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Wasser im Land ist günstig

Rheinland-Pfalz Wasser ist ein kostbares Gut, das in Deutschland vergleichsweise teuer ist.

Wir haben nachgefragt, ob das auch für unser Bundesland gilt.

Die Rheinland-Pfälzer zahlen , verglichen mit dem Bundesschnitt, wenig für ihr Wasser, nämlich 1,63 Euro pro Kubikmeter. Das belegt ein Leistungsvergleich, dessen Ergebnisse das Umweltministerium in Mainz im Jahr 2007 veröffentlicht hat. Im Bundesschnitt kostet Wasser nach einer Studie der Beratungsgesellschaft NUS Consulting 1,91 Euro pro Kubikmeter.

Keine "Quersubvention": Ein Grund für den niedrigeren Preis ist, dass die Wasserversorger in Rheinland-Pfalz meist kommunale Eigenbetriebe sind. "Das heißt, sie haben einen eigenen Haushalt", erläutert Stefanie Mittenzwei, Sprecherin des Umweltministeriums. "Damit wird ausgeschlossen, dass Einnahmen aus dem Wasser für Posten im kommunalen Haushalt genutzt werden." Die internationale Studie von NUS Consulting sah einen Grund für den hohen deutschen Wasserpreis darin, dass die Kommunen über Wassereinnahmen auch andere Projekte finanzieren.

Sparsamkeit: Generell gehen die Rheinland-Pfälzer immer sparsamer mit dem Lebenselixier aus der Leitung um. Verbrauchten sie im Jahr 1983 nach Zahlen des Statistischen Landesamtes durchschnittlich noch 142,7 Liter pro Tag und Person, sank dieser Wert für das Jahr 2004 auf 121,6 Liter. Diese vom Umweltgedanken her lobenswerte Sparsamkeit schlägt sich jedoch nicht unbedingt im Wasserpreis nieder. Denn die Fixkosten der Versorger steigen dadurch mitunter sogar, weil Leitungen öfter gespült werden müssen. Fixkosten machen 80 bis 90 Prozent des Wasserpreises aus, sagt Dr. Willi Kiesewetter, wasserpolitischer Sprecher des Landesverbandes der Gas- und Wasserwirtschaft (LGW).

Regionale Unterschiede: Es gibt etwa 250 Wasserversorger im Land. Sie liefern pro Jahr zirka 330 Millionen Kubikmeter Trink- und Brauchwasser. Die Wasserpreise variieren von Versorger zu Versorger. Das liegt nicht zuletzt an regionalen Besonderheiten, so LGW-Mann Kiesewetter. Zum Beispiel ist Rheinhessen eher wasserarm. Außerdem muss das Wasser dort aufwendig aufbereitet werden. Das spiegelt der Kubikmeterpreis wider: Die Wasserversorgung Rheinhessen - als viertgrößter Versorger zuständig für 70 Ortsgemeinden und Stadtteile im Großraum Mainz-Bingen - kassiert pro Kubikmeter 1,54 Euro (inklusive 7 Prozent Mehrwertsteuer). Beim Zweckverband "RheinHunsrück Wasser" - er versorgt 143 Gemeinden und Stadtteile unter anderem im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Kreis Mayen Koblenz - kostet der Kubikmeter 1,44 Euro.

Wechsel unmöglich: Die Rheinland- Pfälzer haben jedoch nicht die Möglichkeit, den Versorger zu wechseln. Wer das Wasser liefert, das liegt am Wohnort: Die Wasserversorgung ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Um sie auch künftig sicherzustellen, gibt das Land pro Jahr zwischen zehn und zwölf Millionen Euro an Fördermitteln aus, zum Beispiel für neue Leitungen. (David Ditzer)

RZO