IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Auto     » News     » Tests     » Liebhaber-Autos     » Aus zweiter Hand     » Auto-ABC     » Recht

Autofahrer zwischen Mobilität und Preisschock

Berlin/München Beim Thema Auto stehen Begriffe wie Fahrspaß längst nicht mehr im Vor­der­grund.

Derzeit sind es vor allem die Kosten, die so manchem das Auto­fah­ren ver­mie­sen.

Wer die Nachrichten verfolgt, muss fast glauben, dass Mobilität in abseh­barer Zeit ein Luxus­gut wird. Exper­ten aber raten, sich nicht von solchen Schre­ckens­sze­narien beein­flus­sen zu lassen. Sinn­vol­ler ist es, sich mit dem eigenen Ver­hal­ten und den eigenen Bedürfnis­sen aus­ein­ander­zuset­zen.

Wenn es um die Kosten geht, wirken gerade die Kraft­stoff­preise erschre­ckend: Diesel ist mitt­ler­weile so teuer wie Benzin, das Benzin wie­derum hat Liter­preise erreicht, die vor nicht langer Zeit undenk­bar erschie­nen. Der ADAC in München hat jüngst aus­gerech­net, dass die Preise für das Auto­fah­ren allein in den ver­gan­genen zwölf Monaten um 4,3 Prozent ange­stie­gen sind.

Das hört sich schlimm an, sagt aber kaum etwas über die eigenen Kosten aus. Der Ver­kehrs­sozio­loge Alfred Fuhr vom Auto­mobilclub von Deutsch­land (AvD) emp­fiehlt daher ein Vor­gehen, wie es Mil­lio­nen Men­schen regelmäßig im Fern­sehen anschauen: In der Serie «Raus aus den Schul­den» rechnet Schuld­ner­bera­ter Peter Zwegat seinen Kli­enten vor, welche Kosten sie haben - und wie sich diese senken lassen. «Jeder sollte auch im Hin­blick auf das Auto schauen, welche Kosten es wirk­lich gibt und wo sich sparen lässt.»

Dabei geht es um Ver­siche­run­gen und Steuern ebenso wie um die Sprit­kos­ten. Am Ende dürfte sich laut ADAC-Spre­cher Maxi­milian Maurer eines her­aus­stel­len: «Bei den stei­gen­den Kosten reden wir derzeit nicht von Berei­chen um mehrere tausend Euro im Jahr, sondern über nied­rige drei­stel­lige Beträge.»

Doch auch 100 Euro sind viel Geld - und bisher weiß niemand, wie sich die Preiss­pirale ent­wickelt. Es kann daher nicht schaden, das Ver­hal­ten auf weiter stei­gende Kosten ein­zustel­len. Die wirk­samste Sparmaßnahme ist dabei auch die nahe­lie­gendste: «Fahrten zu ver­mei­den, macht in diesem Zusam­men­hang den größten Pro­zent­satz aus - das lohnt noch mehr, als eine sprit­spa­rende Fahr­weise», so Maurer.

Auch hier emp­fiehlt sich eine genaue Aus­wer­tung des eigenen Ver­hal­tens - vor allem wenn es um das Erken­nen ver­meid­barer Auto­fahr­ten geht. «Die Hälfte aller gefah­renen Stre­cken sind kürzer als fünf Kilo­meter, fünf Prozent der Fahr­stre­cken sind sogar kürzer als ein Kilo­meter», sagt Anna Fehmel, Spre­che­rin des Ver­kehrs­clubs Deutsch­land (VCD) in Berlin. Solche Stre­cken lassen sich ohne großen Aufwand auch als Fußgänger oder mit dem Fahrrad bewältigen.

Abgesehen davon sollten die aktuellen Themen für Auto­besit­zer kein Anlass sein, jetzt sofort das alte Auto abzustoßen. Zum Bei­spiel bei einem «Spritsäufer» in der Garage: «Es macht keinen Sinn, jetzt zu ver­suchen, so ein Auto hek­tisch los­zuwer­den und dabei Ver­luste in Kauf zu nehmen», sagt Maurer. Wenn der Verkauf einen Verlust von 500 Euro mit sich brächte, sollte überlegt werden, wie viele Preis­erhöhungen an den Tank­stel­len sich mit der Summe «auf­fan­gen» ließen.

Auch bei anderen ver­meint­lich rich­tigen Vor­haben ist Nach­den­ken ratsam: Laut Maxi­milian Maurer wird heute gern gesagt, dass sich zum Bei­spiel eine 2500 Euro teure Gasumrüstung für das Auto in 1,5 Jahren rechnet. «Aber wer weiß heute schon, was in 1,5 Jahren gilt.» Klas­sische Sprit­spar­tipps gelten weiter Schon mit dem Ausräumen des Kof­fer­raums lässt sich Geld sparen - denn jedes zusätzliche Gewicht kostet auch Kraft­stoff während der Fahrt. Drei Fahrräder auf einem Dachgepäckträger erhöhen laut Anna Fehmel vom Ver­kehrs­club Deutsch­land (VCD) in Berlin den Ver­brauch um 4 Liter auf 100 Kilo­meter. Auch elek­tri­sche Ver­brau­cher sollten nur dann ein­geschal­tet werden, wenn sie wirk­lich gebraucht werden. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon