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Geldhäuser setzen wieder auf Mobile Banking

Berlin Handys können schon längst mehr, als ein Tele­fonat zu über­mit­teln. Auch als Bank­filiale für unter­wegs wird das Mobil­tele­fon jetzt wieder ange­prie­sen.

Nach ersten Ver­suchen vor einigen Jahren bewer­ben die Banken das soge­nannte Mobile Banking wieder verstärkt.

Erste Versuche mit dem WAP-Standard flopp­ten bei den Kunden - zu teuer, zu langsam, lau­teten die Urteile. Nun sei die Technik besser gewor­den. Hinter Mobile Banking steckt dabei nicht viel mehr als das Online-Banking per Mobil­funk. «Es ist ein zusätzli­cher Zugang zum Online-Banking-Konto», sagt Kerstin Alten­dorf, Spre­che­rin des Bun­des­ver­bands deut­scher Banken in Berlin. Wer unter­wegs PC oder Laptop nicht griff­bereit hat, kann also auch per Handy Geld über­wei­sen oder seinen Kon­tostand abfra­gen. Dafür benötigt es weder ein beson­deres Handy noch eine spe­zielle Regis­trie­rung - wer zu Hause Online-Banking betreibt, kann auch mobil banken.

Nur inter­netfähig muss das Handy sein. Am besten nutzen Bank­kun­den Alleskönner, die übli­cher­weise als «Smart­phone» bezeich­net werden. Wie viele Men­schen in Deutsch­land ihre Bank­geschäfte übers Handy erle­digen, ist unklar. «Wir haben da leider keinen Marktüber­blick», sagt Alten­dorf. Auch beim Deut­schen Spar­kas­sen- und Giro­ver­band in Berlin fehlt der Über­blick darüber, wie viele der Kunden Mobile Banking betrei­ben. Spre­che­rin Michaela Roth sagt aber, prak­tisch jede Spar­kasse biete den Service an.

Dass die Übersicht fehlt, heißt auch nicht, dass das Geschäft nicht läuft. Bei der Deut­schen Bank in Frank­furt/Main zum Bei­spiel wird einfach nicht regis­triert, wie viele der eigenen Kunden Mobile Banking betrei­ben. Nachdem die Bank einige Jahre aus den Mobil­funk-Geld­geschäften aus­gestie­gen war und den Service gar nicht ange­boten hatte, ist sie nun wieder dabei, wie Spre­cher Michael Lermer erläutert. Die Technik habe einen deut­lichen Schritt nach vorne gemacht, die Benut­zero­berflächen seien bedie­nungs­freund­licher.

Statt des WAP-Stan­dards laufe das Angebot jetzt auf HTML-Basis, also so wie das Online-Banking im Browser am hei­mischen Com­puter. «Für das Angebot ist keine Frei­schal­tung nötig», sagt Lermer. Kunden können auf ihr Online-Konto zugrei­fen wie am Com­puter - nur dass sie es halt per Handy tun. Deshalb wisse man nicht, wer von den Online-Banking-Kunden auf welchem Weg auf das Angebot zugreift.

So ist das bei vielen Banken: Mobile Banking ist keine Extra-Funk­tion, sondern die Nutzung des Online-Ban­kings über das Netz. Auf Wie­derer­kenn­bar­keit setzt auch die Post­bank in Bonn. PIN und TAN sind die glei­chen wie beim Online-Banking, möglich sind Über­wei­sun­gen, Kon­tostands- und Umsatz­abfra­gen, das Ein­rich­ten von Dau­eraufträgen, aber auch die Wert­papier­ver­wal­tung. Und wer sich für die Funk­tion «mTAN» ange­mel­det hat, nutzt statt einer kon­ven­tio­nel­len TAN eine eigens für den jewei­ligen Vorgang erzeugte Geheim­num­mer. Sie wird dem Kunden per SMS zuge­stellt und ist nur für die jewei­lige Trans­aktion gültig - ob das Konto in dem Moment online oder per Handy ver­wal­tet wird.

Das ist nicht unbe­dingt Zukunfts­musik für Wel­ten­bumm­ler oder Manager. Das Ban­ken­wesen wird in wenigen Jahren ganz anders aus­sehen, sagt Thomas Hagen von der Ver­brau­cher­zen­trale Schles­wig-Hol­stein in Kiel. Er sagt voraus, dass Filia­len immer unwich­tiger werden. Sie seien schon heute oftmals nur für ältere Kunden da, die tra­ditio­nell auf persönlichen Kontakt Wert legen und «sich ab und zu das Geld vom Konto zeigen lassen wollen».

Das Bedürfnis junger und vor allem tech­nik­begeis­ter­ter Kunden gehe rasant davon weg. Sie wollen orts­unge­bun­den ihre Bank­geschäfte erle­digen - und zwar dann, wenn gerade Leer­lauf ist, zum Bei­spiel an der Hal­testelle. Dort steht sowieso War­tezeit zur Verfügung. Sie muss am Bank­schal­ter nicht noch zusätzlich anfal­len. Von Gregor Tholl, dpa

dpa-infocom


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