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Hohe Energiepreise: Teuerung nutzt Sparern

Hamburg Die Ener­gie­preise kennen seit Jahren nur eine Rich­tung - nach oben. Das belas­tet einer­seits den Geld­beu­tel von Ver­brau­chern.

Auf der anderen Seite steigen die Umsätze der Ener­gie­kon­zerne - und damit auch die Gewinne der Sparer.

Bei der Geldanlage können sie von dem welt­weit stei­gen­den Hunger nach Öl, Gas und Strom eben­falls pro­fitie­ren. Auch im Geschäft mit erneu­erba­ren Ener­gien, also etwa Wind-, Solar- und Was­ser­kraft, sind viele Ver­sor­ger aktiv. «Die Unter­neh­men aus der Ver­sor­ger­bran­che sind zum großen Teil schon lange am Markt und haben sich in der Ver­gan­gen­heit als loh­nende Inves­tition mit verlässli­chen Ren­diten gezeigt», sagt Marco Cabras von der Deut­schen Schutz­ver­eini­gung für Wert­papier­besitz (DSW) in Düssel­dorf. «Gerade für defen­sive Anleger waren Ver­sor­ger attrak­tiv.» Der Ener­gie­ver­brauch könne mit spar­samen Ver­hal­ten zwar lang­fris­tig gerin­ger werden. Aber letzt­lich würden Strom und Wärme immer benötigt.

Olaf Stotz, Kapi­tal­markt­experte und Chef des Kapi­tal­markt­for­schungs­unter­neh­mens Cama­raix in Frank­furt/Main, rät Pri­vat­anle­gern zu Fonds. «Zum einen sind Fond­spro­dukte inter­essant, die den Ener­gie­sek­tor in der Breite abde­cken.» Zum anderen seien soge­nannte Exchange Traded Funds (ETF) einen Blick wert, also an der Börse gehan­delte Index­fonds. Auch dar­unter gebe es solche, die unter anderem in den Öl- oder Ver­sor­ger­sek­tor inves­tie­ren. «Diese Fonds kosten die Anleger nur wenige Gebühren und sind ideal für Men­schen, die sich nicht jeden Tag um den Fonds kümmern wollen und können.»

Banken würden diese Art Fonds aber nicht oft emp­feh­len, da sie an ihnen wenig ver­die­nen. Ver­brau­cher sollten die Berater offen­siv auf diese Anla­geform anspre­chen und sich bei unabhängigen Finanz­bera­tern und in den Medien infor­mie­ren. «Mitt­ler­weile gibt es auch im Inter­net Finanz­por­tale und Bro­ker­sei­ten mit vernünftigen Über­sich­ten und Bewer­tun­gen unter­schied­licher Fonds», sagt Cabras. Auf diesen Platt­for­men können ver­sier­tere Anleger auch selbst per Klick ihre Anlagen ver­wal­ten.

Dass die Energie- und Roh­stoff­preise lang­fris­tig zulegen werden, ist für die Exper­ten keine Frage. Auch Andreas Grünewald, Chef der unabhängigen Vermögens­ver­wal­tung FIVV in München, sieht für die Ener­giemärkte eine «lan­gan­hal­tende und gerecht­fer­tigte Aufwärts­ent­wick­lung» voraus. «Jedes Jahr kommen zwi­schen 80 und 90 Mil­lio­nen Men­schen zusätzlich zur Welt, und immer mehr Men­schen können sich Wohl­stand leisten, darum klet­tert auch der globale Energie- und Roh­stoff­ver­brauch.»

Wer Angst hat, zum falschen Zeitpunkt ein­zustei­gen und sein Geld lieber schritt­weise inves­tie­ren möchte, dem emp­fiehlt Stotz zu Fondss­parplänen. Bei diesen Sparplänen fließt in bestimm­ten Abständen Geld in den Fonds. Damit ver­rin­gert sich das Risiko, den kom­plet­ten Spar­strumpf zu einem im Nach­hin­ein ungünstigen Zeit­punkt anzu­legen.

Allerdings ist es ratsam, bei Inves­titio­nen am Ener­gie­markt nicht alles auf eine Karte zu setzen. «Ver­sor­ger sollten den Grund­stock im Depot bilden, aber wer sein Geld streut, redu­ziert sein Risiko und kann trotz­dem von stei­gen­den Preisen pro­fitie­ren», heißt bei der DSW. Bei der Auswahl der Unter­neh­men sollten die Anleger zumin­dest in europäischen Dimen­sio­nen denken und sich nicht nur auf den deut­schen Markt kon­zen­trie­ren.

Wer direkt in Rohstoffe investiert - ob mit Aktien, Fonds oder Zer­tifi­katen - muss sich auch der Gefah­ren bewusst sein. Ein­zelne Roh­stoff­preise hätten sich in den ver­gan­genen zwei, drei Jahren bis zu ver­drei­facht, so Cabras. «Da Spe­kulan­ten am Markt aktiv sind, gibt es natürlich eine Rückschlag­gefahr und ein Ver­lust­risiko.»

Für Stotz stellt sich die Frage, wie stark neue Tech­nolo­gien die Abhängig­keit von den fos­silen Ener­gieträgern ver­min­dern und damit den Preis­auf­trieb bei Öl und Gas stoppen können. «Vor 20 Jahren war der heutige Boom bei Wind- und Sola­rener­gie nicht abzu­sehen.» Anleger müssen daher auch die eta­blier­ten Ver­sor­ger an ihren kon­kre­ten Vor­haben messen - denn am Erfolg hängt der Akti­enkurs. Von Stefan Bauer, dpa

dpa-infocom


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