sen können den Zustand der Haare Krank­hei­ten, All­ergien oder Unverträglich­kei­ten, fügt Ursula Haas, Make-up-Artist aus Frank­furt/Main hinzu - wirk­lich beur­tei­len könne das nur der Fach­mann. Kom­petente Bera­tung sei das A und O, sagt auch Jens Dagné aus Worms, Vor­stand der Fri­seur­ver­eini­gung Inter­coif­fure Deutsch­land. Denn mit dem Kauf eines teuren Sham­poos sei es allein nicht getan.

Leider wolle mancher Kollege nur Pro­dukte an den Mann oder die Frau bringen. «Aber ein guter Friseur sollte schon erklären können, warum das Haar stra­paziert ist. Und er sollte einen Weg auf­zei­gen, wie man das ändern könnte», sagt Dagné. Dabei ist es sehr wohl zutref­fend, dass die Pflege mit dem rich­tigen Shampoo beginnt. Es gibt spe­zielle Sham­poos für fet­tiges oder tro­ckenes, feines oder dickes, kolo­rier­tes oder dau­erge­well­tes Haar - die Auswahl wird immer größer. Auch der Preis ist nicht ganz unwich­tig: Die Faust­regel «billig gleich schlecht» gelte sicher nicht pau­schal, sagt Dagné. Aber oft sei günstiges Shampoo mit viel Wasser gestreckt.

Besonders gefärbte oder getönte Haare sind dankbar für spe­ziell auf sie abge­stimmte Sham­poos. «Da quillt das Haar weniger auf, und die Farb­pig­mente werden nicht so schnell her­aus­gespült», erklärt Köhn. Außerdem schützt ein spe­ziel­ler UV-Schutz vor dem Aus­blei­chen durch zu viel Sonne. Und nach der Wäsche helfen dem Haar zusätzliche Pfle­gepro­dukte. Haas rät zu einem Con­ditio­ner, damit das Haar gesund bleibt und glänzt.

Jens Dagné sieht das anders: Con­ditio­ner, die nichts anderes seien als eine Spülung, sorgten zwar dafür, dass sich die Haare kurz­zei­tig leich­ter kämmen lassen. Wirk­lich pflegen würden sie aber nicht, sagt der Fach­mann. «Das sind teure Abfluss­pfle­gemit­tel - mehr nicht.» Es sei sinn­vol­ler, täglich eine Feuch­tigs­keits-Sprühkur auf die Haare zu geben und ihnen dann einmal wöchent­lich eine inten­sive Maske zu gönnen. «Solche Haar­mas­ken sind sogar schon als Over­night-Produkt erhältlich», so Dagné. So eine Packung pflege die Haare wirk­lich - und lande eben nicht zum großen Teil im Abfluss.

Auch Styling-Pro­dukte können dem Haar schaden oder es pflegen. Schaum­fes­tiger gibt Halt und schützt das Haar vor dem heißen Föhn - Gel, Wachs oder Spray bringen es in Form. Bei diesen Pro­duk­ten ist es eben­falls nicht ratsam, zum Aller­bil­ligs­ten zu greifen, sagen die Exper­ten. «Günstige Sprays zum Bei­spiel ver­wen­den oft ganz ein­fache Alko­hole, die das Haar stark aus­trock­nen können», warnt Köhn. Mehr Schaden als Nutzen bringen auch angeb­lich bewährte Haus­mit­tel wie rohe Eier oder Apfe­les­sig. «Essig zum Bei­spiel kann das Haar kom­plett übersäuern», sagt Dagné. «Natürlich heißt eben doch nicht immer unbe­dingt gut», fügt Köhn hinzu. Shampoo richtig anwen­den Das teu­erste Shampoo nutzt nichts, wenn die Pfle­gepro­dukte nicht richtig ange­wen­det werden. «Viel hilft viel - das ist hier grundsätzlich falsch», sagt Ste­fanie Köhn vom Bund deut­scher Haar­for­mer. Gerade hoch­wer­tige Sham­poos seien oft kon­zen­triert und schäumten wenig. «Eine kleine Menge genügt da schon.» Außerdem sei es sehr wichtig, die Haare gründlich auszuspülen.

Denn sonst sehen sie schnell stumpf aus und fetten nach. Eine wich­tige Rolle spielt dabei die Wasserhärte: Ist das Wasser weich, muss länger ausgespült werden. Ist es hart, geht die Wäsche zwar schnel­ler, aber auch bru­taler vor sich: «Hartes Wasser trock­net die Haare aus», erklärt der Friseur Jens Dagné. Und damit schließe sich der Kreis beim Thema Pflege: «Je mehr ich mein Haar quäle, desto mehr muss ich ihm hin­ter­her Gutes tun.» Von Melanie Brandl, dpa

dpa-infocom