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Bildungsurlaub für Kinder und Jugendliche im Wald

Erfurt Immer mehr Schüler zieht es zum Bil­dungs­urlaub in die Thüringer Wälder.

«Wir ver­zeich­nen in unseren drei Jugend­wald­hei­men ein wach­sen­des Inter­esse von Schulen, in der Natur zu unter­rich­ten», sagte Matt­hias Schwim­mer, Grund­satz­refe­rent Forst­poli­tik im Umwelt­minis­terium.

Die drei früheren Ausbildungsstätten für Wald­arbei­ter befin­den sich in Bergern (Kreis Wei­marer Land), Raths­feld (Kyffhäuser­kreis) und Gera-Ernsee und wurden Mitte der 90er Jahre umge­baut und saniert. «Seitdem bieten wir dort Umwelt­bil­dung an, zusam­men mit Eltern, Lehrern und Förstern.»

«Wir wollen die Jungen und Mädchen aus der vir­tuel­len Welt her­aus­holen, weg vom Com­puter und hin zum Amei­sen­hau­fen», erklärte Schwim­mer das Haupt­motiv für die Ein­rich­tung von Jugend­wald­hei­men. Im Vor­der­grund stehe der «Wald zum Anfas­sen». Die Ini­tia­tive wird Schwim­mer zufolge von Jahr zu Jahr besser ange­nom­men. «Wir müssen keine inten­sive Werbung mehr machen, die Mund-zu-Mund-Pro­paganda unter den Lehrern reicht aus, um die Natur­her­ber­gen in Träger­schaft der Thüringer Lan­des­forst­ver­wal­tung zu füllen.»

Das Heim in Bergern bei Weimar sei zum Schul­jah­res­beginn bereits bis Ende 2008 aus­gelas­tet, in Gera-Ernsee gebe es nur noch für Novem­ber und Dezem­ber freie Plätze. Ledig­lich Raths­feld habe von Sep­tem­ber an noch freie Kapazitäten. Pro Jahr zähle jedes der Jugend­wald­heime 1000 bis 1200 Schüler.

Die Unterkünfte mit Voll­pen­sion verfügen laut Schwim­mer über durch­schnitt­lich 35 Über­nach­tungsplätze. «Die Häuser funk­tio­nie­ren wie Jugend­her­ber­gen, nur dass der Chef der Jugend­her­berge bei uns ein Förster ist», beschrieb Schwim­mer das Konzept. Haupt­ziel­gruppe seien Schüler der 5. und 6. Klassen. Der durch­schnitt­liche Auf­ent­halt betrage fünf Tage und koste inklu­sive Betreu­ung, allen Mahl­zei­ten und Pro­gramm pro Tag zehn Euro.

Geboten werde den Jugendlichen ein abwechs­lungs­rei­ches Bil­dungs- und Frei­zeit­pro­gramm, dar­unter Ausflüge, prak­tisches Arbei­ten im Wald und Erleb­niss­piele. «Die Stadt­kin­der sind begeis­tert, wenn sie Spuren von Tieren beob­ach­ten lernen, am Lager­feuer sitzen oder Zutaten für eine selbst gekochte Kräuter­suppe sammeln», berich­tete Schwim­mer. Hinzu kämen Unter­richts­ein­hei­ten zu den Themen Wald, Forst­wirt­schaft und Ökologie. Neu in Bergern sei ein Wald­thea­ter, in dem die Jugend­lichen, eigene Stücke zum Thema Flora und Fauna aufführen können. Die Masken, Kostümen und Requi­siten dazu werden aus Natur­mate­ria­lien gefer­tigt. Ähnliche Theater soll es 2009 auch in den beiden anderen Jugend­wald­hei­men geben.

Jugendwaldheime in Thüringen: www.thue­rin­gen.de/de/forst/wal­der­leb­nis/jwh/

dpa-infocom


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