IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Geld & Recht       » News       » Steuer-Tipps

Am Nachwuchs wird zuletzt gespart

Berlin Für den Nach­wuchs nur das Beste. Fami­lien in Deutsch­land greifen vor allem für die Aus­stat­tung ihrer Kinder immer tiefer in die Tasche.

Für Mar­ken­klei­dung und Taschen­geld geben Eltern einer aktu­ellen Unter­suchung zufolge mehr Geld aus als je zuvor.

Demnach stieg das monatliche Taschen­geld der 6- bis 13-Jährigen seit 2006 von durch­schnitt­lich 20,5 auf derzeit 23,3 Euro. Zu diesem Ergeb­nis kommt die «KidsVer­brau­cherAna­lyse 2008», die der Egmont Ehapa Verlag («Micky Maus») in Berlin vor­stellte.

Für Klei­dung geben die befrag­ten Eltern durch­schnitt­lich 319 Euro pro Kind und Jahr aus, das sind 10 Prozent mehr als 2006. 74 Prozent der Eltern folgen dabei den Wünschen des Nach­wuch­ses, das sind 6 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Beim Kauf von Sport­schu­hen lassen 71 Prozent (plus 6 Prozent) der Eltern ihre Kinder ent­schei­den. Selbst bei Lebens­mit­teln hören 50 Prozent der Erzie­hungs­berech­tig­ten auf die Emp­feh­lung ihres Sprösslings.

Gerade bei Kindern ab 10 Jahren sei der Grup­pen­druck nach wie vor enorm hoch, erläutert die Psy­cho­login Beate Minsel vom Staats­insti­tut für Frühpädagogik in München. Da sei nicht die Funk­tion eines Pro­duk­tes ent­schei­dend, sondern was die Gleich­alt­rigen davon halten, Der Studie zufolge zählt die Marke vor allem bei Sport­schu­hen (60 Prozent), Kla­mot­ten wie Jeans und Rucksäcken (55 Prozent).

Auch sozial schwa­che Fami­lien würden für ihre Kinder im Verhältnis gesehen genau so viel oder noch mehr Geld als Bes­ser­ver­die­nende aus­geben, ergänzt Barbara Thies­sen vom Deut­schen Jugend­insti­tut in München. Damit wollten sie den Anschluss halten. Gleich­zei­tig gaben aber viele Mütter und Väter in einer aktu­ellen forsa-Umfrage an, das Geld sei meist zu knapp. Mehr als die Hälfte der Eltern (57 Prozent) meinte sogar, Kinder seien in Deutsch­land ein Armuts­risiko.

«An den Kindern wird erfahrungsgemäß kaum gespart», sagt Marina Rupp, stell­ver­tre­tende Direk­torin des staat­lichen Insti­tuts für Fami­lien­for­schung an der Uni­ver­sität Bamberg. Eltern seien bereit, enorm viel zu inves­tie­ren, um ihre Kinder vor Dis­kri­minie­rung von Gleich­alt­rigen zu schützen. «Dahin­ter steckt auch die Angst als arm zu gelten, nur weil man seinen Kindern gewisse Stan­dards nicht erfüllen will», erläutert Rupp.

Auch beim Taschen­geld lassen sich die meisten Eltern nicht lumpen. Jährlich bekom­men die Kinder der für die KidsVer­brau­cherAna­lyse befrag­ten Fami­lien rund 279 Euro zur persönlichen Ver­wen­dung, das sind 33 Prozent mehr als noch 2006. Davon kaufen die 6- bis 13- Jährigen vor allem Süßigkei­ten (59 Prozent) und Zeit­schrif­ten (46 Prozent).

Neben der multimedialen Ausstattung vieler Kin­der­zim­mer, zu der Ste­reo­anlage (40 Prozent), MP3-Player (35 Prozent) und Fern­seher (33 Prozent) gehören, haben 54 Prozent der befrag­ten Jungen und Mädchen Zugang zum Inter­net - 5 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. 80 Prozent der Eltern mit Kindern zwi­schen 10 und 13 Jahren glauben laut Studie, dass das Inter­net ein moder­nes, spie­leri­sches Hilfs­mit­tel für die Schule ist. «Der Trend zur Inter­net­nut­zung ist Fakt», bestätigt Elke Salz­mann vom Bun­des­ver­band der Ver­brau­cher­zen­tra­len in Berlin.

«Die Kinder lernen schnell das Inter­net zu benut­zen, aber sie können es nicht hin­ter­fra­gen», warnt die Exper­tin. Die Sen­sibi­lität für persönliche Daten, undurch­sich­tige Kau­fan­gebote oder unseriöse Inter­netsei­ten hätten viel­fach nicht mal die Eltern, sagt Salz­mann. Abhilfe könnten spe­zielle Schulfächer schaf­fen, die allen Schülern den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Com­puter und Inter­net ver­mit­teln.

Für die «KidsVerbraucherAnalyse 2008» wurden mehr als 1600 Inter­views - Kinder und jeweils ein Erzie­hungs­berech­tig­ter - repräsen­tativ für 5,73 Mil­lio­nen deut­sche Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren geführt. Von Anne Gott­schalk, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon