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DFL will zügige Gespräche - Hoeneß greift ARD an

Hannover Die Deutsche Fußball Liga DFL will im Streit mit dem Bundeskartellamt um die zentrale TV-Vermarktung der Fußball- Bundesliga zwischen 2009 und 2015 klare Fronten schaffen.

Bei einer Beratung von Vorstand und Aufsichtsrat seien «mehrere Handlungsalternativen mit Blick auf die Rechtevergabe erörtert und beschlossen worden», teilte die Liga mit. «Angesichts der unverständlichen Position des Bundeskartellamtes müssen wir entsprechend reagieren. Der Sport darf nicht wie eine Industrie behandelt werden», sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball.

Zunächst sollen «zügige Gespräche» mit dem Vermarktungspartner Sirius über die Vertragssituation geführt werden. Die Kirch-Tochterfirma hat mit der DFL einen Kontrakt über die TV-Vermarktung der Bundesliga zwischen 2009 und 2015 mit einem Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro geschlossen, der nach dem Entscheid des Bundeskartellamtes vom 24. Juli zu platzen droht. Sirius sieht nach dem Votum der Behörde keinen Wettbewerb mehr gewährleistet.

Die Bonner Behörde hatte das DFL-Modell für die zentrale TV- Vermarktung abgelehnt, weil es nach ihrer Ansicht den kartellrechtlichen Anforderungen einer angemessenen Verbraucher- Beteiligung nicht genügt. Die Wettbewerbshüter fordern auch in Zukunft eine zeitnahe «Highlight-Berichterstattung» im frei empfangbaren Fernsehen. Diese ist bis zum Saisonende noch durch die ARD-«Sportschau» gewährleistet.

Die Entscheidung des Kartellamtes hat eine kontroverse öffentliche Diskussion ausgelöst. Die DFL-Verantwortlichen reagierten ausnahmslos ablehnend und brachten ihr Unverständnis teils mit harschen Worten zum Ausdruck. Als Konsequenz hat die DFL mittlerweile eine Klage gegen das Kartellamt angekündigt. Die Prüfung rechtlicher Schritte werde ebenso forciert wie der Dialog mit der Politik in Berlin und Brüssel, hieß es am Dienstag.

Indes hat Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß scharfe Vorwürfe gegen die ARD erhoben. Der 56-Jährige bezichtigt den öffentlich-rechtlichen Sender, der die Rechte bis zum Ende dieser Saison innehat, das Bundeskartellamt zu beeinflussen. «Ich bin sauer auf die ARD. Sie steckt hinter der Entscheidung des Kartellamts», sagte Hoeneß dem Magazin «Focus Money».

Der Bayern-Manager plädiert für einen Wechsel zum Bezahlfernsehen: «Wer sagt denn, dass wir mit der ARD weiter zusammenarbeiten müssen? Wir müssen das Pay-TV, und damit Premiere, wie noch nie pushen.»

dpa-infocom


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