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Browser oder Client: Wie die E-Mail aufs Handy kommt

Bonn/Stutt­gart Rund 20 Mil­lio­nen Deut­sche besit­zen ein UMTS-Handy. Damit haben sie einen schnel­len, mobilen Zugriff auf das Inter­net.

Dass diese Möglich­keit zum Surfen auch genutzt wird, dafür sorgen schon die dras­tischen Preis­sen­kun­gen bei den Daten­tari­fen.

Davon geht jedenfalls die Bun­des­netz­agen­tur in Bonn in ihrem kürzlich veröffent­lich­ten Jah­res­bericht 2007 aus. Wer also unter­wegs mal kurz sein E-Mail-Fach überprüfen will, muss dafür kein Vermögen mehr zahlen. Der Ver­brau­cher muss sich nur ent­schei­den, wie er mit dem Handy auf seine Mails zugrei­fen will.

Internetfähige Geräte in der Klasse ab 150 Euro besit­zen laut Markus Eck­stein von der Zeit­schrift «connect» in der Regel einen soge­nann­ten E-Mail-Client: eine Soft­ware, mit der auf E-Mail-Konten zuge­grif­fen werden kann. «Wurde das Gerät direkt beim Mobil­funkan­bie­ter gekauft, ist die Wahr­schein­lich­keit groß, dass alle nötigen Ein­stel­lun­gen bereits vor­genom­men wurden», erklärt Eck­stein.

Oft ist allerdings Konfigurationsarbeit nötig: Dafür braucht der Anwen­der seinen Benut­zer­namen, Pass­wort und ein paar Angaben zum Server des Mail-Anbie­ters. Diese Infor­matio­nen finden sich meist auf der Website des Anbie­ters. «Das sind im Prinzip die glei­chen Infor­matio­nen, wie sie für die Kon­figu­ration des E-Mail-Pro­gramms auf dem PC benötigt werden», erklärt Markus Weidner vom Tele­kom­muni­kati­ons­por­tal «tel­tarif.de» in Berlin. Wer schon einmal Outlook oder ein anderes E-Mail-Pro­gramm auf dem Rechner ein­gerich­tet hat, schaffe das auch auf dem Handy.

Der Client sollte so ein­gestellt sein, dass zunächst nur der E-Mail-Header - Absen­der und Betreff - auf dem Handy ange­zeigt wird. Möchte der Nutzer eine bestimmte Mail lesen, könne er sie mit einem Click immer noch vollständig aufs Handy laden, so Weidner. Das spart Geld. Schließlich soll nicht jede Spam her­unter­gela­den werden.

«Man sollte die Tarife dennoch im Blick behal­ten», rät Eck­stein. Wer nur gele­gent­lich eine Mail aufs Handy lädt, ist mit den Daten­tari­fen der Billig-Anbie­ter wie Blau.de oder Simyo gut bedient - hier wird ein Mega­byte mit 24 Cent berech­net. Wobei eine E-Mail, die nur Text enthält, meist nur wenige Kilo­byte aus­macht. Wer sein Handy inten­siv als Inter­net­zugang bezie­hungs­weise fürs Mailen ver­wen­det, sollte sich über pau­schal vergütete Daten­tarife infor­mie­ren.

Eine andere Möglich­keit, E-Mails auf dem Handy zu lesen, sind Browser-basierte Lösungen: Auf Web.de und GMX zum Bei­spiel können deren Kunden zwar über einen Client zugrei­fen. Seit kurzem ermöglichen beide Anbie­ter jedoch auch den Zugriff auf die Post mit Hilfe des Handy-Brow­sers. Bevor es richtig los­gehen kann, loggt sich der Nutzer via PC im Inter­net ein und lässt sich von seinem E-Mail-Pro­vider einen Link aufs Handy schi­cken, den er dort spei­chert. Will er mit dem Handy auf seine Mails zugrei­fen, klickt er künftig nur auf den Link und gelangt auf eine für mobile Geräte gestal­tete Website.

Solche Browser-Lösungen sind zwar bequem, weil die Kon­figu­ration entfällt. Sie haben aber auch Nach­teile: «Um die Mail lesen zu können, muss man sich jedes Mal ein­log­gen», sagt Markus Eck­stein. Da sei es besser, wenn man die E-Mail tatsächlich her­unter­laden kann.

Eine Misch­form stellen Pro­gramme dar, wie sie zum Bei­spiel von Yahoo! und Google fürs Handy ange­boten werden. Wer zum Bei­spiel Yahoo! Mail ver­wen­det, kann eine ent­spre­chende Soft­ware auf sein Handy laden. Beim ersten Zugriff auf eine bestimmte E-Mail muss eine Ver­bin­dung ins Inter­net beste­hen. Will man die Mail später noch­mals lesen, muss man zwar nicht online gehen, aber die Yahoo!-Soft­ware starten. So funk­tio­niert es auch bei Google Mail.

Wenn es um E-Mails auf dem Handy geht , ist das kana­dische Unter­neh­men Rese­arch in Motion (RIM) mit seinen Black­berry-Handys immer noch Vor­rei­ter. E-Mails erhält ein Black­berry in Echt­zeit - wie SMS werden sie aufs Handy übert­ragen, ohne dass der Anwen­der seine Post erst abrufen muss. In der Regel ist der dafür not­wen­dige Push-Mail-Service mit Extra­gebühren für den Nutzer ver­bun­den. Der Anbie­ter Cortado bietet für Handy-Modelle, die den soge­nann­ten IMAP-Stan­dard unterstützen, einen kos­ten­losen Push-Mail-Dienst an. Dafür muss der Kunde hin und wieder eine Werbe-Mail in Kauf nehmen. GMX bietet Push-Mail für zah­lende Kunden an, die ein IMAP-fähiges Handy besit­zen.

Kommt es nicht auf die Minute an, können sich manche Handy-Nutzer auch mit einer Ein­stel­lung am Handy wei­ter­hel­fen: Einige Modelle lassen eine auto­mati­sierte Abfrage zu - der Nutzer stellt seinen Client auf dem Handy so ein, dass es in bestimm­ten Zeitabständen den Mail-Account nach neuen Eingängen abfragt. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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