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Schutz vor Elektrosmog: Viel Geld für wenig Wirkung

Düssel­dorf/Salz­git­ter Ein kleines Glas­gebilde für 2000 oder ein Bal­dachin für 600 Euro - das ist viel Geld.

Doch manche zahlen solche Preise gern weil sie glauben, dadurch etwas für ihre Gesund­heit zu tun.

Solche Produkte sollen den Herstellern zufolge vor «Elek­tros­mog» schützen. Meist fehlt aber der Nach­weis für die Wirk­sam­keit. «Viele dieser Pro­dukte helfen gar nicht», sagt Florian Emrich vom Bun­des­amt für Strah­len­schutz (BfS) in Salz­git­ter.

Als «Elek­tros­mog» werden oft ver­all­gemei­nernd elek­tro­magne­tische Felder (EMF) bezeich­net, wie sie etwa Mobil­funk-Sen­demas­ten erzeu­gen. Aber nicht jeder, der vom Fenster aus eine Sen­dean­lage sieht, muss sich aktiv schützen. «Da müsste es schon knüppel­dick kommen», sagt Rolf Busch­mann, EMF-Experte der Ver­brau­cher­zen­trale Nord­rhein-West­falen in Düssel­dorf. Meist liege die Belas­tung um ein Viel­faches unter den auch von Kri­tikern gefor­der­ten stren­geren Grenz­wer­ten.

Bevor jemand Geld für Spezialfarbe oder Ähnli­ches ausgibt, sollte er eine Messung am Ort vor­neh­men lassen. «Elek­tro­magne­tische Felder können aus ganz unter­schied­lichen Quellen stammen», sagt Busch­mann. Nur ein Fach­mann könne die Mes­ser­geb­nisse vernünftig deuten. Eine Bege­hung des Hauses kostet im Schnitt etwa 200 Euro.

Hat der Fach­mann Hand­lungs­bedarf fest­gestellt, kommt es darauf an, um welche Form von EMF es sich handelt. Gegen die nie­der­fre­quente Strah­lung, wie sie Hoch­span­nungs­lei­tun­gen erzeu­gen, helfe nur eine räumliche Veränderung - bei­spiels­weise ein Wechsel des Schlaf­zim­mers.

Gegen etwa von Mobilfunkmasten stam­mende hoch­fre­quente EMF können metall­hal­tige Farben oder Bal­dachine über dem Bett helfen. «Wichtig ist, dass die Abschir­mung vom Fach­mann instal­liert wird», sagt Bernd Rainer Müller von der Umwelt­schutz­orga­nisa­tion BUND, der ein Inge­nieurbüro für Arbeits­schutz und Mess­tech­nik im nord­rhein-westfälischen Lage unterhält.

Die meisten Pro­dukte gegen Elek­tros­mog sind aller­dings eher der Kate­gorie Nepp zuzu­ord­nen: Ihre Wirk­sam­keit ist nach den Kri­terien der Wis­sen­schaft nicht nach­zuwei­sen. Nur in Aus­nah­mefällen sind die Anbie­ter so fair und weisen auf dieses Manko hin.

Andere Dinge haben gewisse Wirkung , sind aber kaum sinn­voll - etwa Han­dyta­schen, die vor Strah­lung schützen sollen, wenn das Gerät nicht genutzt wird. Dann könne man es genauso gut aus­schal­ten, sagt Emrich vom BfS. Abge­sehen von gele­gent­lichen Ortungs­signa­len strah­len Handys ohnehin nicht, solange sie nicht genutzt werden.

Am besten lässt sich die Belas­tung durch hoch­fre­quente Felder redu­zie­ren, indem man das Tele­fonie­ren mit dem Handy auf das Nötigste beschränkt. In der Wohnung könnte auf WLAN und schnur­lose Tele­fone ver­zich­tet werden. Letz­tere gibt es zudem immer öfter mit soge­nann­tem Eco-Modus, der die Leis­tung situa­tions­abhängig her­unterfährt. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom


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