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Betrug mit Bankdaten: Wie Kunden Geld zurückholen

Berlin In der Debatte um Daten­samm­lung und -handel häufen sich die Hin­weise darauf, dass ohne Ein­wil­ligung der Bank­kun­den Gelder vom Konto abge­bucht wurden.

Kunden sind in solchen Fällen auf der siche­ren Seite. Anders ist es, wenn sie Geld selbst über­wei­sen.

EINZUGSERMÄCHTIGUNG: «Mit der Ein­zugs­ermächti­gung gebe ich zum Bei­spiel einem Unter­neh­men meine Ein­wil­ligung dazu, dass es ein­malig oder regelmäßig per Last­schrift­ver­fah­ren etwas vom Konto abbu­chen kann», erläuterte Thomas Schlüter vom Bun­des­ver­band deut­scher Banken in Berlin. «Davon weiß die Bank erst einmal nichts - erst das Unter­neh­men schließt mit seiner Bank einen Inkas­sover­trag. Und diese bucht dann anhand der vor­lie­gen­den Daten bei meiner Haus­bank den ent­spre­chen­den Betrag ab.»

Sollte ein Einzug nie ver­ein­bart worden sein, wie in den aktu­ellen Fällen, oder ist der Betrag falsch, können Kunden mit einem simplen Anruf bei ihrer Bank das Geld zurückholen lassen. «Meine Bank fordert das Geld dann ohne wei­teres und ohne Kosten für den Kunden von der anderen zurück - diesen Schutz haben Kunden, weil sich der Rest ohne ihr wei­teres Zutun zwi­schen den Banken abspielt.» Das erfolge «inner­halb der nächsten Tage».

ÜBERWEISUNG: Sie ist im Zweifelsfall weniger sicher, denn Kunden haben kein Recht darauf, das Geld rückbu­chen zu lassen. «Gegenüber der Bank habe ich bei Über­wei­sung oder Dau­erauf­trag keine Ansprüche, weil ich den Auftrag für die Trans­aktion selbst aktiv gegeben habe», sagte Schlüter. «Ich habe ihn quit­tiert und per TAN bestätigt.» Ist dieses Geld also weg, lässt es sich nicht ohne wei­teres zurückholen. «Man kann nur auf die Kulanz des anderen hoffen. Oder ich muss im Zwei­fels­fall gericht­lich vor­gehen - die Bank ist in diesem Fall aber außen vor und kann dem Kunden nicht helfen.»

FRISTEN: Für feh­ler­hafte Buchun­gen nach einer Ein­zugs­ermächti­gung gilt laut Schlüter eine Rückhol­frist von sechs Wochen - also zum Bei­spiel für den Fall, dass statt 40 Euro 50 Euro Tele­fon­rech­nung abge­gan­gen sind. «Wenn Sie gar keine Ein­zugs­ermächti­gung erteilt haben, ist die Frist länger. Dann gilt die nach dem Bürger­lichen Gesetz­buch übliche Verjährungs­frist von drei Jahren», sagte Schlüter - auch wenn diese lange Zeit «theo­retisch» zu betrach­ten sei. Kon­toabgänge ohne Kun­den­ein­wil­ligung sollten immer so schnell wie möglich ange­zeigt werden.

Schlüter rät in Fällen, in denen kein Einzug ver­ein­bart war, die Bank auch darüber zu unter­rich­ten: «Dann kann die ein­zie­hende Bank zum Bei­spiel ein Unter­neh­men vom Inkas­sover­trag und vom Last­schrift­ver­fah­ren aus­sch­ließen - und es werden auch andere Kunden geschützt.»

Fehlbuchungen sofort berich­tigen lassen

Im Inter­net nicht mehr Daten ver­raten als nötig

dpa-infocom


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