IVWPixel Zählpixel
kalaydo.de kalaydo.de Jobs Auto kaufen Immobilien Kleinanzeigen Bei kalaydo.de inserieren In der Rhein-Zeitung und ihren Heimatblättern inserieren Zeitungsanzeige aufgeben kalaydo.de
RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Computer     » News   » Spiele & Soft    » Surftipps    » PC-Tipps    » Multimedia

Apple legt mit dem iPhone 3G die Messlatte höher

New York Den Rummel um das erste iPhone können selbst die Werbe-Profis von Apple nicht belie­big oft wie­der­holen.

Deshalb werden sich am Freitag (11.7.) vor den Apple-Läden wohl auch keine langen Schlan­gen bilden, wenn das neue iPhone 3G erst­mals ange­boten wird.

Für Apple wird der Verkaufsstart der zweiten iPhone-Version jedoch ein wei­terer Mei­len­stein auf dem Vor­marsch im hart umkämpften Han­dymarkt. Die erste iPhone-Gene­ration über­zeugte die Besit­zer vor allem durch die leichte Bedien­bar­keit mit den Fin­ger­bewe­gun­gen, das große Glas-Display und das ele­gante Design. Kon­kur­ren­ten und Kri­tiker konnten aller­dings noch eine lange Liste von Funk­tio­nen aufzählen, die das Apple-Handy nicht beherrschte. Vor allem die feh­lende Unterstützung der dritten Mobil­funk­gene­ration wurde damals bemängelt. Dieses Manko räumt Apple nun aus, wie man bereits am Namen «iPhone 3G» ablesen kann.

Das Apple-Handy erreicht jetzt Daten­geschwin­dig­kei­ten von bis zu 1400 Kilobit pro Sekunde, fast sieben Mal so schnell wie der EDGE-Funk beim ersten iPhone. Beim Aufbau von Web­sei­ten oder dem Her­unter­laden von E-Mail-Anhängen macht sich der Unter­schied aller­dings nicht so deut­lich bemerk­bar, da hier auch die Rechen­leis­tung des Handys eine Rolle spielt. Bei Tests ging der Dow­nload der Seiten etwa doppelt so schnell von­stat­ten.

Zusätzlich zu dem UTMS-Chips von Infi­neon haben die Apple-Inge­nieure in dem neuen iPhone auch einen Empfänger für das Satel­liten-Navi­gati­ons­sys­tem GPS unter­gebracht, mit dem die Besit­zer sich ihre exakte Posi­tion auf einer Google-Karte anzei­gen lassen können. Ob Spe­zia­lis­ten wie TomTom künftig aus dem neuen iPhone ein echtes Navi­gati­ons­sys­tem machen können, das auch Fahran­wei­sun­gen geben kann, wird noch mit Apple ver­han­delt.

Wichtiger als die Unterstützung von UMTS und GPS erscheint ver­schie­denen iPhone-Testern die neue Soft­ware. Das Betriebs­sys­tem «iPhone 2.0» steht auch den Besit­zern der ersten Gene­ration als Update zur Verfügung und macht das iPhone vor allem fit für den Einsatz in Unter­neh­men. Künftig kann das iPhone nämlich ohne großen Aufwand voll­wer­tig an einen Exchange-Server von Micro­soft ange­dockt werden, der in immer mehr Unter­neh­men das tech­nische Fun­dament für E-Mail, Kalen­der und andere Group­ware-Funk­tio­nen bildet.

Mit dem Verkaufsstart des iPhone 3G öffnet auch der soge­nannte «App Store», ein Online-Laden für iPhone-Anwen­dun­gen, die von Dritt­fir­men pro­gram­miert wurden. Neben einer Reihe von Com­puter­spie­len werden vor allem etliche kleine Helfer-Pro­gramme ange­boten werden, mit denen iPhone-Besit­zer die Funk­tio­nalität ihres Handy sinn­voll erwei­tern können. 16 dieser Pro­gramme wurden bereits vor einem Monat auf dem Ent­wick­ler­forum WWDC in San Fran­cisco präsen­tiert, hun­derte werden zur Eröffnung des App-Stores erwar­tet. Dieses neue Ökosys­tem rund das iPhone könnte ent­schei­dend dazu bei­tra­gen, dass sich Apple auf Dauer als ein «Big Player» im Handy-Geschäft eta­bliert. Die Mess­latte für die Kon­kur­renz hat Apple allemal höher gelegt.

Dabei sind die neue iPhone-Soft­ware und auch das iPhone 3G alles andere als perfekt. So unterstützt das Betriebs­sys­tem (noch) nicht das Kopie­ren und Einfügen von Inhal­ten («Copy & Paste»). In dem Apple-Handy steckt nach wie vor nur eine eher schwa­che Zwei- Mega­pixel-Kamera, mit der man zwar Fotos, aber keine Videos auf­neh­men kann. Die neuen Funk­kom­ponen­ten des iPhones ziehen jetzt so viel Strom, dass das Gerät abends wieder an die Steck­dose muss. Und die Bat­terie des iPhones kann wei­ter­hin nur von einem Ser­vice­tech­niker aus­getauscht werden.

Kritik wird sich auch an den Tarifen entzünden. Zwar hat auch T-Mobile die Preise ins­gesamt gesenkt. Der Mobil­funk-Betrei­ber nutzt aber das Recht der Exklu­siv­ver­mark­tung in Deutsch­land reich­lich aus und ver­langt bei­spiels­weise beim Ein­stei­ger­tarif «Com­plete S» 170 bzw. 250 Euro (je nach Spei­chergröße von 8 bzw. 16 Mega­byte) für das iPhone 3G plus monat­lich 29 Euro. Eine Daten­fla­trate erhal­ten die Kunden ab der Tarif­stufe «Com­plete M» (60/150 Euro für das iPhone 3G und 50 Euro monat­lich). In Ländern wie Öster­reich, in denen mehrere Anbie­ter das iPhone im Pro­gramm haben, kommen die Kunden auf die gesamte Ver­trags­lauf­zeit gerech­net deut­lich bil­liger an ein neues Apple-Handy. Immer­hin ist das gut aus­gebaute UMTS-Netz von T-Mobile in Deutsch­land deut­lich schnel­ler als das 3G-Netz­werk des Apple-Part­ners AT&T in den USA. Von Chri­stoph Dern­bach, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon