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E-Plus: Keine Übernahmegespräche

Düsseldorf Beim Mobilfunkbetreiber E-Plus gibt es derzeit keine Verhandlungen über eine Fusion oder Übernahme durch einen großen Konkurrenten.

«Es gibt keine Gespräche in die eine oder andere Richtung», sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks in Düsseldorf.

Er wies damit zugleich Spekulationen aus den vergangenen Wochen zurück, wonach E-Plus im Zuge der Marktkonsolidierung immer wieder als ein möglicher Übernahmekandidaten gehandelt worden war. Genannt wurde dabei vor allem die spanische Telefónica.

«Warum müssen immer nur die Großen überleben»? fragte Dirks. Die Tochterfirma der niederländischen KPN produziere heute die Minuten am günstigsten. «Wir brauchen nicht größer sein», betonte Dirks. Vielmehr seien gerade die kleinen Anbieter notwendig, um den Wettbewerb anzuheizen und die Großen unter Druck zu setzen.

In vergangenen zwei Jahren sind die Düsseldorfer vor allem mit ihren Billigmarken (Simyo, BASE, Ay Yildiz) erfolgreichen gewesen. Sie gelten in der Branche als der Preisbrecher. Dirks hält es inzwischen für möglich, dass der Discountmarkt im Mobilfunkgeschäft langfristig auf einen Anteil von 50 Prozent steigen könnte. Ende 2007 waren es rund 10 Prozent. Im ersten Halbjahr 2008 hatte der drittgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber beim Kundenzuwachs (19 Prozent auf 16,2 Mio) und Umsatz (8,5 Prozent auf 550 Mio) die Konkurrenz zum Teil deutlich abgehängt.

Im Datengeschäft werde E-Plus seiner Strategie treu bleiben und nicht massiv in die Beschleunigung des UMTS-Netzes durch die Technik HSDPA investieren. Den Ausbau der Netze will das Unternehmen vielmehr nur selektiv in bestimmten Regionen und nach Zielgruppen vorantreiben. Dirks: «Es wird darauf ankommen, weiter zu segmentieren und Zielgruppen anzusprechen».

dpa-infocom


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