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Terrorismus

43 Tote bei Selbstmordanschlag in Algerien

Algier/Paris Bei einem Selbstmordanschlag gegen eine Polizeischule in Algerien sind am Dienstag mindestens 43 Menschen getötet worden.

Beim schwersten Anschlag seit acht Monaten wurden nach Angaben der algerischen Regierung zudem 45 Menschen verletzt.

Der Angreifer habe in Issers 60 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier ein mit Sprengstoff beladenes Auto gegen den Haupteingang der Polizeischule gesteuert. Vor dem Gebäude hatten Prüfungskandidaten auf Einlass gewartet.

Durch die Gewalt der Explosion stürzte nach Zeugenberichten die Fassade der Schule ein, im Boden klaffte ein metergroßer Krater. Auf dem Boden lagen zerfetzte Leichen. Die Toten seien rasch in Decken gewickelt und in Rettungswagen gelegt worden, hieß es. Verwundete schrien vor Schmerzen und liefen hilfesuchend umher. Bäume wurden entwurzelt und mehrere Häuser im Umkreis beschädigt.

Das französische Außenministerium verurteilte den Anschlag und sicherte der algerischen Regierung seine Solidarität und seine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zu. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. «Die fortgesetzten Terrorakte der letzten Monate, die vor allem gegen algerische Sicherheitskräfte gerichtet waren, sind grausame und feige Versuche, die innere Befriedung und Aussöhnung Algeriens zu stören», sagte Steinmeier.

Am Sonntag waren bei einem Bombenanschlag von mutmaßlichen Islamisten im Osten des Landes bereits zwölf Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Elf der Opfer waren Militärangehörige, einer ein Zivilist. Zwei Bomben waren beim Passieren eines Militärkonvois bei Skikda 350 Kilometer östlich von Algier explodiert. Bisher hat sich noch niemand zu dem Anschlag bekannt.

In den vergangenen Monaten gab es in der Region bereits vermehrt Attentate, darunter auch drei Selbstmordanschläge mit insgesamt sieben Toten und 57 Verletzten. Die Terrororganisation El Kaida im islamischen Maghreb hatte sich zu zwei Selbstmordanschlägen bekannt. Bei mehreren Anschlägen im Dezember 2007 auf Regierungsgebäude in Algier starben 41 Menschen.

dpa-infocom